Spät, nicht zu spät

31. August 2010
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Vielleicht war es ein Fehler der Steinmetze, die den Grabstein für den Schriftsteller, Spanienkämpfer, Antifaschisten Hanns Maassen anfertigten und setzten. Statt Hanns ist Hans auf dem Grabstein zu lesen. Luise hat das nicht korrigieren lassen in den zwölfeinhalb Jahren, die sie ihren Mann überlebte. Sie starb 1996.

Niemand kümmerte sich kontinuierlich um Grab und Grabstein, die sich im Ehrenhain ( ! ) der Verfolgten des Naziregimes auf dem Evangelischen Waldfriedhof Blankenfelde befinden.

Durch Kontakte mit einer Verwandten der Maassen´s ist es dem Kulturverein Blankenfelde nun gelungen, den Jühnsdorfer Steinbildhauer Roland Riesenberg zu beauftragen, auch Luises Namen und Lebensdaten auf dem Stein einzutragen. Spät, spät, spät! Doch sicher nicht zu spät und vergebens, wenn sich die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow endlich darum bemühen würde, das gesamte Areal der Opfer des Faschismus zum Denkmal erklären zu lassen.

Bernd Heimberger
Ortschronist

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