MÜLLER + WOLNY oder das Bahnhofsumfeld Blankenfelde und der Rathaus-Wettbewerb

4. Oktober 2010
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Am 03.09.2010 veröffentlichte die Märkische Allgemeine einen gekürzten Leserbrief unseres ehemaligen Gemeindevertreters Hans-Joachim Müller.

Dieser Leserbrief wiederum veranlasste Michael Wolny, Mitglied des Kreistages Teltow-Fläming, Mitglied der Gemeindevertretung Blankenfelde-Mahlow, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Hoher Teltow – vor einigen Tagen ebenfalls einen Leserbrief an die Märkische Allgemeine zu richten – der dort jedoch bislang noch nicht veröffentlicht wurde.

Da sich beide aufeinander beziehen, veröffentlichen wir sie hintereinander – selbstverständlich so, wie bei klaerwerk-blog üblich, in ungekürzter Form und als Impuls  zum weiterführenden, „klaerenden“  Dialog:


Was ist die Blankenfelder Zukunft? oder Vom Tunnel hängt alles ab!

Es ist schon bewundernswert wie ruhig und gelassen die Blankenfelder Bevölkerung so manches hinnimmt. Ich möchte heute nur mal das Bahnhofsumfeld ansprechen.

Wenn man vom Bahnhof kommt, erlebt man zunächst ein absolut ungepflegtes Bahngelände. Es macht den Eindruck eines in Vergessenheit geratenen Geländes, gäbe es nicht dort ein Durcheinander von gegenläufigen Fahrzeugen, Fahrradfahrern, Schulkindern Rentnern usw., die kreuz und quer von der S Bahn zum Regionalzug und umgekehrt zwischen den Fahrzeugen über und unter die geschaffenen Barrieren zu ihrem jeweiligen Ziel gelangen wollen.

Als nächstes sieht man ein großes aber eben nicht ganz fertig gestelltes Parkdeck. Es ist notdürftig abgesichert mit provisorischen Zu- und Abgängen und einem viel zu schmalem Fußgängerweg, der den Fahrradweg vermissen lässt.

Die Kioske, die im September fertig gestellt werden sollten liegen noch so unberührt da, wie wir sie zur Eröffnung des Parkhauses im April/Juni vorgefunden haben. (Vergessen wir nicht es sollte in dem Zusammenhang auch das leidige Problem Toilette und Fahrkartenverkauf mit gelöst werden). Nun sehen wir dort nach Regenfällen kleine Wasserbecken und es macht sich langsam der Anblick der Verwahrlosung breit.

Sieht man auf die andere Straßenseite, hat man den Anblick einer beschmierten Budenlandschaft und wird an die Zeit nach 45 erinnert. Wie lange soll das noch so gehen? Blankenfelder wacht auf!!!

Seit mehr als 10 Jahren wird über die Notwendigkeit des Tunnels gesprochen. Es wurden finanzielle Rücklagen gebildet. Was passierte? Nichts!

Nachdem Rücksprachen mit der Bahn AG getroffen wurden und von dort signalisiert wurde, wenn die Gemeinde aus Sicherheitsgründen die Untertunnelung will, muss die Bahn entsprechend reagieren. Hierzu sei aber eine Vorplanung erforderlich. Auch das wurde von der Gemeindevertretung beschlossen und eine Vorplanung durch ein Ing. Büro erarbeitet. Was passiert? Nichts!
Im Gegenteil man hört unterschwellig, dass andere Tunnel erst gebaut werden aus welchen Gründen auch immer.

Vom Tunnel, so finde ich, ist aber das gesamte Umfeld abhängig. Nicht nur die Gestaltung, Ordnung und Sicherheit, Annahme des Parkdecks auch von der Ostseite sondern auch und vor allem eine Verkehrssicherheit für Jung und Alt.

Bitte Verantwortliche nehmt euere Verantwortung wahr!!!
Sorgt für einen schönen Ort, sorgt für Sicherheit und macht Aktive nicht zu resignierten Inaktiven!

Hans-Joachim Müller /03.09.2010

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Zum Leserbrief vom Tunnel ist das gesamte Umfeld abhängig

Endlich werden von dem ehemaligen Gemeindevertreter, Herrn Müller, aus Blankenfelde die Fakten der Fehlentwicklung am Bahnhof Blankenfelde beim Namen genannt.

Ehe in Vergessenheit gerät, was die Gemeindevertretung eigenllich angestrebt hatte, sollen noch einmal die Zielsetzungen genannt sein. Für das neue Rathaus war nach der Investitionsplanung der Baubeginn ab 2011 mit 5,3 Millionen im Haushalt vorgesehen. Das begleitende Verfahren der Generalplanung lässt den Baubeginn 2011 nicht mehr zu.

Ein Unding, wenn man sich vor Augen hält, dass das Preisgericht im Mai die Preise zum Wettbewerb vergeben hatte.

Dies und die Empfehlung der Vorprülfer aus der Verwaltung, der Fachhochschule Potsdam, einem Architektenbüro und des Instituts für komplexe Betriebsberatung (lfkBB) haben mich bewoger, aus dem Beirat zum Rathausbau auszuscheiden.

lch fühle mich angesichts der nachträglichen Entscheidungen zur Preisanpassung des 1. Preisträgers von rund 8,9 Mio. € auf rund 11,0 Mill € lnveslitionskosten als Sachpreisrichter vom Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens getäuscht.

Unter dem Gesichtsichtspunkt der Kostendämpfung war die Arbeit mit einer niedrigen Bruttogeschossfläche für mich, wie von den Vorprüfern dargestellt, unterstützenswert. Von dem Leiter der Auswahlkommission, Herrn Sonntag heißt es, den ersten drei Preisträger wurde Gelegenheit gegeben, ihre Wettbewerbsarbeiten im Rahmen von Einzelverhandlungsgesprächen klarer als bisher auf die öffentlich bekannt gemachten Projektziele der Gemeinde auszurichtlen.

Das widerspricht dem Ergebnis des Wetlbewerbsverfahrens, das durch die Preisrichter entschieden wurde. lch hätte zu dieser Situation klärende Worte vom Wettbewerbsbeauftragten und stellvertretenden Bürgermeister, Hernn Sonntag erwartet.

Die SPD will als Obergrenze 14 Mio. € für den Rathausbau mit allen Nebenkosten festsetzen. Das ist immer noch zu viel! Vor einem Jahr wurden im Häushalt für 2011 -2013 rund 10 Mio. € eingestellt.  Das war vollkommen ausreichend.

Wer jetzt meint, dass die Unterführung vorgezogen wird und die Provisoren des Parkhausesbald der Vergangenheit angehören, ist enttäuscht. Für die Blankenfelder Bahnunterführung gibt es mit der Deutschen Bahn eine beschlossene Kreuzungsvereinbarung, aber keinen Baubeginn für 2011.

Das Geld für das Rathaus und die Unterführung wird nach Vorstellung der Gemeinde 2011 nicht eingesetzt. Wer entscheidet letztendlich dazu – Liebe Gemeindevertreter, könnt ihr es zulassen, dass 2011 im Bahnhofsumfeld nichts passiert.

Nicht einmal die provisorischen Parkplätze zwischen der Grünen Passage und dem Rathaus sind nach der Eröffnung des Parkhauses aufgehoben worden, Wollen wir weiter diese ungeordneten Verhältniss dulden? Da wo die Flächen nicht für den Rathausbau gebraucht werden, kann man diese  für wenig Geld begrünen.

Michael Wolny

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