Bizarre Veranstaltung – Platzeck in Mahlow

5. November 2010
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Wie die MAZ von heute berichtet, hat sich die Obrigkeit aus Potsdam am 4.11.2010 überraschend in Mahlow unters Volk gemischt. Unters Parteivolk. Unter ausgewählte Parteigenossen – so ist es besser.

Teilnehmer der Parteiveranstaltung lt. MAZ:

  •  Ministerpräsident Platzeck (SPD),
  •  Landrat Giesicke (SPD),
  •  Kreistagsvorsitzender Christoph Schulze (SPD),
  •  Bürgermeister Baier (SPD)

Platzeck: „Wir müssen versuchen, dass es  für die Menschen hier aushaltbar wird.“

Giesicke: “ Wir sind kein Anti-Flughafenkoordinierungsbüro.“

Schulze: … ist froh, dass die Menschen mit Ihren Sorgen nun ernst genommen werden.

Baier: … ist überrascht und erfreut über den Besuch von  Platzeck, „weil auch diese Gemeinde seiner Wertschätzung bedarf.“

Das muss man einfach auf sich wirken lassen. Das darf man genießen – was die Genossen dem MAZ-Schreiber da in den Block diktiert haben.
Apropos „Genossen“!  Genossen? Ist das nicht die Vergangenheitsform von „genießen“. Oder war da noch was?
Quizfrage: Wen eigentlich können diese  Genossen  meinen, wenn sie öffentlichkeitswirksam da oder dort salbungsvoll das Wort „wir“ in den Mund nehmen?

So sind sie halt, erst kochen sie ihr (Flughafen)Süppchen an und ehe man sich den Schlaf aus den Augen gerieben hat, haben einen die Herrschaften schon mit eingerührt in ihre große „Wir“-Suppe. Nun könnte ja der eine oder andere betroffene Bürger auf die Idee kommen: Von diesen Leuten lasse ich mich in keine „Wir“-Suppe einrühren. Die sollen gefälligt „ich “ sagen, wenn sie „ich“ meinen“ und „wir“ sagen, wenn sie „wir“ meinen. Und irgendwann, wenn sie alt genug sind, können sie hoffentlich beides auseinanderhalten.

Da hat er aber nicht unser aller  Bürgermeister Ortwin Baier in seine Rechnung einbezogen.   Der bedankt sich  dafür, in die Suppe dieser Herrschaften eingerührt zu werden. Für ihn ist das Ausdruck der besonderen Wertschätzung des Ministerpräsidenten für diese Gemeinde. Warum dann kein großer Auftritt vor tausenden Anhängern? Wenn Hühner lachen könnten … Na dann, Blankenfelde-Mahlow:  Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Spass und alles Gute mit diesem Bürgermeister! Im schlechtesten Fall bis 2011, dann ist Bürgermeisterwahl  …
Es sei denn, es ist inzwischen schon egal, ob der Bürgermeisterkandidat von einer Partei aufgestellt wird oder von  Bürgern, die mit Parteiveranstaltungen jeglicher Coleur nichts mehr am Hut haben? Wir“ sitzen doch alle in einem Boot? Mag sein, aber nicht im selben.

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