Alt Betroffene des BBI haben auch Forderungen

14. November 2010
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Alt betroffene des BBI haben auch Forderungen.

Keine Flugrouten über Schulzendorf, Eichwalde, Rahnsdorf, Wernsdorf,Blankenfelde, Mahlow und Schmöckwitz,… ist die berechtigte Forderung der Neubewohner bis 1996, die den damaligen Ministerpräsidenten Stolpe vertraut haben, Schönefeld mit uns nicht, der Slogan des BVBB.

Es ist verständlich, dass die neu betroffenen Bürger gegen die Flugrouten protestieren, doch das zeigt, dass sie sich nur für ihre eigenen Interessen einsetzen und beweist die Obrigkeitshörigkeit und das Vertrauen in Behörden, die die politischen Interessen der verantwortlichen Politiker rechtswirksam durchgesetzt haben.

Schade ist, dass die neuen Bürgerinitiativen es bisher versäumt haben, die wirklichen Fakten zur Kenntnis zu nehmen, dann würden sie zu den gleichen Ergebnis kommen wie der BVBB.

Mittlerweile haben der Ministerpräsident von Brandenburg, Herr Platzeck, und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Herr Wowereit, zugegeben, dass Schönefeld eine politische Entscheidung war und Sperenberg eigentlich der geeignete Standort ist.

Ebenfalls wurde durch MP Platzeck zugegeben, dass der Konsensbeschluss durch Druck von Berlin und dem Bund entstanden ist. Da stellt sich die Frage, womit wurde auf MP Stolpe damals Druck ausgeübt, dass er ohne Not den geeigneten Standort Sperenberg aufgegeben hat und somit Brandenburg ohne Not verraten hat.

Wer sich wirklich informiert hat, der weiß, dass hier auch die Lobby wirksam wurde, um ein erstmalig sich selbst tragenden Flughafen mit 24 Stunden Flugbetrieb und voll privater Finanzierung zu vermeiden.
Da stellt sich die Frage, warum die Politiker der einzelnen Bundesländer nur ihre eigenen Interessen verfolgen und nicht Gesamtdeutschland sehen, denn ein wirtschaftlicher Flughafen in Sperenberg mit Drehkreuzfunktion und Beteiligung des Bundes kommt doch allen Bundesländern zugute.

Die Kleinstaaterei und lokale Eitelkeiten fügen Gesamtdeutschland nur Schaden zu und lösen nicht wirklich den Flugverkehr und andere Verkehrsarten in ökologische und ökonomische Wirtschaftlichkeit zu führen.

Die Flugroutendiskussion ist im Interesse der beiden Landeschefs und Lobbyisten, solange der Standort nicht angezweifelt wird. So ist auch diese Diskussion auch im Interesse aller Parteien, da diese ja diesen Steuerverschwendungsstandort zugestimmt haben und ihr Gesicht wahren müssen.
Von Garantie für Nachtflugverbot von 21.00 Uhr bis 7.00 Uhr war von beiden Landeschefs nichts zu hören.

Sie müssen ja die Wirtschaftlichkeit des BBI am falschen Standort durchsetzen, was an sich schon ein Widerspruch ist.
Denn laut Eid sollte sie ja Schaden vom Volk abwenden, doch der falsche Standort fügt ja Schaden dem Volk zu, was die Faktensammlung von Dr. Welskopp belegt und diverse andere Experten wie Herr Faulenbach de Costa und Günter Ederer, Journalist.
Es ist naiv zu glauben, dass es einen wirksamen Lärmschutz gibt.
Man kann die Flugrouten schieben, drehen und wenden, es wird immer mit Mehrbelastung der Bürger durch Fluglärm enden und mehr Bürger sind betroffen als plan-festgestellt.
Wer wirklich dauerhafte Steuerverschwendung vermeiden will, sollte endlich die Größe zeigen und den benötigten Flughafen dort bauen, wo er laut Raumordnungsverfahren ermittelt wurde.

Schönefeld hat das Potenzial für eine Nutzung als Regierungsflughafen und ILA-Standort sowie ein Messegelände mit Alleinstellungsmerkmal mit optimaler Verkehrsanbindung.
So kann man weitere Steuerverschwendung vermeiden und bisherige Ausgaben wirksam nutzen.

Gernut Franke
Schulzendorf

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One Response to Alt Betroffene des BBI haben auch Forderungen

  1. Gast
    14. November 2010 at 17:40

    Wenn nun gelten soll, wie Bergmann-Pohl behauptet, dass die Neu-Betroffenen sich seit über 10 Jahren auf die „veröffentlichten Flugrouten“ verlassen haben und allein dies das Recht begründen soll, zu den „alten“ Flugrouten zurückzukehren, dann muss Bergmann-Pohl auch anerkennen, dass sich die Alt-Betroffenen auch auf das Votum des Raumordnungsverfahrens von 1994 verlassen haben, nach dem Schönefeld nicht nur nicht ausgebaut, sondern sogar geschlossen wird.

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