Ursula Schmenger – Heimatgeschichte

6. Januar 2011
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Für den Fundus

Eine Jahreszeit fehlt in dem Film „Jahreszeiten. Blankenfelde im Jahr 2000“. Der Winter! Schneeweißer Winter war nicht. Den Winter filmte die Regisseurin Ursula Schmenger nach der Aufführung des Films – 9. Dezember 2000 -, den sie im Auftrag des Kulturvereins Blankenfelde gedreht hatte. Der Anlaß war der 625. Jahrestag des Ortes. Was die Regisseurin und Kamerafrau und Schnittmeisterin, allein auf sich gestellt, leistete war auch ein persönlicher Kraftakt. Dem könnte sie sich heute nicht mehr aussetzen, obwohl sie überaus rege und rüstig wirkt. So das ihr das einige Besucher durchaus zutrauten, die zur Wiederaufführung des Blankenfelde-Films gekommen waren. Den Film nochmals oder erstmals anzuschauen bedeutete, ein unvergleichbares historisches Dokument zu sehen. Das so einzuschätzen läßt selbstverständlich den Wunsch entstehen, die filmische Darstellung des Ortes fortzusetzen: Nach einem Jahrzehnt! Wer fühlt sich berufen? Wer wäre bereit?

Das Ergebnis der einjährigen Bemühungen von Ursula Schmenger war der einstündige Blankenfelde-Film. Im Besitz der Regisseurin ist Filmmaterial von über dreißig Stunden. Ein einzigartiger Fundus zur Vergangenheit des nicht nur zum Vorteil veränderten Ortes und seiner Menschen. Angeregt durch den Wiederaufführungs-Abend in der „Alten Aula“ entschied sich die Regisseurin nunmehr, das gesamte Filmmaterial in das Archiv für Heimatgeschichte zu geben. Ebenfalls die Kamera, mit der sie 2000/01 unterwegs war. Die Schenkung stärkt auf eine besondere, beispiellose Weise die Substanz des Archivs. So wichtig das Fotoarchiv mit seinen inzwischen über tausend Fotos aus dem 20. Jahrhundert ist, die Schmengersche Schenkung ergänzt die Bildchronik nicht nur, sie erweitert sie erheblich. Nicht nur die Ortschronisten des 21. Jahrhunderts werden davon profitieren.

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2 Responses to Ursula Schmenger – Heimatgeschichte

  1. Johannes Saalfeld
    30. Januar 2011 at 14:47

    Ich bin erst über einen Artikel in der Wochenendbeilage des ND auf die beeindruchende Persönlichkeit von Frau U . Schmenger etwas umfassender auf sie aufmerksam geworden , obwohl mir auch aus eigenen Kindertagen , aber mehr noch aus denen meiner Kinder ihr Werk und somit ein Großteil ihrer wunderbaren Filme natürlich gut bekannt sind .
    Wo kann man sich denn mit ihrem Film über Blankenfelde(in der Nähe Berlins gelegen ?) bekannt machen ? Mir wäre auch an einem persönlichen Kontakt mit ihr gelegen , denn ein Gespräch mit ihr wäre sicherlich eine große Bereicherung des Wissens über ihr verdienstvolles Wirken für die Kinder in der DDR , aber nunmehr auch der Kinder in der BRD .
    Richten Sie ihr bitte meinen Dank und herzliche Grüße von mir aus !

  2. Ursula Schmenger
    22. Februar 2011 at 20:41

    Lieber Herr Saalfeld,
    ich habe mich über Ihren Kommentar sehr gefreut und bin gern bereit, mit Ihnen in Verbindung zu treten.
    Alles weitere bitte über Herrn Heimberger/ Blankenfelde, da ich nur sehr selten ins Internet gehe.
    Herzliche Grüße, U. Schmenger

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