Sonntag’s Kaffeekränzchen

18. März 2011
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Guten Tag!

Zu Baudezernent Sonntag kann man viel zu sagen. Man kann es natürlich auch bleiben lassen. Klaerwerk jedenfalls wird auch in Zukunft weiter am Fall Sonntag dran bleiben.  Heute erreichte uns eine Pressemitteilung des Ortsbeirates Blankenfelde , die wir an dieser Stelle in ungekürzter Form veröffentlichen:

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Ortsbeirat Blankenfelde

Pressemitteilung

14. März 2011

Sonntag’s Kaffeekränzchen

Seit einiger Zeit bemüht sich der Ortsbeirat Blankenfelde intensiv, die Untertunnelung anstelle des jetzigen Bahnübergangs beim Bahnhof Blankenfelde endlich voranzutreiben. Dazu hat der Ortsbeirat auch den Dezernenten der Gemeinde, Herrn Jörg Sonntag, eingeladen, um aus erster Hand zu erfahren, was die Gemeinde bislang unternommen hat. In der Sitzung vom 6.12.2010 hat Herr Sonntag von zahlreichen Gesprächen erzählt, die er mit Vertretern der Bahn geführt hat. Auf die Frage nach der Dokumentation dieser Gespräche versprach Herr Sonntag, er werde uns „etwas zusammenstellen.“ Dieses Versprechen hat er gehalten. Er uns in der Tat etwas zusammengestellt. Dabei handelt es um zwei Schreiben aus dem Jahre 2006 an die DB Netz AG bzw. an die DB Projektbau GmbH Niederlassung Ost. Im weiteren handelt es sich um vier E-Mails, die aber nicht Herr Sonntag, sondern eine seiner Mitarbeiterinnen erhalten bzw. versandt hat.

Der Ortsbeirat Blankenfelde ist nicht bereit, eine derartige Behandlung zu akzeptieren. Vom Stellvertreter des Bürgermeisters dürfen wir mehr erwarten. Die Untertunnelung gehört zu den wichtigsten Projekten dieser Gemeinde. Deshalb ist es nicht hinnehmbar, dass der zweithöchste Verwaltungsangestellte dieser Gemeinde sich gegenüber der Presse mit dem Satz „Ich dokumentiere nicht jedes Gespräch“ (Märkische Allgemeine Zeitung 22.2.2011) herauszureden versucht. Wir fragen uns ernsthaft, was bei diesen Treffen mit der Deutschen Bahn eigentlich besprochen wurde. Oder hat es sich dabei um Kaffeekränzchen gehandelt? Es kann nicht Aufgabe des Ortsbeirates sein, Herrn Sonntag auf seine Dokumentationspflicht hinzuweisen. Das sollte er in seiner herausgehobenen Position eigentlich selber wissen. Schon aus Eigeninteresse hätte er diese Gespräche dokumentieren müssen, um zu belegen, dass er sich immer wieder für die Belange der Gemeinde eingesetzt hat. Aber diese Gemeinde ist ihm offenkundig egal. Wenn ein Spitzenbeamter in fünf Jahren nicht selber merkt, dass irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht ist und vielleicht andere Wege gesucht werden müssen, dann ist er fehl am Platz. Unsere Gemeinde hat nicht das Geld, um fünf Jahre Kaffeefahrten zur Deutschen Bahn zu finanzieren.

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2 Responses to Sonntag’s Kaffeekränzchen

  1. Matthias Stefke
    18. März 2011 at 11:34

    Der Dezernent, Herr Sonntag ist zur Belastung für diese Gemeinde geworden, das zeigt auch dieses Beispiel überdeutlich.
    Das Problem ist nur, dass sein unmittelbarer Dienstvorgesetzter, Bürgermeister Ortwin Baier
    das nicht so sieht. Er entgegnete mir einmal auf einer Veranstaltung der ehem. Bundeswehr-Kameraden sinngemäß, dass Sonntag einen guten Job mache und Kritik an ihm Ausdruck von Neid an dessen erfolgreichen Arbeit wäre.
    Insofern ist klar:
    Wer SPD-Bürgermeister Baier im Herbst d.J. wiederwählt der behält dann voraussichtlich auch für weitere 8 Jahre den Baudezernenten Sonntag!
    Die Bürger/innen unserer Gemeinde sollten sich ihre Wahlentscheidung also genau überlegen, denn dabei geht es nicht n u r um das Amt des Bürgermeisters.

  2. Jörg Baier
    23. März 2011 at 21:37

    Liebe Gemeinde, eine jede hat zumindest ein „schwarzes Schaf“ über das man demokratisch bedingt sagen kann was man will.
    Ich finde, am wenigsten kann man jedoch über „schwarzes Schafe“ sagen was man will, wenn diese einfach nicht mehr da sind.

    Jedenfalls habe ich Herrn Stefke so verstanden, er spricht wohl im konkreten Fall von s.g. „Abwahlschafen“!

    Herzlichst Jörg Baier ;o)

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