Nachtrag: Meinungen zu Meldungen der MAZ

11. Mai 2011
Von

EINS

Der König ist im Reich. In seinem Reich. Im „Knirpsenland am Waldesrand“, wie die MAZ launig notierte. Der König hat Posten bezogen. In Positur. Er steht auf dem „Balkon“. Unter sich männliche wie weibliche Knirpse und älteres Volk. Steht auf dem „Balkon“ eines Rohbaus. Gefeiert wird das Richtfest des Großkindergartens am Jühnsdorfer Weg in Blankenfelde. Der König über Allen. Über Allem. Immer. Überall. Sein Name ist Schall und Rauch. Zumindest für die MAZ, die sonst nie versäumte, den Abgelichteten bei Rang und Namen zu nennen. Ist da was im Busch am Waldesrand? Jenseits des Balkons?

ZWEI

Ludwigsfeldes Erster Bürger wundert sich. Wie sich jeder wundert, bei dem die Staatsanwaltschaft Neuruppin auftaucht. Gegenüber der MAZ, so das Blatt, äußerte der Ludwigsfelder den Eindruck, dass der Eindruck erweckt wird, der ganze Kreis Teltow-Fläming sei ein Hort der Korruption. Ursachen für die vermeintliche Korruption äußert Gerhardt nicht. Deutlicher im Undeutlichen wird der Staatsanwalt Winter, der mit einem einzigen Wort zitiert wird. Er will im Sommer die Ermittlungen im „Kerngebiet“ abgeschlossen haben. Und das liegt wo? In Luckenwalde, in Großbeeren, in Blankenfelde-Mahlow, in Ludwigsfelde? Genaues erfährt man nicht. Wills die MAZ so genau nicht wissen? Oder sagen? Ist´s der Stoff für´s „Sommerloch“?

DREI
(Nachtrag vom 13.05.2011)

Irgend was stimmt da nicht. Der gestreßte Mann macht den Strahlemann. Immer, wenn eine Kamera sich auf sein Gesicht richtet, richtet er sein Gesicht auf die Kamera. Lächelnd, wie er meint. Sofern das Zähnezeigen ein Lächeln ist. Für den Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow ist

Ausriss aus Maz vom 13.05.2011

das so. Er ist der am meisten abgelichtete Bürgermeister aller Bürgermeister des Landkreises Teltow-Fläming. Da fragen sich die Leute schon mal: Hat er das denn nötig? Muß er wohl! Wie anders häts geschehen können, dass er, Ortwin Baier, sein Gesicht nicht mehr unter Kontrolle hat oder sich ganz und gar selbst vergaß. Grienend, lächelnd, oder wie immer man es nennen möchte, steht der Bürger-meister neben einer „Infor-
mationstafel zum Ausländerkranken-haus“. Die MAZ berich-tete , wie es stets so schön heißt, in Bild und Text. Und hat sich was gedacht bei der Veröffentlichung des Fotos? Gar nichts? Wenn einem da nicht das Lächeln vergeht, da von 1500 Zwangs-arbeibeitern gespro-chen wird, die im Ausländerkranken-
haus starben. Achtung vor Opfern fängt mit Achtung an! Sonst stimmt gar nichts! Was tun? Zähnezusammenbeißen? Nein! Der Mund muß aufgemacht werden, ein Wort der Entschuldigung muss her. In Achtung vor den Opfern

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