Marsch nach Mahlow

26. Mai 2011
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Wissen die Götter, wie das geschehen konnte! Susanne Wölfle-Fischer, die Historikerin, schrieb in der von ihr verfaßten Festschrift „725 Jahre Mahlow“: Es wurde „in der Nacht von Samstag, den 13. August auf Sonntag, den 14. August ein Grenzzaun errichtet“. Wohlgemerkt, es ist vom Tag des „Mauerbaus“ die Rede!

Nichts ist bei Wölfle-Fischer von einem beachtlichen regionalen Ereignis zu lesen, das sich in den ersten Nachtstunden des 13. August 1961 im Mahlower Grenzbereich zutrug. Bürger, die mit den Nachmitternachtzügen der S-Bahn Richtung Rangsdorf fuhren, mußten die Züge in Lichtenrade verlassen. Genötigt, zu Fuß nach Mahlow zu marschieren, wurden sie von Volkspolizisten daran gehindert, die DDR zu betreten. Das Ministerium für Staatssicherheit mußte sich mit den Vorfall beschäftigen und entscheiden.

Der Kulturverein Blankenfelde fragt: Wer war Zeuge des Erlebnisses? Leben noch Betroffene in unserer Gemeinde? Wer kennt Personen, die in die Aktion der Polizei „verstrickt“ wurden? Für einen Erinnerungsabend im Herbst sucht der Kulturverein Zeitzeugen und bittet um Kontakt: „Alte Aula“, Zossener Damm 2, Tel.; Fax: 03379 374482; e-mail: kultblank@web.de

Kulturverein Blankenfelde

 

 

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