Hannelore Pappschik vom Kulturverein Blankenfelde: Offener Brief an Marigitta Wünsche

5. Juni 2011
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Liebe Margitta Wünsche,

bis jetzt habe ich gezögert, schreibst Du paar Zeilen zu dem Vorgang? Zu Welchem, Sie ahnen es. Ja, ich war schon mehr als zornig, eine totale Ablehnung hinsichtlich unseres Antrages zu erhalten. Nein, dass habe ich mir so gar nicht vorstellen können. Was ist denn bitteschön ein Projekt? Ich würde vorschlagen, alle Antragsteller sollten einen Lehrgang besuchen, damit sie definitiv verstehen, was sich da wieder „Verwaltungsangestellte“ ausgedacht haben, um die Arbeit – ich spreche hier von Kultur – zu unterstützen. Gespannt bin ich, welche „Projekte“ unterstützt werden. Wie werden diese Projekte zu dem unsrigen Antrag sich unterscheiden? Eine Festwoche, mit Konzerten, mit Lesungen, mit Empfängen und und und sind also nicht förderungsfähig. Eine Festwoche, wo ZWANZIG Jahre ehrenamtliche Arbeit gewürdigt werden soll, für mich unvorstellbar. Wundern tuts mich eigentlich doch nicht, je länger ich darüber nachdenke. Wer, wer überhaupt vom Kulturausschuß des Landkreises hat sich je für die Arbeit des Kulturvereins interessiert? Wer war jemals zu einer unserer Veranstaltungen (ausgenommen Ihre Person). Wer kann einschätzen, was der Kulturverein geleistet hat? Ich sage schlicht und einfach: Niemand!

Hier entscheiden wieder mal Personen, die sicher den Kulturverein gar nicht kennen, gar nicht wahrgenommen haben. Ein trauriges Kapitel. Gerade deswegen werden wir versuchen, diese Festwoche zum ZWANZIG-jährigen Bestehen niveauvoll durchzuführen, wie auch immer. Sie sind jetzt schon herzlich dazu eingeladen und auch die Mitglieder des Kulturausschußes des Landkreises Teltow-Fläming.

Laut Kulturförderrichtlinie des Landkreises Teltow-Fläming steht unter

1. Zur Erreichung dieses Zieles können kulturelle Einrichtungen, Projekte, Veranstaltungen und kulturelle Maßnahmen gefördert werden.

Zu was zählen denn nun unsere Veranstaltungen? Also, mit der Begründung Ihrer Ablehnung kann ich wirklich kaum etwas anfangen. Wo fangen Projekte, Veranstaltungen und kulturelle Maßnahmen an? Nein, ich brauche hier dringend Erklärungsbedarf, dass kann ich einfach nicht verstehen. So, ja auch so, kann ehrenamtliche Arbeit kaputt gemacht werden.

Mit großer Enttäuschung grüßt
Hannelore Pappschik

und:
Der Vorstand des Kulturvereins, seine Mitglieder und die Besucher, die in DAS haus der Kultur im Norden des TF kommen.
Ein herzliches Willkommen dem Landrat als Leser des online-magazins klaerwerk!

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