Kein Platz da ?

13. Juni 2011
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Keine Woche vergeht, in der mir nicht Bürger begegnen, die kein Blatt vor dem Mund nehmen. Also bekomme ich so einiges um die Ohren. Öffentlich äußern wollen sich die Leute nie. Sie meinen, das sei doch meine Sache. Meinetwegen!

Seit vergangenem Herbst wird wieder und wieder gefragt: Was soll der Kreisverkehr inmitten des Berliner Damms an der Blankenfelder Ossietzky-Straße? Die Bürger fragen: Was soll der Unsinn? Wer ist dafür verantwortlich? Ich sage, innerlich befreit und doch unsicher: Wir nicht! Wir meint die Verwaltung von Blankenfelde-Mahlow. Meint auch die Gemeindevertretung. Ist alles eine Angelegenheit des Landesbetriebs Straßenwesen?

Auch die „komische Schutzwand“, fragen die Leute? Die sieht aus, als seien wir in eine Gebirgsregion versetzt worden, sagen die Leute. Und ich antworte: Hat wohl alles was mit Sicherheit zu tun: Kreisverkehr und Schutzwand. Und staune gemeinsam mit den Bürgern. Vielleicht könnt´s mal ein Klügerer in den Printmedien plausibel erklären.

Etwas ist mir selbst völlig unerklärbar. Auf dem Wege nach Mahlow fuhr ich, auf dem rechtsseitigen Fahrradweg, über die neue Brücke. Da kann einem der Angstschweiß auf die Stirn treten. Der ist so schmal, so eingeengt zwischen Fahrbahn und Brückengeländer, dass kein Gefühl von Sicherheit ist. Was tun, wenn einem, von Mahlow her, ein Radfahrer entgegenkommt? Ist doch, schließlich, ein deutlich gekennzeichneter Radweg? Rauf aus´s Brückengeländer? Runter auf die Straße? Was haben sich die Projektanten da gedacht? Sie haben sich doch was gedacht? Hoffentlich! Sicher auch bei der Gegenseite. Die könnte als Übergang für Fußgänger gesehen werden. Also für Radfahrer verboten? Das wird die Fahrradfahrer wohl kaum kümmern. Sofern sie von Mahlow kommen. Sofern sie den Gegenweg, Radweg genannt, nehmen. Rüber also über den Fußgängerweg nach Blankenfelde. Der ist ja breit genug. Auf dem könnten sogar Fahrradfahrer einander ausweichen. Kein Problem also, zumal Fußgänger auf der Brücke so selten sind wie Eichhörnchen in Obstbäumen. Freie Fahrt also. Bis dann die Besserwisser auftauchen, die einen belehren, die einen belehren müssen, wer wo zu fahren hat. Oder ein Polizist, der gegen einen ordentlichen Obolus, erklärt, auf welcher Seite zu fahren ist. Das hätte bei der Planung und Ausführung auch berücksichtigt werden können. Oder? Frage ich mich und im Namen aller fragenden Bürger.

Bernd Heimberger

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