Politikfreie Zone

19. Juni 2011
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Man höre und staune! Die Gemeindevertretung von Blankenfelde-Mahlow hat den Weg in den Saal der „Grünen Passage“ gefunden. Für die Sitzungen des Ortsparlaments wurde der Saal vor einem Jahrzehnt gebaut. Halb sitzend, halb stehend entschied der Gemeinderat der gerade gegründeten Großgemeinde am 15. März 2004:  Jede  d r i t t e  Sitzung der Gemeindevertretung findet in der „Grünen Passage“ statt.

Gesagt und nie getan! Niemand bestand darauf. Nicht der Bürgermeister. Nicht der einstige, nicht der heutige Gemeindevorsteher. Man hatte ja Zeit. S´ mußte ja nicht sofort was daraus werden. Nun wurde, man höre und staune, in die „Grüne Passage“ gerufen. Nicht zu einer frühzeitig im Kalenderjahr angekündigten, regulären Sitzung. Nicht zu einem Donnerstag, dem üblichen Tagungstag. Ein Mittwoch wurde gewählt. Wenn schon was Besonderes, dann bitte doch das Besondere besonders! Warum nun Blankenfelde? War der Beschluß aus seligen Zeiten nicht längst verstorben und vergessen? Wollte irgendwer Wolfgang Locher eine Abschiedsrunde drehen lassen? Sozusagen eine Ehrenrunde. Nach Hörensagen hat der rege Regenbogenchef seine Spielzeit in der Gemeindevertretung bereits im April beendet. (Die MAZ berichtete nicht! Weil sie über SPD-Vertreter anders berichtet ( ! ) als über Vertreter anderer Parteien?)

Wie auch immer! Locher ist raus. Die Gemeindevertretung war drin in der „Grünen Passage“. In Blankenfelde, wo kein Hauptausschuß tagt, kein Fachausschuß. In Blankenfelde, das die Politiker aller politischen Gremien der Großgemeinde zur politikfreien Zone gemacht haben. Und keiner hat was gemerkt? Und keiner muß sich das merken? Ganz so gleichgültig sollten die Blankenfelder dann doch nicht bleiben!

Bernd Heimberger

 

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