Bürgermeisterwahl Blankenfelde-Mahlow

30. Juni 2011
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Aus gegebenenem Anlass: Uns erreichen derzeit auch anonyme Kommentare im Zusammenhang mit der Bürgermeisterwahl. Wenn Anonymität gewünscht wird, respektieren wir das – unabhängig davon, ob sich ein solcher Beitrag mit der Kandidatin Regina Bomke (CDU), dem Kandidaten Ortwin Baier (SPD) oder Matthias Stefke (BVBB-WG) auseinandersetzt.  Ansonsten sind unsere Regeln eindeutig, bitte hier noch mal zum Nachlesen. Danke für Ihr/Euer Verständnis:
http://www.klaerwerk-blog.de/2010/08/12/wie-mache-ich-hier-mit/

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Beim Betrachten der Biographien

Auch das vermeindlich Unmögliche ist möglich. Ob man´s glauben will oder nicht: Es gibt Gemeinsamkeiten zwischen Ortwin Baier und Matthias Stefke. Die bestehen am wenigsten darin, dass Beide 2003 Kandidaten der Bürgermeisterwahl waren. Gemeinsam ist ihnen, dass sie zur Jahrtausendwende nach Blankenfelde kamen. Baier wurde im Amt Blankenfelde-Mahlow angestellt. Einwohner Blankenfeldes wurde er nicht. Es dauerte Jahre, bis er Haus und Garten bezog. Und das dann mit der Gewißheit, die Gemeinde wieder zu verlassen. Spätestens nach der zweiten Amts-, Wahlperiode. Also nach 16 Jahren.

Matthias Stefke kam nach Blankenfelde, weil er Blankenfelde für sich und seine Familie als Wohnort wählte. Der Bürger Stefke war binnen weniger Jahre bekannt, weil er sich von Anbeginn engagiert gegen das Werden eines Großflughafens Schönefeld wehrte wie derart nur wenige im Amt Blankenfelde-Mahlow.

Am Tag der Stichwahl um das Bürgermeisteramt, im November 2003, erreichte Baier das Ziel mit Müh und Not wie es Stefke verfehlte. Voraussetzung war, dass einer der Kandidaten 15 Prozent sämtlicher möglicher Stimmen der Wähler in Blankenfelde-Mahlow auf sich vereinte. Das war erst gegen 20 Uhr des Wahltags entschieden. Es war ein Zittern. Das Ergebnis war kein Triumph der Demokratie. Es offenbarte die Schwächen der Demokratie. Wer sind die 15 Prozent der Bürger, die den Meister der Bürger wählten? Die Parteihörigen?

Matthias Stefke hat sich nicht davongeschlichen. Er hat sein Mandat als Gemeindevertreter wahrgenommen. Auch, als er die Fraktion der CDU in der Gemeindevertretung verließ. Auch, als er die Partei CDU  verließ. Dem Gegner des Großflughafenstandorts Schönefeld blieb kein anderer Weg. Der Widerstand verlangte Konsequenzen. Der Bürger Matthias Stefke ist nun der Kandidat der Bürger. Und er steht, abermals, dem Inkonsequenzen gegenüber. Baier hat sich von einer handvoll SPD-ler zum Kandidaten der SPD ernennen lassen. Wäre er ein Konsequenter, hätte er die SPD längst verlassen, die in der Stadt Berlin und im Land Brandenburg das Sagen hat. Also jene Regierungspartei, der wir den Schrecken Schönefeld maßgeblich zu verdanken haben. Die Konsequenz von Baier sind seine Inkonsequenzen. Ganz im Gegensatz zu Stefke. Das ist der wesentliche Unterschied der Kandidaten.

Bernd Heimberger

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