BM-Wahl 2011: Noch´ne Kandidatur

12. Juli 2011
Von

Gewissheiten gleich Gewissen?

Verglichen mit vorangegangenen Gemeindevertretersitzungen verlief die letzte Gemeindevertreter-sitzung vor der Bürgermeisterwahl, am 11. September 2011, geradezu glimpflich. Kein werbender Rechenschaftsbericht des amtierenden Bürgermeisters langweilte. Kein Generalangriff des Bürger-Kandidaten Matthias Stefke sorgte für Aufregung. Keine Attacken der BM-Bewerberin Regina Bomke (CDU) lösten Unruhe aus. Der geräuschvollste und überraschendste Konter kam von der Fraktionsvorsitzenden der SPD. Sie riskierte die Kollision mit der bomke´schen Karosse. Es knirschte und knallte. Brach hier was auf und aus, was die Kooperationsgemeinschaft der Parteien (SPD/Grüne, CDU, LINKE) bisher verborgen hatte?

Geht jetzt wieder alles gegen die CDU, wie es nach der Kommunalwahl 2003 hieß, als der Versuch gemacht wurde, die erste Kooperationsgemeinschaft (genannt Zählgemeinschaft) zu zimmern? Gegen die CDU hieße jetzt, gegen die Mitbewerberin ums Bürgermeisteramt Front zu machen. Mit der SPD, den Grünen, den LINKEN? Parteien also gegen eine Partei, wie das der schöne Stil der Parteienpolitiker ist?

Die Dritte im Bunde der Kandidaten war, zumindest im Ansatz, gar nicht kleinlich, dem Amtsinhaber ordentlich in die Kniekehlen zu treten. In der Pressemitteilung der CDU wurde ungeschminkt aufgezählt, was in Blankenfelde-Mahlow im Argen liegt. Angedeutet wurde, dass erhebliche Gelder für „Unnötiges“ verschwendet wurden. Wie wahr Frau Bomke, wie wahr! Wie aber konnte es dazu kommen? Es konnte dazu kommen, weil der Finanz- und Wirtschaftsausschuß stets eher der Vollzieher des Willens der Verwaltung war statt der entschiedene Kritiker. Vorsitzende des Ausschußes ist seit 2005 Regina Bomke.

Kaum in der Funktion, hätte die Vorsitzende alle Gründe haben müssen, den Entwurf der WOBAB zur Bebauung des Bahnhofbereiches von Blankenfelde (Parkhaus, Rathaus) mit aller Entschiedenheit zu vertreten und zu verteidigen. Hat sie das getan? Hat sie nicht! So wurden aus den knapp 10 Tausend Euro für Planungskosten (WOBAB) fast 800 Tausend (Gemeinde). Kein Pappenstil, wie man sagt. Unter fleißiger Mitwirkung der Ausschuß- und Fraktionsvorsitzenden der CDU. Undsoweiter. Undsoweiter. Undsoweiter. Da konnte durchaus der Gedanke aufkommen, wie bringt die Gemeindevertreterin Regina Bomke Gewißheiten mit ihrem Gewissen in Übereinstimmung? Wie, wie, wie?! Jetzt über die Baier-Ära zu äußern: „Große Summen Geld fließen in Projektentwürfe und Machbarkeitsstudien, aber es kommt nicht zu deren Umsetzung“, ist analytisch durchaus richtig. Das entspricht den Gewißheiten der BM-Kandidatin. Doch wann hat sie, ihrem Gewissen verpflichtet, gegen „Projektentwürfe und Machbarkeitsstudien“ interveniert? Wann, wann, wann? Oft hat die Auschuß- und Fraktionsvorsitzende den Gemeindevertretern eingetrichtert, ordentlich was draufzulegen: Für den Bau des Parkhauses wie der Astrid-Lindgren-Schule.

Dass nun in der Verwaltung die Verblüffung groß ist, muß alle Informierten nicht wundern. In der Verwaltung – und nicht nur in ihr – ist das Achselzucken groß und die Frage naheliegend: Was will sie denn, sie war doch an allem beteiligt? Eigene Fehler tilgen? Durch Bewährung im Amt der Bürgermeisterin? Das kann doch nicht sein! Das darf doch nicht wahr werden! Wird nicht, wenn die Wähler Gewissheiten haben und gewissenhaft wählen.

Bernd Heimberger

 

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One Response to BM-Wahl 2011: Noch´ne Kandidatur

  1. Detlef Böttger
    8. September 2011 at 14:16

    ist auch meine Meinung

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