Bürgermeisterwahl: PARKHAUS-Kandidat Ortwin Baier (SPD)

14. August 2011
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In Sachen Parkhaus-Desaster haben wir ausführlich berichtet in den letzten Jahren. Die dubiosen Vorgänge im Zusammenhang mit der Einfädeln dieses Millionen-Projekts ohne Alternativvorschlag einschließlich anhaltender Kostensteigerungen – haben die Bürgerfraktionen im Oktober 2009, nach dreimaliger Akteneinsicht  bewogen, Strafanzeige gegen die Verantwortlich im Rathaus zu erstatten. Die Ermittlungen gegen Ortwin Baier laufen noch.

Eine Schlussrechnung für den Neubau liegt bis zum heutigen Tag nicht vor. Allein die bisher vorliegenden Zahlen aber sind abenteuerlich genug für ein Parkhaus mit einer vergleichbaren Anzahl von Stellplätzen (5,9 Mio. € / Stand Oktober 2010).

Was jedoch im Gegensatz zur Schlussrechnung bereits vorliegt sind diese Bilder  zu Bauschäden mit Stand August 2011 :

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was außerdem bereits vorliegt, ist das Wahlprogramm von Ortwin Baier. Darin heißt es auf Seite 4 unter "Worum es geht in den nächsten acht Jahren:

– Beibehaltung der kostenfreien Nutzung des Parkhauses Blankenfelde"

Wir Wähler, einschließlich Fußgänger und Radfahrer, nehmen also zur Kenntnis: Hier will ein SPD-Kandidat auch in den nächsten acht Jahren dafür kämpfen, dass wir das Parkhaus kostenfrei nutzen können, dürfen. Abzüglich der beiden gesperrten Stellplätze. Also, dafür müßte Ortwin Baier eigentlich auch von den Parkhausnutzern aus Rangsdorf, Zossen, Skandinavien gleich mitgewählt werden, oder? Egal aus welcher Himmelsrichtung die Nutzer ins Parkhaus "einfliegen" – unter Ortwin Baier woll´n wir mal alle zusammen froh und dankbar sein, wenn demnächst nicht noch mehr Stellplätze für die "kostenfreie Nutzung" gesperrt werden müssen.

Bleibt nur eine kleine Frage:
Weiß in der SPD-Fraktion niemand. dass die über zwei Millionen Euro Fördergelder nur unter der Bedingung geflossen sind, daß die Nutzung in den nächsten zehn Jahren kostenfrei ist. Was also will Ortwin Baier den Wählern hier verkaufen? Seine oder deren Dummheit?
So weit ein Beispiel aus dem SPD-Wahlprogramm. Entscheiden Sie vor diesem Hintergrund bitte selbst, liebe Leser, ob Sie einen Kandidaten, der Ihnen so etwas öffentlich anbietet, mitsamt seinem Wahlprogramm noch ernst nehmen können.

Jörg Blunk

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