Ordnung schaffen !

28. August 2011
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Seit Jahren ist der Blankenfelder Dorfanger ein immer wiederkehrendes Thema im Ortsbeirat, in der Fraktion BürgerBündnis Blankenfelde-Mahlow, in der Gemeindevertretung und und und. Das BürgerBündnis setzt sich seit Jahren für die  Neugestaltung des Angers ein. Das heißt, es wurden Anträge gestellt, diesen Platz so zu gestalten, wie er einst war.  Nichts, fast nichts, hat sich seit 1989

Dorfanger Blankenfelde - 25. August gegen 16 Uhr

getan. Geht man bei Regenwetter den Fußweg von der Gast-
stätte „Zur Eiche“ in Richtung Dorfschmiede, so ist das ein Problem. Ohne nasse Füße kommt man dort nicht an.

Bereits Anfang April habe ich im Ortsbeirat den Hinweis gegeben, man solle sich einmal das Umfeld des Ehrenmals ansehen. Total verunkrautet und Blumengebinde vom vorigen Jahr lagen dort vertrocknet und vergammelt herum. Nichts tat sich. Meine stille Hoffnung, im Mai findet das vom Ortsbeirat organisierte Dorfangerfest statt und das Problem wird sich lösen, war leider eine falsche Erwartung. Niemand von den Verantwortlichen sah sich veranlaßt, Abhilfe zu schaffen.

Dorfanger Blankenfelde - 26. August gegen 10 Uhr

Nun kommts aber ganz dicke und das ist mein eigentlicher Grund, weshalb ich zum Schreiben angeregt wurde und mich aufgeregt habe. Am Donnerstag, dem 25. August rief mich der Ortsvorsteher Bernd Habermann an und wies darauf hin, dass eine Abordnung aus Großbeeren am Freitag, dem 26. August, kommen würde um am Ehrenmal  Blumen niederzulegen. Wenn machbar, möge ich auch dort erscheinen. Eigentlich eine gute Sache, der nichts entgegenzusetzen ist. Nun kamen mir aber Bedenken. Liegen dort noch etwa die „vergammelten“ Gestecke vom Vorjahr? Ist der Platz immer noch so ungepflegt? Na, das wird wohl nicht so sein, waren meine Gedanken. Also machte ich mich kurz entschlossen auf den Weg und sah mir alles vor Ort an. Peinlich, was mich dort erwartete. Was nun tun, Ordnung schaffen? Nach längerem Überlegen entschied ich mich, am Freitag, vor der Gedenkstunde,  noch einmal vorbeizuschauen und eventuell alles schnell zu entfernen. Aber was sehe ich eine gute Stunde vor der Niederlegung? Zwei Mitarbeiter des Werkstatthofs schaffen Ordnung. Na bitte, hat doch noch geklappt! Für mich stand nun aber meine Entscheidung fest. Ich werde nicht zu dieser Blumenniederlegung gehen.

Ehren heißt für mich nicht, das ganze Jahr nichts zu tun und, kommen Bürger aus dem Nachbarort,  fällt unserer Verwaltung ein: Mein Gott, da war doch was. Das ganze Jahr, trotz meiner Hinweise als Ortsbeiratsmitglied, ist nichts passierte. Nun stell ich mir die Frage, wer war zu dieser Gedenkveranstaltung anwesend? Ich war  nicht. Warum? Ich denke mal, das kann nach dem Geschriebenen jeder verstehen. Wer präsentierte sich dort? Für mich ist das alles nur noch peinlich und nicht nachvollziehbar. Labern, labern, labern, präsentieren, präsentieren, präsentieren. Auch das zeigt mir einmal mehr, wie die Verwaltung mit Hinweisen und der ehrenamtlichen Arbeit von Bürgern umgeht. Kümmern Sie sich um Ihren Ort, fühlen Sie sich für Ihren Ort mitverantwortlich, heißt es. Ich habe bisher versucht, so zu handeln. Irgendwann wird man müde, müde wegen der Mißachtung.

Augen und Ohren für alles offen zu halten, was in Blankenfelde-Mahlow passiert: Für  A L L E S, dass erwarte ich von einem Bürgermeister.

Hannelore Pappschik

 

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