AIRPORT: Saskia Ludwig übt Kritik am Standort

29. August 2011
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Die MAZ hat am 24. und 25. August 2011 über die Kritik von Saskia Ludwig (CDU-Fraktionsvorsitzende im Potsdamer Landtag) am Airport-Standort berichtet und über den massiven Unmut, der ihr daraufhin vom politischen Gegner (SPD, Linke) entgegen schlug. Lesen Sie bitte anknüpfend daran einen Bericht von Daniel Krüger:

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CDU Landeschefin Dr. Saskia Ludwig lud zur Bürgeranhörung ins Seebadcasino Rangsdorf ein …. und über 400 Interessierte Bürger kamen, sahen und staunten.

Vertreter der Brandenburger Bürgerinitiativen und die durch den falschen Standort Flughafen Schönefeld betroffenen Bürger machten Frau Dr .Ludwig und damit der Brandenburger CDU eindrucksvoll deutlich, was der Flughafen für die Menschen und vor allen Dingen für die Kinder der Lärmregion wirklich bedeutet.
Man sah Frau Dr. Ludwig ihre Betroffenheit an. Es ist halt etwas anderes direkt von den Betroffenen zu hören, was sie wirklich bedrückt, als wenn man sein Wissen von Bürgermeistern, örtlichen Spitzenvertretern etc. erhält. Da kann ich nur sagen: „Hut ab, Frau Dr. Ludwig! Sie haben Mut bewiesen. Und damit sind Sie für mich glaubhaft geworden, denn Sie sind bereit, nichts als unumstößlich, unumkehrbar anzuerkennen, Sie sind bereit, Konsequenzen aus Fehlverhalten zu ziehen, Sie sind bereit Fehler zu zugeben.“

Welche Brandenburger/Berliner Politiker können das sonst noch von sich behaupten? Kein Einziger! Ganz im Gegenteil. Nun werden sie erst richtig „bockig“ Wie kann man an Dingen festhalten, die für niemanden gut sind? Kleine Kinder können das und „unverstandene „Politiker“.

Die Stimmung im Saal war eindeutig: NACHNUTZUNG von Schönefeld und NEUBAU in SPERENBERG. Das hatte Frau Dr. Ludwig erkannt und mit nach Hause genommen.

Anders war das, wie zu erwarten, bei unseren politischen „Lokalgrößen“. Christoph Schulze, SPD, schwafelte irgendetwas von die Betroffenen zu unterstützen – wobei eigentlich?! – seine Partei, inklusive Bürgermeister und erneuter SPD Bürgermeisterkandidat für Blankenfelde-Mahlow, Ortwin Baier, wollen doch den Flughafenstandort Schönefeld mit allen Mitteln gegen den Bürgerwillen durchpressen bzw. haben sich dem Schicksal ergeben und behaupten, man kann nichts mehr ändern, man muss nun damit leben. Die SPD will das Nachtflugverbot aushebeln und sorgt in keiner Weise dafür, daß das Schallschutzprogramm ordentlich umgesetzt wird. Herr Schulze und damit die SPD wurden von den Bürgern kräftig ausgebuht.

Bemerkenswert war auch der Auftritt von der Blankenfelde-Mahlower  „Lokalgröße“ Michael Wollny, CDU. Er hatte den Betroffenen und seiner „Chefin“ entweder nicht zugehört oder nichts kapiert. Oder sogar beides. Für seine Äußerungen, wie, man muss nun alles für die Betroffenen tun und er wird alles für ein Nachtflugverbot in den Randzeiten tun, wurde er gnadenlos ausgebuht. Die örtliche CDU hat aber in ihrem „Programm“ stehen, daß sie für ein Nachtflugverbot zwischen24.00und 5.00 Uhr eintritt. Hallo?!

Herr Wollny hat überhaupt nicht mitbekommen, daß die Betroffenen gar keine Flieger an diesem Standort haben wollen. Was wird da ausgeblendet ?Wie viel Beton passt in einen Kopf hinein?

Wie die Bürgermeisterkandidatin der CDU Blankenfelde-Mahlow, Frau Bomke, aus dieser Kiste herauskommen will, ist mir persönlich absolut schleierhaft. Vor einigen Monaten bekräftigte Frau Bomke in einer Gemeinderatssitzung ihre Zustimmung für einen Flächennutzungsplan, der Baugebiete in ca.300m Überflughöhe ausweist. Und betonte enthusiastisch, daß sie noch in 10 Jahren stolz sein wird, es Familien ermöglicht zu haben, sich in Blankenfelde-Mahlow ansiedeln zu können. In 300m Überflughöhe? Das macht mich sprachlos angesichts dieser Gewissenlosigkeit. In der Standortfrage war sie auch eindeutig für Schönefeld. Nun hat Frau Bomke zwei Probleme. Erstens, ihre „Chefin“Frau Dr. Ludwig hat nach nur einer Anhörung der Betroffenen erkannt, daß der Standort auf Dauer nicht zu halten und unmenschlich für die Menschen ist. Zweites Problem, Frau Bomke scheint bald mit ihrer Auffassung über den Standort in ihrer Partei, der CDU, alleine dazu stehen. Nun bleiben ihr zwei Möglichkeiten aus der Kiste herauszukommen. Erstens, sie schwenkt um auf Parteilinie und macht sich selber damit unglaubwürdig oder zweitens sie wechselt die Partei. da gibt es für sie ja genug Gleichgesinnte. Frau Bomke sitzt im Gegensatz zu Frau Dr. Ludwig seit Jahren an der Basis und hat nichts gemerkt, nichts erkannt und nichts korrigiert.

Lieber Gott, schütze uns Bürger vor Betonköpfen, ewig Gestrigen, Uneinsichtigen und zukunftlos-orientierten „Das- geht- nicht“- Sagern.

Herr Wowereit, Herr Platzeck, Bürgermeister und etliche Gemeindevertreter der Fluglärmbetroffenen meinen wohl inzwischen, sie seien das Volk und wir Bürger die Regierenden?!

Daniel Krüger

 

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