Schweigen und Schreien

6. September 2011
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Das ist nicht Roland Scharp, den wir in den Zeiten des Wahlkampfs gesehen und gehört haben. Er, der fair sein will, hätte die Wirklichkeit fair betrachten und beurteilen müssen. Roland Scharp, der Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der Gemeindevertretung von Blankenfelde-Mahlow, ist unfair gegen die Abgeordneten der drei Wählergemeinschaften im Gemeinderat. Es ist somit unfair gegenüber den Bürgern, die sich für die Wählergemeinschaften entschieden haben. In ihrer Gesamtheit sind die Wählergemeinschaften die größte Gruppe in der Gemeindevertretung.

Roland Scharp unterstellt den Wählergemeinschaften, dass ihre Anzeige bei der Staatsanwaltschaft langfristig, mit dem Blick auf die Bürgermeisterwahl, lanciert wurde. Er sagt nicht, was die Anzeige motiviert hat: Die vermeintliche Vergeudung der Steuergelder der Bürger durch die Gemeinde. Er sagt nicht, dass das die Pflicht jeder Fraktion ist, sobald sie den Eindruck der Verschwendung hat. Er sagt nicht, dass manche Kostensteigerung (Parkhaus, Planung Rathaus) allgemeines Stirnrunzeln in der Gemeindevertretung hervorrief. Wer handelte? Die Bürgerfraktionen! Und das im September 2009. Ganze zwei Jahre vor der Bürgermeisterwahl. Wer rechnet schon damit, dass die Staatsanwaltschaft  z w e i Jahre ermittelte und auch derzeit die Ermittlungen nicht abgeschlossen hat? Das sagt Roland Scharp, in diesen Zusammenhängen, nicht. Er konstruiert Zusammenhänge, weil die ins Wahlkampfkonzept passen. Eine Woche vor der Wahl, während Roland Scharp und seine Fraktion fünf Monate schwiegen. Also, seit die Staatsanwaltschaft in der Verwaltung auftauchte. Viel, viel zu spät, wie die Wählergemeinschaften gefühlsmäßig meinten. Doch Ermittlungen, die sich um keine Bagatelle kümmern, brauchen offenbar ihre Zeit. Sagt Roland Scharp nicht. Warum? So unerfahren ist er doch nicht! Dass Roland Scharp hinter der von Baier vor die Nase gehaltenen Karotte herläuft, das sieht lächerlich aus. Und, es stimmt traurig, traurig, traurig!

Bernd Heimberger

 

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