BBI/BER-Flughafen-Debatte: Zur Sitzung des Brandenburger Landtages vom 31.08.2011

9. September 2011
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Liebe Blankenfelder, liebe Mahlower und Bürger aus Waldblick,

ich mache mir in Hinblick auf die bevorstehende Wahl große Sorgen um Blankenfelde und möchte daher, dass alle Blankenfelder noch sehen können, wie die „Herrschenden“ dieser Tage im Landtag ihre Bürger im südlichen Brandenburg und besonders in Blankenfelde-Mahlow als betroffenste Gemeindemitglieder regelrecht verhöhnen.

Es ist eine unermessliche Schande, wie sich diese sogenannten Volksvertreter – ich schreibe bewusst „sogenannten“ und erspare mir eine Anrede – wohl wissend, dass diese vor laufenden Kameras auf einer Landtagssitzung posieren und sich in einer hochgradig menschenverachtender Gutsherrenmanier zu den elementarsten Sorgen der ihnen anvertrauten Menschen in ihrem Land nur mit selbstgefälligem Gelächter ergötzen.

Sie belustigen sich über die Sorgen der Menschen in ihrem Land und alle können Ihnen dabei zuschauen! Das ist eine Schande für die politische Auseinandersetzung in unserem Lande und gleicht einem Herrschaftsdenken aus den Zeiten des Feudalismus, in dem ein Mensch bedauerlich wenig wert war.

Soviel Arroganz ist einfach weltfremd und dann höchstgefährlich und menschenfeindlich wenn es um Themen geht, bei denen über die gesundheitlich schwerwiegenste und extenziell- elementarsten Probleme von über 500.000 zukünftig Fluglärm-Betroffenen Bürgern in Brandenburg und Berlin gesprochen wird.

Schauen sie das nachfolgende Video an und finden sie die Vertreter der führenden Parteien in dem vom rbb veröffentlichten Videoausschnitt wieder:

BBI/BER-Flughafen Debatte – 40. Sitzung des Brandenburger Landtages (31.08.2011)

Ich fordere den Respekt mir gegenüber als Mensch und Bürger dieser Republik wieder zurück!!!!

Noch nie stand ich in meinem Leben so weit weg von den diesen beiden Parteien SPD und Linke, von denen ich annahm, dass sie Bürgernähe und Soziales als wichtigstes Gut verteidigen wollen. Meine Achtung vor Ihnen als Politiker habe sie restlos und dauerhaft verloren! Meine Bürgerpflicht wird es sein, die Menschen im Land Brandenburg über diese Arroganz beider Parteien aufzuklären.

Für mich steht fest: Einen Vertreter oder Vertreterin einer Partei werde ich meine Stimme nicht mehr geben. Der Parteilose Stefke wird als Bürgermeister noch die meisten Ambitionen haben und ungebremst von irgendwelchen Parteichefs oder Lobbyisten etwas für Blankenfelde zu erreichen. Ich denke, geben wir ihm eine Chance! Ein Wechsel ist überfällig!

Ein Willy Brandt würde sich schämen, sie zu sehen und dann auch noch seinen Namen für diesen von so vielen Bürgern gehassten und fehl geplanten Flughafen missbraucht zu sehen!

Frank Deichmann

 

Das ist meine ganz persönliche Meinung, die ich für wichtig hielt, Ihnen mitzuteilen. Ich gehöre keiner Vereinigung oder Partei an, ich bin weder mit den benannten Personen in irgendeiner geschäftlichen, beruflichen oder verwandschaftlichen Verbindung liiert. Sie müssen meine Ansicht nicht teilen.

 

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2 Responses to BBI/BER-Flughafen-Debatte: Zur Sitzung des Brandenburger Landtages vom 31.08.2011

  1. 12. September 2011 at 07:56

    ungarische Gastarbeiter am BBI
    Ich habe vorigen Freitag erfahren, das alle ungarischen Gastarbeiter vor kurzem die ehemalige Kaserne in Blankenfelde in Richtung Ungarn verlassen haben, weil sie keinen Lohn mehr bekommen haben. Wie viele Arbeiter waren es? Sowas nenne ich echte Solidarität.
    Der verantwortliche Chef ist ebenfalls ungarischer Staatsbürger.
    Offensichtlich war diese Information nur wenigen bekannt,dem Lügenblatt MAZ ohnehin nicht.
    Bin mal gespannt, wie diese Geschichte weitergeht..

  2. Michael Bartz
    13. September 2011 at 07:28

    Liebe Leute,

    etwas weiter oben fiel der Ausdruck „weltfremd“ eine schönere Vorlage kann´s doch garnicht geben. Dazu mal einige persönliche Gedanken.

    Daß BBI gebaut wird ist seit Jahren klar. Trotz allem wird in der Gemeinde Blankenfelde Mahlow gebaut was das Zeug hält. Und nicht nur dort, im gesamten südlichen Berliner Umland herscht Bautätigkeit daß die Heide kracht.

    Wie weltfremd muß man denn sein, in unmittelbarer Nähe des BBI Bauland zu erwerben, sich auf die nächsten 30 Jahre zu verschulden bis über beide Ohren, wissend, exorbitantem Fluglärm ausgeliefert zu sein? Anschließend wird dann kollektiv im Gänsemarsch um die Zufahrten des BBI geschlichen wie die Pädophilen um den Kindergarten.

    Das ist nicht nur weltfremd, das ist in einer Weise dämlich daß es einem die Sprache verschlägt. Wie wenig Hirn muß man denn haben, sich derart selbst als denkender Mensch zu disqualifizieren?!

    Wir haben fünf Jahre lang am Lückefeld in Mahlow gewohnt bevor wir uns ein Haus gekauft haben. Man hätte uns mit dem Hammer schlagen müssen, bevor wir dort gebaut hätten.

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