Fragwürdig: Bürgermeisterkandidat Ortwin Baier (SPD) und die Rolle der MAZ

9. September 2011
Von

In zig Wahlkämpfen gestählt, hart im Geben und Nehmen, habe ich , so weit ich erinnere, solche perfiden Wahlkampfmethoden noch nicht erlebt,  wie sie von Baier und Co. serviert werden. Zugegeben, er hat da eine MAZ im Rücken, die sich nicht scheut, sich für  und von Baier instrumentalisieren zu lassen.

Wie sich ein Redakteur dazu hingeben kann ungeprüft abzudrucken, was eine Person, gegen die Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft laufen, ihm in die Feder diktiert, ist mir unerklärlich. Die Aussagen über eine angeblich zu erwartende Ermittlungseinstellung, 95% erledigter Ermittlungsarbeit ohne Erkenntnisse, die Baier in eigener Sache vorgetragen hat, stehen ihm nicht zu. Zurecht kann bezweifelt werden, dass die Staatsanwaltschaft Baier autorisiert hat solche Geschichten zuverbreiten. Er ist nicht Sprecher der Staatsanwaltschaft, obwohl er sich dazu aufgeschwungen hat. Im übrigen war, so weit ich dies beobachten konnte, weder die Anzeige personalisiert durch drei Fraktionsvorsitzende der Gemeindevertretung, darum nicht anonym wie unterstellt wurde, noch war sie Gegenstand des Wahlkampfes.

Baier war es selbst, der sein Problem zum Popanz aufgeblasen hat.
Wenn sich der MAZ  Redakteur gefragt hätte, was wohl die betroffenen Staatsanwaltschaft zu Baiers Ergüssen gesagt hat oder hätte, dann hätte er die Baier – Interpretationen nicht drucken können. Er mußte befürchten, dass sich die Staatsanwaltschaft verbitten würde das Baier ihr Sprecher sei oder schlimmer noch, dass Baiers Geschichte so nicht richtig ist. Bis heute gibt es dafür auch keinen Beweis.

Dass dann der MAZ Redaktuer sich auch nicht gefragt hat, was er auslöst,  wenn er Baiers – Geschichten, „böse Anonyme“, mit dem Freitod seiner Mitarbeiterin in Zusammenhang bringt ist wohl mehr als ein Versehen.

Die spannenste Geschichte hinter dieser Geschichte ist die Frage, warum legt die MAZ an Baiers Gehabe, seine offensichtlichen politischen Schwächen, nicht den gleichen Maßstab an, wie sie ihn anlegt, wenn es um unliebsame Personen geht, die Baier den Spiegel vorhalten.

Das Baier und seine SPD nun den Wahlkampf eingestellt haben, ist das vielleicht auch gewollte Ergebnis der von ihnen, in wohl heuchlerischen Absicht losgetreten Kampagne die ihre traurige Ursache im Freitod einer Mitarbeiterin von Baier hat. Das ist dann wirklich der Höhepunkt eines moralischen Niedergangs, der sich auch dadurch zum Ausdruck bringt, dass man ohne Rücksicht auf Pietät ein Thema nutzt, um daraus Vorteile zu ziehen.

Ferdi Breidbach

Print Friendly, PDF & Email

Artikel zum Thema

Tags: , , , , , , , , ,

2 Responses to Fragwürdig: Bürgermeisterkandidat Ortwin Baier (SPD) und die Rolle der MAZ

  1. Mathias Götz
    15. September 2011 at 22:41

    Hallo Mahlow,
    auch wenn ich nicht alle Taten und Vorhaben aller „Bürgermeister-Kandidaten“ gutheißen kann, fällt es mir angesichts der m.E. seitens Herrn Steffke´s sehr aggressiven Darstellung seiner Mitbewerber schwer, in Herrn Matthias Steffke den einzig wahren „guten“ Kandidaten zu sehen. Das für mich einzig erkennbar Positive wäre Steffke´s Slogan „Wer Steffke wählt, wählt nicht Sonntag (Leiter des Bauamtes)“. Doch das allein reicht nicht…
    Mit freundlichen Grüßen
    M. Götz (parteilos)

  2. Hannelore Pappschik
    16. September 2011 at 14:48

    Lieber Mathias Götz,
    eine Richtigstellung zu Ihrem Artikel ist unbedingt erforderlich. Ansonsten gehen, wie viele Dinge im Moment, immer zu Lasten von Matthias Stefke. Froh bin ich darüber, dass ich es hier gleich klarstellen kann und die Bürger wissen, dass es so, jedenfalls in diesem Fall, nicht stimmt.
    Nicht Herr Stefke ist verantworlich für den Flyer, wo geschrieben steht: „Wer Stefke wählt, wählt nicht Sonntag (Leiter des Bauamts)“. Also ist er auch nicht verantworlich für Ihre Feststellung: „…. fällt es mir angesichts der m.E. seitens Herrn Steffke´s sehr aggressiven Darstellung seiner Mitbewerber schwer, in Herrn Matthias Steffke den einzig wahren “guten” Kandidaten zu sehen“.
    Lesen Sie bitte die letzte Seit des Flyer´s. Dort steht eindeutig zum Schluß, wer Matthias Stefke unterstützt.
    Das ist das BürgerBündnis Blankenfelde-Mahlow, dem auch ich angehöre.
    Matthias Stefke wußte von dem Inhalt des Flyers nichts, er wußte nur, dass wir seinen Wahlkampf unterstützen werden. Also, für Inhalt und Form ist allein verantworlich das BürgerBündnis Blankenfelde-Mahlow. Vielleicht ist es auch für das Verständnis dessen, was Sie eigentlich meinen, hilfreich – wenn Sie konkret nennen, was für Sie eine „aggressive Darstellung von Mitbewerbern“ ist. Als „Politdemagogen“ hat er, anders als Ortwin Baier, noch niemand von seinen Mitbewerbern in der Presse verunglimpft.

    Beste Grüße
    Hannelore Pappschik

Schreibe einen Kommentar zu Hannelore Pappschik Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.