BM-Wahl 2011: Die Wahrheit am Tag danach – Grundeisberührung!

12. September 2011
Von

Worin bestanden die Ziele von SPD und Linken im Landkreis TF?

1. Zossen – Bürgermeisterin Michaela Schreiber (parteilos)  muss weg!
Ergebnis: Frau Schreiber wird wiedergewählt mit 54,85%

2. Rangsdorf – Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) muss weg!
Ergebnis: Wiederwahl mit 71, 61%

3. Blankenfelde-Mahlow – Bürgermeister Baier (SPD) muss wiedergewählt werden! Ergebnis: Bürgermeister Baier wurde mit 48,54% nicht wiedergewählt und muss am 25. September in eine Stichwahl mit dem Bürgerkandidaten Matthias Stefke

Fazit: Pleite für SPD und Linke im Landkreis TF auf der ganzen Linie. Oder die Wahrheit am Tag danach, von einer Mahlowerin, zugegeben etwas drastisch formulierte: „Sie sind mit dem Arsch auf Grundeis gelandet.“

Weitere Gedanken und Überlegungen zum Wahlergebnis und der bevorstehenden Stichwahl folgen in den nächsten Tagen. Hier zunächst, liebe Leser/innen eine Presseerklärung der Fraktion BVBB-WG:

 

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35 Responses to BM-Wahl 2011: Die Wahrheit am Tag danach – Grundeisberührung!

  1. Frank Freywald
    13. September 2011 at 05:34

    Ich hoffe nur, dass die B-M’er Ihre Wahlentscheidung nicht davon abhängig machen, wer (vermeintlch) besser reden kann und von populistischen Aussagen zur Beseitigung des Schönefelder Flughafens abhängig machen.
    Selbst wenn Matthias Stefke gewählt würde, könnte er als Bürgermeister nicht mehr gegen den Flughafen ausrichten als Baier

    • Gerrit Schrader
      17. September 2011 at 20:23

      Gleiches hätten sie vermutlich auch am Anfang des Jahres 1989 gesagt, wenn jemand behauptet hätte, bald fällt die Mauer. Oder aber noch vor einem Jahr, wenn jemand gesagt hätte, Deutschland steigt aus der Atomkraft aus. Also behaupten sie ruhig weiter, Stefke kriegt den Flughafen nicht weg. Da mögen sie sogar etwas recht haben, Stefke sicher nicht allein. Aber die Bürger, wenn sie denn nur endlich lernen, sich zu wehren. Bei der Stichwahl können sie den Anfang machen.

      • M. Friedrich
        17. September 2011 at 20:57

        Genau auf den Punkt Herr Schrader !

        Genauso argumentieren wir auch immer auf den Demos ! Alle die immer nur sagen: „ach das ist doch alles sinnlos“ haben bereits verloren, WIR können zumindest noch gewinnen und vorallem brauchen WIR uns nie vorzuwerfen das WIR es nicht wenigstens versucht haben. Ich finde es mehr als traurig wie der Großteil der B-M-ler gerade verschläft was uns allen droht.

        Ich hoffe jedenfalls das die Stuchwahl 2011 anders läuft als 2003…

      • Frank Freywald
        18. September 2011 at 11:18

        Bei diesen Beispielen kann ich nur offen zugeben, dass es mir an dieser fundamentalen politischen Weitsicht tatsächlich fehlt(e), die Sie ganz offensichtlich haben.

  2. M. Friedrich
    13. September 2011 at 05:42

    Herr Baier hat schon VOR den Kandidatenrunden in der Eiche und in Waldblick klar geäußert

    Zitat: „.. mit dem Stefke setz ich mich nicht an einen Tisch“ (100% sinngemäß wiedergegeben, ich glaube er sagte sogar „nicht in einen Raum“, das würde aber der gängigen Praxis bei den Gemeindevertretersitzungen widersprechen) insofern hatte es mich schon gewundert das er ursprünglich für Waldblick zugesagt hatte und war in keiner Weise erstaunt das er nicht auftauchte.

    Wir hatten uns (aus rein persönlichen Gründen, weil wir Stress mit der Gemeinde und der WOBAB haben) auf die Wahlkampfveranstaltung von Herrn Baier begeben (die mit 20 Personen, wovon wir zu dritt den Alterdurchschnitt massiv senkten, wie bekannt nicht wirklich gut besucht war) und dort fiel genau diese Aussage. Ich für meinen Teil bin auch schockiert wie die Wahlbeteiligung ausgefallen ist. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis wurde dann die Aussage getroffen: „.. uns sagte keiner der 3 Kandidaten zu“. HALLO !?

    Ich habe auch so meine Probleme mit jedem Kandidaten gehabt (wo bitte gibt es das, dass ein Kandidat genau alles so machen will wie ich das möchte – außer ich lasse mich selbst aufstellen !?), würde aber IMMER wählen gehen aus einem ganz einfachen Grund:

    Wer nicht wählt, hat sich später auch nicht darüber aufzuregen was bei uns in der Gemeinde passiert. Ok, wer das in den letzten Jahren beobachtet hat, hätte eigentlich schon aus diesem Grund wählen gehen müssen :)

    Wenn ich mir das Wahlergebnis „meines Wahllokals“ ansehe, dann weiß ich, dass meine Meinung offensichtlich einige Nachbarn teilen ! Auch wenn man beim Verlassen des Wahllokals direkt auf das Poster von Herrn Baier schauen musste (vielleicht auch genau deshalb !?).

    Eine böse Vorahnung habe ich lediglich für die Stichwahl, das jetzige Ergebnis hatten wir ja bei der letzten Bürgermeisterwahl schon mal, bleibt nur zu hoffen dass das Endergebnis diesmal anders lautet !

  3. Christina Taube
    13. September 2011 at 08:58

    Jetzt muss die CDU Farbe bekennen,denn wie lautete die Antwort auf die Frage:
    Weshalb kandidieren Sie Frau Bomke? „Ich kandidiere für das Amt des Bürgermeisters,
    weil ich mich über viele Mißstände und Fehlentscheidungen der vergangenen jahre,die der Amtsinhaber zu verantworten hat,nicht nur ärgern und beklagen will, sondern aktiv an deren Beseitigung und Korrektur arbeiten möchte. Dies kann ich als Bürgermeister am direktesten tun.“
    Was nun Frau Bomke? Stehen Sie zu ihrer Aussage und handeln Sie.

  4. Dr.Roland Hahn
    13. September 2011 at 16:58

    Eines steht schon jetzt fest: Rot-Rot ist auf der ganzen Linie durchgefallen. – Leider haben zu wenig Bürger begriffen, was hier gespielt wurde, und Ortwin Baier gewählt. – Als Fortsetzung einer entsprechenden Konstellation im Landkreis, sollte auch Blankenfelde-Mahlow im Sinne des Landrates gleichgeschaltet werden. Für den Verzicht auf die Kandidatur eines eigenen Kandidaten der Linken, sollte diese Partei nun wohl auch am Futtertrog der Versorgung mit Pöstchen beteiligt werden, den bisher die SPD für sich allein beanspruchte. Auch die Grünen meldeten ihre Versorgungs-Ansprüche an.

    Immerhin lockte ja reiche Beute. In Zossen oder Rangsdorf z.B., aber auch in Blankenfelde-Mahlow sind die Genossen der einen wie der anderen Fraktion in der Verwaltung mit Posten eindeutig unterrepäsentiert. Schon die Berufung von Baiers neuem persönlichen Referenten, Fröhlich, mitten aus der Fraktion der Linken, machte deutlich, wohin die Reise gehen sollte.

    Leider haben beide Herausforderer des derzeitigen Bürgermeisters vor lauter Angst, einer „Rote Socken“-Kampagne geziehen zu werden, nicht gewagt, den roten Filz, das Amigo-System Gieseke, zu dem auch Baier gehört, anzuprangern. Das war ein schwerer strategischer Fehler ! „Wer Baier wählt, wählt den roten Filz und die totale Parteibuchwirtschaft“, so hätte die Devise lauten müssen.

    Allein auf die Flughafen-Problematik zu setzen, konnte nicht funktioniere !

    In Zossen und Rangsdorf war das den Wählern offenbar viel klarer als in Blankenfelde-Mahlow.
    Vielleicht kann man für den zweiten Wahlgang diesen Fehler korrigieren und die Demokraten sammeln. Allerdings sollte Matthias Stefke schleunigst klar machen, dass er auf dem Boden der Realität angekommen ist, die völlig unrealistische und populistische Forderung nach dem Ende des BBI wie nach der Verhinderung des Rathaus-Baus haben ihm bei nicht wenigen Wählern schwer geschadet.

  5. Matthias Stefke
    14. September 2011 at 11:39

    Sehr geehrter Herr Dr. Hahn,

    ich schätze Ihre Beiträge und insbesondere Ihre Leserbriefe sehr. Sie zeugen von einem klaren Blick für die Zustände, die in unserem Landkreis und unserer Gemeinde herrschen.

    In diesem Fall muss ich Ihnen jedoch zumindest teilweise widersprechen.

    1.
    Ich habe mich in meinem Wahlprogramm ebend nicht nur auf die Flughafenproblematik
    und den Rathaus-Neubau konzentriert.
    Mit Verlaub, ich habe nicht nur nach meiner Auffassung sondern auch nach
    Beurteilung vieler Bürger/innen das umfangreichste Wahprogramm aller 3 Kandidaten vorgelegt. Mit einer ausführlichen Analyse der derzeitigen Schwachstellen in unserer Gemeinde und konkreten Vorschlägen, um diese anzupacken.

    2.
    Ungeachtet dessen halte ich den Flughafenausbau für die größte Bedrohung für die Lebensqualität und damit Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde.
    Dies erst Recht, wenn die dritte Start- und Landebahn einmal in Betrieb gehen sollte, die sich ja bereits in der Schublade befindet, wie ein Insider auf RBB berichtete. Dann ist diese Gemeinde endgültig im Eimer!
    Ich werde auch in den verbleibenden Tagen nicht nachlassen, die Bürger/innen hierfür zu sensibilisieren.
    Amtsinhaber Baier versteht sich offenbar zu allererst als Beamter. Er sagte auf Rangsdorf-TV sinngemäß, „…als Beamter habe ich die Entscheidung des höchsten Gerichts zu akzeptieren…“ So ein Quatsch! Nicht nur er als Beamter, wir alle haben in einem Rechtsstaat das Urteil eines Gerichts zu akzeptieren.
    Ein Bürgermeister ist zu allererst aber Politiker, lediglich sein Arbeits-/Dienstverhältnis hat den Status eines (Wahl-) Beamten.
    Trotz Urteil kann und muss man sich als Bürgermeister(-kandidat)für seine Gemeinde und ihre Bürger/innen einsetzen und auf politischem Wege Schönefeld versuchen zumindest mittelfristig zu verhindern.
    Das Gerede um verschwendete Steuergelder kann ich nicht mehr hören! Es gibt ein Nachnutzungskonzept, dies klug zu Ende entwickelt bietet alle Möglichkeiten, so wenig wie möglich Steuergeld im märkischen Sand zu versenken. Nun aber ´mal ehrlich:
    Selbst wenn ein Betrag X nicht zu retten sein sollte: Diesen Monat wird der Bundestag über die Ausweitung des Deutschen Anteils an dem europäischen Rettungsschirm entscheiden, wofür Deutschland seine Bürgschaften von derzeit 123 Milliarden Euro auf 211 Milliarden Euro erhöhen soll!!! Angesichts dieser Dimensionen ist eine Diskussion über möglicherweise verlorenes Kapital in 9-stelliger Größenordnung geradezu lächerlich. Zumal es um die Zukunft über Jahrzehnte für Zehntausende/Hundertausende Anwohner/innen geht.
    Ich werde mich in dieser Frage nicht von meinem Weg abbringen lassen!

    Im Übrigen sprach Amtsinhaber Baier von der Absicht, die Gemeinde „sozial ausgewogen entwickeln zu wollen“.

    Lieber Herr Dr. Hahn,

    es ist aus meiner Sicht eine sehr wohl soziale Politik, wenn man bspw. dafür eintritt, dass

    – die Menschen nicht um die Früchte ihres Arbeitslebens gebracht werden,
    weil durch den Flughafen ihrer Immobilien/Grundstücke massiv entwertet
    werden, wofür sie jahrzentelang abbezahlt haben oder noch abzahlen werden;

    – die Menschen auch zukünftig ihre Gärten und Terrassen ohne Ohropax nutzen
    können, statt sich in ihren zu Schallschutzbunkern umfunktionierten Häusern
    zurückziehen zu müssen;

    – unsere Schüler/innen auch zukünftig unter Bedingungen lernen können sollen, die ihnen
    einen Schulabschluss ermöglichen, um im immer härter werdenden
    Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können;

    – unsere Kleinsten in den Kita´s auch draussen spielen können sollen, da es zur
    frühkindlichen Entwicklung gehört, auch ohne Ohrstöpsel an der frischen Luft toben
    und spielen und Natur und Umwelt in der näheren Umgebung ihres
    Wohnumfeldes entdecken zu können

    – alle Menschen, ob groß oder klein vor gesundheitliche Beeinträchtigungen oder
    gar schweren Schäden durch Fluglärm zu bewahren;

    um nur einige Punkte aufzuzählen.

    3.
    Der geplante Rathaus-Neubau in Höhe einer zweistelligen Millionenhöhe ist
    absoluter Wahnsinn. Die Größenordnungen/Verhältnismäßigkeiten stimmen nicht
    und die finanziellen Ausmasse (nach allgemeiner Erfahrung wird das Vorhaben
    nicht unter 15 Millionen EURO schlussgerechnet) sind für unseren Haushalt
    bedrohlich.
    Schon jetzt ist Haushaltskonsolidierung angesagt!
    Die Behauptungen von Amtsinhaber Baier einer Rücklage/Rückstellung in Höhe von 36 Millionen € scheint eine Schimäre!
    Zumindest wird uns an vielen anderen Stellen das Geld fehlen, wo wir es
    eigentlich dringender benötigen. Auch das wird man dann aber erst wieder nach
    der Wahl feststellen.

    Insofern war und ist es richtig, auch das Thema im Wahlkampf auf die
    Tagesordnung zu setzen. Von vielen Bürger/innen habe ich auch hierzu große
    Zustimmung erfahren.

    4.
    Ich teile Ihre Besorgnis zur politischen Hygiene in unserem Landkreis und unserer
    Gemeinde. Sie haben zahlreiche Beispiele in der Vergangenheit öffentlich
    gemacht. Das Ihnen diese Behauptungen offenbar nicht per
    Unterlassungsverfügungen untersagt wurden sagt doch alles!

    Auch in unserer Gemeinde liegt diesbezüglich wohl einiges im Argen. Nicht von
    ungefähr resultiert eine namentliche Anzeige bei der Schwerpunkt-
    staatsanwaltschaft für Korruption in Neuruppin durch die
    3 Bürger-Fraktionen aus dem Jahr 2009, die zu Ermittlungen gegen Amtsinhaber
    Baier geführt hat.

    Leider war und ist die Haltung der CDU-Fraktion von weggucken oder sagen wir
    es „freundlicher“ Desinteresse gekennzeichnet, was nicht nur mir unverständlich
    ist.

    Die Frage ist doch, wem trauen Sie und die Bürger/innen diesbezüglich eher einen Neuanfang zu, Baier oder Stefke?

    Ich bin sehr erstaunt in der heutigen MAZ/Zossener Rundschau zu lesen, dass die CDU Hoher Teltow keine Wahlempfehlung für die Stichwahl aussprechen will.

    Dies ist zwar auch eine Position, steht aber im Widerspruch zu Äußerungen der CDU-Bürgermeister-Kandidatin Regina Bomke auf mind. 2 Wahlveranstaltungen, an denen ich teilgenommen habe. Darin hatte sie die Notwendigkeit eines Wechsels im Amt des Bürgermeisters aus vielerlei Gründen betont. Den Amtsinhaber ist sie dabei in einer, für sie, ungewöhnlich harschen Form angegangen.

    Jetzt aber wo sich die Chance auf einen Wechsel bietet zieht sich die CDU auf die Zuschauerränge zurück. Das soll erstmal jemand verstehen?

    • Dr.Roland Hahn
      18. September 2011 at 13:15

      Lieber Herr Stefke,

      da haben Sie mich doch wohl ein wenig falsch verstanden. Natürlich ist mir Ihre sonstige Programmatik wohl bekannt. Gleichwohl werden Sie in der breiten Bevölkerung eben als der „Flughafen-Onkel“ abqualifiziert.

      Selbstverständlich ist der BBI nicht nur ein Anschlag auf die körperliche und seelische Unversehrtheit breiter Bevölkerungsschichten, sondern auch eine „kalte Enteignung“ vieler Eigenheim-Besitzer angesichts der lächerlich geringen Entschädigungszahlungen. Über die Relevanz des Flughafenthemas sind wir uns völlig einig.

      Allerdings läßt die ständig vorgetragene Forderung nach Baustopp und Nachnutzungskonzeptionen viele, ja, offenbar zu viele Bürger, an Ihrem Realismus zweifeln. Dafür gibt es im Potsdamer Landtag (vom Berliner Abgeordnetenhaus ganz zu schweigen ) jedenfalls derzeit keine Mehrheit. Das unbeschadet dessen, daß viele schon das folgende wirtschaftliche Desaster ahnen. – Auch die Verschiebung des „Großflughafens“, der es nebenbei niemals werden wird, nach Sperenberg, ist genau so wenig vertretbar wie der Standort Schönefeld. Das eigentliche Problem ist nämlich die Konzentration des gesamten Flugverkehrs in Berlin und Brandenburg auf einen einzigen Flughafen. Das muß besonders in einem Flächenland wie Brandenburg strukturpolitisch wie wirtschaftlich schief gehen. Benötigt hätten wir ein System von dezentralen, kleineren Regionalflughäfen, daß auch dem Hinterland genutzt hätte. Damit wäre die Lärmproblematik zumindest stark relativiert worden. Realistischerweise bleibt uns nur, die Folgen dieser Fehlentscheidung massiv zu bekämpfen, beziehungsweise einzuschränken.

      Ich bin wie Sie auch der Auffasung, daß das Projekt des Rathaus-Neubaus völlig aus dem Ruder gelaufen ist und sich zur finanziellen Zeitbombe entwickelt. Das hätte man durchaus verhindern können. Gleichwohl bin ich davon überzeugt, daß wir am genannten Standort unabweislich ein neues Rathaus oder Verwaltungsgebäude bauen müssen. Allerdings ist das Rathaus selbst im Moment nicht ohne Weiteres revozierbar. Auch hier bleibt uns wohl nur die Schadensbegrenzung.

      Dringlichstes Problem ist jedoch im Moment, die Explosion der Anliegerkosten zu stoppen, die das Ergebnis eines völlig überzogenen Straßen- und Infrastrukturausbaus ist. Das hängt natürlich alles sehr eng mit der Person des Baudezernenten zusammen. Insofern haben Sie da schon den richtigen Ansatz gewählt. Hier dürften Sie wirklich weite Kreise der Bevölkerung hinter sich haben.

      Natürlich kann man über alles sehr geteilter Meinung sein. Alles wird aber in den Schatten gestellt, von dem Versuch der rot-roten Amigos, die Mehrheit der Bevölkerung von jedem Einfluß auszuschließen.

      Hätten wir uns alle, die CDU eingeschlossen, in der Erkenntnis den rot-roten Sumpf austrocknen zu müssen, auf einen Kandidaten oder eine Kandidatin einigen können, wären die Amigos jetzt bereits an die frische Luft befördert worden. Das habe ich auch in der CDU immer wieder deutlich gemacht. Aber dort braucht man wohl noch etwa Zeit.

      Jedenfalls sollten wir als Demokraten aus der Bürgermeisterwahl lernen und bei allen Meinungsverschiedenheiten die Priorität der Zusammenarbeit beim Kampf gegen den rot-roten Sumpf erkennen.

      Was wir jetzt ganz dringend benötigen, ist im gesamten Landkreis ein „Bündnis gegen Korruption und roten Filz“ – Wer macht mit ?

      Interessant ist nebenbei die Anzeige zugunsten von Ortwin Baier im Blickpunkt. Besonders pikant, wer der alles im trauten Schulterschluß mit Frau Dr.Nobis und Herrn Claus als Unterzeichner auftritt. Wer hat die Anzeige wohl bezahlt ?

      Ich drücke Ihnen jedenfalls alle Daumen für die Stichwahl. Meine Stimme haben Sie jedenfalls !

  6. Lion Edler
    14. September 2011 at 20:21

    Interessant finde ich, wie Bürgermeister Ortwin Baier nach der Wahl einen Wähler-Willen in das Ergebnis hineinorakelte. Das Ergebnis, so wurde Baier in der MAZ zitiert, sei eine ,,klare Absage an den Populismus“, ein ,,Votum für Sachpolitik“, sowie ein Zeichen dafür, dass ,,die Wähler meine Arbeit der letzten acht Jahre honoriert haben“. Bei genauerer Betrachtung kann aber allenfalls Ersteres zutreffen, wenn überhaupt. Denn mit einem Ergebnis von 48,5% kommt Baier bei einer Wahlbeteiligung von 41,9% auf tatsächlich nur 20,3% der Wähler-Stimmen. Der Favourit der Stichwahl hätte also als Bürgermeister noch nicht einmal ein Viertel der Bevölkerung hinter sich. Regina Bomke käme bei einem Ergebnis von 19,1% auf reale 8,0%, Matthias Stefke mit 32,3% auf reale 13,5%. Der Rest blieb schlicht zu Hause. Wenn die Bürger also mit ihrem Verhalten bei der Wahl überhaupt irgendetwas aussagen wollten außer ihr Interesse an Schinken und Pizza, denn ist das Ergebnis zwar gemäß der Baier-Formulierung eine ,,klare Absage an den Populismus“, aber eben auch eine genauso klare Absage an ihn und an die Parteien. Wenn man dann noch unterstellt, dass ein nicht unerheblicher Teil der Wähler wohl nur das ,,kleinste Übel“ wählte, sieht es noch düsterer aus. Bei solchen Rechnungen muss man wohl konstatieren, dass durch die Politik nur eine wohl ziemlich kleine Minderheit der Bevölkerung repräsentiert wird. Eine andere Frage ist freilich, ob dies nur an der Leistung der Politiker liegt oder an der Trägheit und Dekadenz des Volkes; meines Erachtens ist es eine Kombination aus Beidem.

    Ich bin daher dafür, dass in Zeitungs-Berichten bei Wahl-Ergebnissen stets nicht nur das offizielle Wahlergebnis kundgetan wird, sondern darunter genauso groß die Zahlen der realen Wähler-Stimmen genannt werden. Damit würde die Wahl-Verdrossenheit zwar auch noch nicht geringer, aber es würde immerhin dazu beitragen, dass die Politik etwas mehr auf dem Teppich bleibt und sich nicht ständig das Vertrauen der Mehrheit der Bürger auf die Fahnen schreibt, das sie faktisch nicht beanspruchen kann. Realitätsferne Einschätzungen wie jene von Baier im Stile des Herbst 1989 (,,Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“) könnten somit seltener werden.

    Ich sehe aber auch bezüglich der niedrigen Wahlbeteiligung eine eindeutige Mitschuld der Lokalmedien wie des ,,Blickpunkt“. Wenn in der Berichterstattung nur noch Unterhaltung, Kultur und Sport eine Rolle spielt und Politik zur Randerscheinung wird, dann wird damit auch die Entpolitisierung vorangetrieben. Dies müsste die Politik m.E. auch stärker monieren. Wie soll denn ein normaler Bürger wie ich erfahren, was in der Gemeinde vor sich geht? Nicht Jeder ist MAZ-Abonnent, zumal bei vielen Schülern und Studenten schon aus finanziellen Gründen nicht. Auch von den Lokalpolitikern selbst werden die neuesten Entwicklungen kaum übers Internet an die Öffentlichkeit gebracht, was aber natürlich auch an der Nachfrage liegt. Insofern ist dieser Blog hier wohl wirklich ein kleines Hoffnungszeichen dafür, dass sich das hoffentlich bald ändert. Wenn man bei Google nach den Bürgermeister-Kandidaten googelt, dann scheint es ja auch so zu sein, dass neben der MAZ offenbar der Klärwerk-Blog die einzige Internetseite ist, wo die Bürgermeister-Wahlen einer 25.000-Einwahner-Gemeinde überhaupt reflektiert werden. Das sagt wohl Alles.

    freundliche Grüße,

    Lion Edler / Mahlow.

    • Dr.Roland Hahn
      18. September 2011 at 15:02

      Lieber Herr Edler,

      Sie haben wirklich den entscheidenden Punkt getroffen. Meinen Glückwunsch dazu !

      „Stell Dir vor, es ist Bürgermeisterwahl und keiner geht hin“, könnte man tatsächlich über diese Wahl schreiben.

      In der Tat spricht das Ergebnis des ersten Wahlganges nicht gerade für ein stolzes bürgerliches Selbstbewußtsein, das eigentlich Grundlage der Demokratie sein sollte.

      Es ist sogar nicht auszuschließen, daß der Sieger in der Stichwahl weniger als 15% der Stimmen aller Wahlberechtigten erhält. Nach dem Brandenbugischen Wahlgesetz wäre der Bürgermeister dann n i c h t gewählt. Das Verfahren müsste völlig neu ausgeschrieben werden. Gewählt würde der Bürgermeister dann – wie früher – durch die Gemeindevertretung.

      Zur Erinnerung: Ortwin Baier wurde bei seiner damaligen Wahl im zweiten Wahlgang gerade mal von 17% aller wahlberechtigten Bürger gewählt. Das ist wahrhaft keine mitreißende Legitimation !

      Bei dieser Wahl könnte es ebenso verlaufen. Allerdings verhält es sich bei den Herausforderern in Relation auch nicht besser.

      Man kann sich natürlich zurecht über die Trägheit der Bevölkerung ärgern. Nicht zur Wahl zu gehen, aber anschließend meckern, ist wirklich ein ärgerliches Verhalten. Auf der anderen Seite habe ich aber auch für die Nichtwähler gelegentlich Verständnis. Der Wahlkampf, wenn man überhaupt davon sprechen kann, war mit wenigen Ausnahmen so todlangweilig und die Programme zum Teil banal, daß nicht gerade besondere Stimmung, wählen zu gehen, aufkam. Daß so etwas natürlich auch keinen Journalisten unbedingt reizt, darüber zu berichten, liegt auf der Hand.

      Für mich ist es nach wie vor unbegreiflich, daß beide Herausforderer des Bürgermeisters um das zentrale Thema wie die Katze um den heißen Brei herumgeschlichen sind. Ich meine das rot-rote Bündnis von SPD und Linkspartei, neuerdings ergänzt um die Grünen, mit dem alle anderen von der Einflußnahme auf die Gestaltung der Gemeinde ausgeschlossen werden sollen. Unter den Demokraten hätte doch ein Aufschrei stattfinden müssen, zumal es sich hier nur um die Verlängerung des von Landrat Giesecke kreisweit organisierten rot-roten Filzes zur Machterhaltung und Genossenversorgung handelt.

      Beide Herausforderer haben sich unverständlicherweise der „Political Correctness“ unterworfen, wonach es gemäß linkem Meinungsdiktat nach unschicklich ist, das Bündnis von SPD und SED-Nachfolgern anzuprangern. Dabei ist das Ergebnis einer solchen Liaison in unserem Landkreis besonders handgreiflich erfahrbar, nämlich Pöstchen-/Job-Versorgung, finanzielle Mißwirtschaft und Überschuldung.

      Wenn man das nicht wagt zu artikulieren, wie soll da die Notwendigkeit, zur Wahl zu gehen, den Menschen bewußt werden. Vom Aufkommen einer Wechselstimmung wollen wir erst gar nicht reden. In gewissem Maße trägt in diesem Land die Politik mit ihren zunehmenden Denk- und Artikulationsverboten zur Entpolitisierung der Bevölkerung bei. Das Ergebnis ist in Blankenfelde-Mahlow besonders kraß zu besichtigen. Jedem, der es wagt, Probleme schnörkellos anzusprechen, Widersprüche aufzudecken und Roß und Reiter zu nennen, schallt mit Macht das banale „Versöhnen statt spalten !“ entgegen. Wer sich dem unterwirft, gibt auch keinen Anlaß zum Wechsel.

      Politker müssen wieder den Mut finden, Klartext zu reden. Das ist natürlich schwer in einem Umfeld, in dem immer mehr Sachfragen von Karrierefragen verdrängt werden. Bei allem Klartext muß man allerdings auf dem Teppich bleiben und darf nicht unrealistische Versprechen machen, von denen jeder weiß, daß sie nicht durchzusetzen sein werden.

      Abschließend noch etwas zum Begriff „Populismus“. Das Wort kommt vom Lateinischen „Populus“ – das Volk. „Populistisch“ oder „populär“ heißt dem entsprechend dem Volke gemäß. In einem demokratischen Staat, in dem das Volk der Souverän sein und alle Macht vom Volke ausgehen sollte, kann der Begriff „Populismus“ doch eigentlich gar kein Vorwurf sein. Der Versuch, das Ohr besonders nah am Volke zu haben und auf dessen Wünsche einzugehen, sollte doch in einer Demokratie vielmehr selbstverständlich sein.

      Auch wenn ich selbst nicht der Auffassung bin, daß „Volkes Stimme Gottes Stimme“ ist, sondern lediglich die Stimme von Menschen, so offenbart der Begriff „Populismus“ als Vorwurf doch ein irgendwie merkwürdiges Demokratieverständnis und markiert doch meist nur den Hochmut der Regierenden und der „politischen Klasse“ gegenüber dem „dummen Volk“, daß einfach nicht begreifen will, was das Beste für es ist.

      Was soll also die blödsinnige Gegenüberstellung von Ortwin Baier, das Wahlergebnis sei eine „klare Absage an den Populismus“ und ein „Votum für Sachpolitik“ ?

      Ich kann nur jedem empfehlen, sich von dem Schlagetot-Verdikt „Populismus“ nicht einschüchtern zu lassen.

      Unterstützen Sie mich, auch zukünftig, politisch kein Blatt vor den Mund zu nehmen !

      • Frank Freywald
        19. September 2011 at 08:20

        Populismus nach Definition der Bundeszentrale für politische Bildung „bezeichnet eine Politik, die sich volksnah gibt, die Emotionen, Vorurteile und Ängste der Bevölkerung für eigene Zwecke nutzt und vermeintlich einfache und klare Lösungen für politische Probleme anbietet.“

        Ich denke dies und auch der Umstand, dass „populär“ und „populistisch“ nicht das Gleiche sind, war Ihnen auch ohne diese kleine Nachhilfe klar.

        Wie Sie ja selbst auch in gewisser Weise eingeräumt haben, dürfte sich der Gebrauch des Wortes „Populismus“ in diesem Kontext zum Beispiel auf den Einsatz M. Stefkes für einen Baustopp und eine Verlagerung des Flughafens nach Sperenberg beziehen. Das gesamte Nachnutzungskonzept ist im Grunde Populismus, denn es passt ganz hervorragend zu o.g. Definition.
        Es hat weder rechtlich noch wirtschaftlich eine realistische Chance auf Umsetzung und schon gar nicht kann ein Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow eine solche Umsetzung anstoßen oder forcieren. Für diesen Aspekt des Wahlkampfes macht es also keinen Unterschied, ob ich Baier oder Stefke wähle.
        Populismus ist es immer dann, wenn ein Kandidat trotzdem behauptet, es würde einen Unterschied machen, wenn er Sachen verspricht, die alle toll finden, die er aber nie realisieren kann, weil z.B. rechtliche Grundlagen, Kompetenzen und finanzielle Mittel fehlen.
        Tatsächlich kämpft nicht einmal der BVBB für das Nachnutzungskonzept (weil z.B. rechtliche Grundlagen, Kompetenzen und finanzielle Mittel fehlen). Über die mit viel Applaus bedachte Präsentation vor knapp 5 Monaten hinaus gibt es keine messbaren Akivitäten in dieser Richtung.

      • Frank Freywald
        20. September 2011 at 05:33

        Leider ist meine Kommentar irgendwie in den Weiten des Netzes verschwunden, dehalb hier noch einmal:

        Populismus nach Definition der Bundeszentrale für politische Bildung „bezeichnet eine Politik, die sich volksnah gibt, die Emotionen, Vorurteile und Ängste der Bevölkerung für eigene Zwecke nutzt und vermeintlich einfache und klare Lösungen für politische Probleme anbietet.“

        Ich denke dies und auch der Umstand, dass „populär“ und „populistisch“ nicht das Gleiche sind, war Ihnen auch ohne diese kleine Nachhilfe klar.

        Wie Sie ja selbst auch in gewisser Weise eingeräumt haben, dürfte sich der Gebrauch des Wortes „Populismus“ in diesem Kontext zum Beispiel auf den Einsatz M. Stefkes für einen Baustopp und eine Verlagerung des Flughafens nach Sperenberg beziehen. Das gesamte Nachnutzungskonzept ist im Grunde Populismus, denn es passt ganz hervorragend zu o.g. Definition.
        Es hat weder rechtlich noch wirtschaftlich eine realistische Chance auf Umsetzung und schon gar nicht kann ein Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow eine solche Umsetzung anstoßen oder forcieren. Für diesen Aspekt des Wahlkampfes macht es also keinen Unterschied, ob ich Baier oder Stefke wähle.
        Populismus ist es immer dann, wenn ein Kandidat trotzdem behauptet, es würde einen Unterschied machen, wenn er Sachen verspricht, die alle toll finden, die er aber nie realisieren kann, weil z.B. rechtliche Grundlagen, Kompetenzen und finanzielle Mittel fehlen.
        Tatsächlich kämpft nicht einmal der BVBB für das Nachnutzungskonzept (weil z.B. rechtliche Grundlagen, Kompetenzen und finanzielle Mittel fehlen). Über die mit viel Applaus bedachte Präsentation vor knapp 5 Monaten hinaus gibt es keine messbaren Akivitäten in dieser Richtung.

        • Dr.Roland Hahn
          20. September 2011 at 17:33

          Lieber Herr Freywald,

          natürlich ist mir als Politologe die Definition des Begriffes „Populismus“ durch die „Bundeszentrale für politische Bildung“ (BpB) geläufig. Aber die Definition führt nicht weit, weil sie einfach das Wesen von Demokratie übersieht. Welche Politik nutzt nicht „Emotionen, Vorurteile und Ängste der Bevölkerung für eigene Zwecke“ ? Den Politiker, der das wirklich nicht tut, wenn es ihm nützt, muß man mir erst einmal zeigen. Natürlich gibt es genug reale Gründe in der Bevölkerung, Ängste zu entwickeln. Wenn Politik darauf nicht eingeht, macht sie etwas falsch. Was sind denn „vermeintlich einfache Lösungen“ ? Bekommen wir nicht gerade von der Bunderegierung im Blick auf die Euro-Krise eine „vermeintlich einfache Lösung“ in Form von aufgeblähten Rettungsschirmen und „Eurobonds“ präsentiert ? Die BpB, mit der ich selbst über Jahre hinweg beruflich auf das engste zusammenarbeiten mußte, ist eine nachgeordnete und letztlich weisungsgebundene Bundesbehörde. In ihrem Kuratorium sitzen überwiegend Parteienvertreter. Deswegen müssen ihre Aussagen nicht unbedingt falsch sein. Die Definition des Begriffs „Populismus“ ist jedoch keinesfalls in der Politischen Wissenschaft unumstritten. Das schon deshalb nicht, weil der Begriff in einer Demokratie wenig Sinn und vor allem eine eindeutige Abgrenzung unmögich macht. Das trifft mehr oder weniger auf alle Definitionen zu. Wo kommen wir auch hin, wenn die Bundesregierung über ihre Behörde, politische Definitionen vorgibt ?! – Mir scheint der Begriff eher Reflex einer politischen Kaste zu sein, die sich mehr und mehr verselbständigt und längst den Bezug zum Bürger verloren hat. – Konkret wird „Populismus“ ja in erster Linie ja als Kampfbegriff gegen Parteien und Gruppen angewandt, die sich der „Political correctness“ entziehen.

          Aber das ist eine akademische Diskussion, die es nicht lohnt, fortzusetzen.

          Matthias Stefkes Forderung nach Baustopp am BBI/BER und Neubau eines Flughafens in Sperenberg halte ich für Traumtänzerei, mangelnden Realismus, um nicht zu sagen, schlichten Blödsinn. Gleiches gilt natürlich auch für den Versuch von Ortwin Baier, den Leuten vorzuspiegeln, wir könnten möglicherweise auf Kosten der Flughafengesellschaft ein Schwimmbad in Blankenfelde bauen. Selbst wenn die Flughafengesellschaft das bezahlen würde, wer würde denn die gigantischen Folgekosten zu tragen haben ? Beides ist nicht „Populismus“ sondern nur Unfug.

          Aber lassen wir mal den ganzen Wahlkampfrummel beiseite !

          Für mich macht die Wahl zwischen Baier und Stefke schon einen erheblichen Unterschied. Der Amtsinhaber hat nämlich, wie es sich mir jetzt darstellt, mit der Linkspartei und offensichtlich auch mit den Grünen einen „Deal“ gemacht, mit dem weit über die Bürgermeisterwahl hinaus alle anderen politischen Kräfte, insbesondere die freien Listen, von der Mitgestaltung der Politik in der Gemeinde ausgeschlossen werden.

          Das entspricht offensichtlich nicht zufällig genau derselben Strategie, die der Landrat Giesecke seit Jahren auf Kreisebene fährt und – allerdings vergeblich – versucht hat, auch in Zossen durchzusetzen. Mit der Wahl seines persönlichen Referenten direkt aus der Fraktion der Linkspartei, nebenbei an seiner eigenen Fraktion vorbei, war völlig klar, daß die Linkspartei keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten aufstellen würde, was erwartungsgemäß auch eintrat.

          Nun wäre es naiv anzunehmen, die Linkspartei würde sich mit dem Posten eines persönlichen Referenten (Aktentaschenträger) abspeisen lassen, selbst wenn dieser, wie zu erwarten ist, in absehbarer Zeit eine unbefristete Dauerstelle in der Verwaltung bekommen dürfte.

          Vielmehr drängt sich unabweislich der Verdacht auf, daß es hier einen Zusammenhang mit den Bürgermeisterwahlen in Zossen gibt. Wohl nicht zufällig hat dort die SPD auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten verzichtet. Es kam genauso, wie es die „Buschtrommel“, übrigens aus der SPD,
          schon lange vorausgesagt hatte.

          Als Demokrat habe ich damit erhebliche Probleme, um es vorsichtig auszudrücken.

          Die Kandidatur von Regina Bomke und Matthias Stefke war der Versuch, diese linke Einheitsfront zu durchbrechen. Dummerweise hat man sich dabei gegenseitig die Stimmen weggenommen, sonst wäre Ortwin Baier schon im ersten Wahlgang eindeutig abgewählt worden.- Vielleicht lernt man ja daraus.

          Von daher, lieber Herr Freywald, macht es schon einen erheblichen Unterschied, wem Sie im zeiten Wahlgang Ihre Stimme geben, selbst wenn Ihnen der aktuelle Herausforderer des Amtsinhabers persönlich nicht schmeckt.

          Aus demokratischer Verantwortung wird diese Stichwahl für mich jedenfalls immer mehr zu einer Frage der politischen Hygiene.

        • Frank Freywald
          21. September 2011 at 03:13

          Lieber Dr. Hahn,
          sehr guter Kommentar, kann man nicht anders sagen.
          Auch die akademische Abhandlung über Populismus gehört sicher zu dem Besten, was man hier so finden kann – selbst wenn man nicht hundertprozentig Ihrer Meinung ist. Auf jeden Fall gibt er gute Denkanstöße.

          Auch bei dem zweiten Teil kann ich überwiegend mitgehen.
          Ihre Kommentare zum politischen Filz will ich nicht weiter bewerten. Das meiste ist sicher sachlich korrekt. Bei den Ableitungen über die Motive und Hintergedanken der Akteure bin ich allerdings nicht immer Ihrer Meinung. Ich denke, Vieles davon ist auch nicht nachweisbar.
          Beispielsweise exisitiert auch die widersprechende Meinung, dass Regina Bromke nur aufgestellt wurde, um Stefke Prozente abzunehmen. Das ist vermutlich ebenfalls Quatsch, denn spätestens in der Stichwahl kommt ja doch die Stunde der Wahrheit.
          Wie auch immer. Auch diesen Teil müssen wir meinetwegen nicht weiterdiskutieren, denn Sie habe recht gut und plausibel Ihre Motive erklärt, warum Sie Stefke wählen würde. Aber auf diese Motive bezogen sich meine Kommentare auch nicht.
          Meine Gedanken zum Populismus bezogen sich nur auf die Themen Baustopp, Sperenberg und Nachnutzungskonzept, die vermutlich Stefke einen erheblíchen Teil seiner Stimmen einbrachten.

  7. M. Friedrich
    15. September 2011 at 06:38

    Hallo Herr Stefke, Hallo Herr Dr. Hahn,

    ich teile die Meinung von Ihnen beiden:

    Dr. Hahn hat vollkommen recht, dass die Betonung des „Flughafenproblems“ Ihnen, Herr Stefke, definitv geschadet hat, dass läßt sich leider in keiner Weise wegdiskutieren.

    Fakt ist LEIDER, dass die Blankenfelder in absoluter Mehrheit offenbar mit BBI/BER ihren trügerischen Frieden geschlossen haben: Das war bei der BVBB-Demo Anfang des Jahres genauso deutlich zu erkennen wie auch bei der Beteiligung an anderen Demo´s/Aktionen die nicht´s mit dem BVBB zu tun haben. Langsam habe ich das Gefühl das wir hier allein für Blankenfelde „die Fahne“ hochhalten….

    Als Ur-Blankenfelder (ich war entweder 4 oder 5 Jahre alt als ich hierher zog) weiß ich wie hier viele ticken, allerdings verstehe ich´s deshalb nicht unbedingt.

    Natürlich habe ich VOR der Wahl mit vielen gesprochen und diskutiert: Fakt ist das in diesen Gesprächen genau das immer wieder rauskam was Dr. Hahn ansprach:

    Die Leute sind vom Flughafenthema genervt und auch Parkhaus und Rathaus geht allen eher auf die Nerven (das Thema ist dank Klärwerk-Blog und BVBB-Infoblättern eben auch eher „ausgelutscht“).

    Zur Klarstellung: Ich teile diese Ansicht der meisten Miteinwohner nicht, aber die Meinung ist da und ich sehe es ähnlich wie mein „Vorredner“, viele haben das „geringer Übel“ gewählt: Bei Baier wußten diese ja was sich tut: Nichts, alles bleibt wie´s ist.

    Natürlich haben Sie, Herr Stefke, ein umfangreiches Wahlprogramm aufgestellt und das liest sich auch alles sehr gut. Aber Sie wissen doch selbst wie es auf den Wahlkampf-veranstaltungen (Eiche + Waldblick) lief, die Themen beschränkten sich zu 70-80% auf den Flughafen, 10-20% auf den Rathausneubau und das Parkhaus und der Rest blieb für die anderen Punkte. Natürlich wurde das auch vom „Publikum“ oft lanciert, aber warum ?

    Nun viele wollten eben genau wissen wie das mit dem Umzug nach Sperenberg und/oder den Flugrouten und Nachtflug laufen soll. Das das zum Teil zu hitzigen Debatten führt dürften alle wissen.

    Das sich die CDU nicht zu einer Wahlempfehlung durchringt haben Sie hoffentlich nicht ernsthaft anders erwartet (das Thema hatten wir gestern übrigens auch bei Herrn Welskop) !?

    Was wird Frau Bomke (und Ihre Partei sowieso) wohl im Hinterkopf haben: Das jetzige Ergebnis erinnert mit Schrecken an das Ergebnis von 2003 ! Jeder weiß wie es damals ausgegangen ist und LEIDER steht zu befürchten, dass es genauso wieder laufen wird (armes Blankenfelde-Mahlow !!).

    Somit bleiben Herr Baier und Frau Bomke „gute Kollegen“, läuft es nicht immer so !?

    Und die MAZ dürfte in Blankenfelde DIE Zeitung sein und wie die berichtet brauchen wir wohl auch nicht mehr zu diskutieren, ich erinnere nur an die Schmutzkampagne in Sachen „anonyme Anzeige“ und „anonymes Fax“. Eine Gegendarstellung hat die MAZ bis heute nicht abgedruckt, also sind Sie, Herr Stefke, der „BUH-Mann“ der Gemeinde.

    Ich wünsche uns allen viel Glück für den 25. September !

  8. Mario Fischer
    15. September 2011 at 12:31

    Ich drücke Ihnen, besonders Herrn Stefke, von Herzen die Daumen, dass Sie es am 25.09.2011 schaffen, als neuer Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow ins Rathaus einzuziehen. Ich gehe davon aus, dass die verbleibende Wahlkampfzeit sich nicht vom bisherigen Wahlkampf unterscheiden wird. Leider. Denn was hier in Blankenfelde-Mahlow an Dreck geworfen wurde, ist unerträglich. Das Niveau sank teilweise sogar unter das Wahlkampfgebahren der Rot-Roten-Hetzfraktion in Zossen, und das war schon unterirdisch.

    Ich denke, den Blankenfelde-Mahlowern ist noch nicht bewusst, dass hier ein ähnlich rot-rot-grüner Sumpf aufgebaut wird, wie er im Landkreis schon existiert. Die Schaffung des Beigeordnetenpostens für Herrn Fröhlich war Bestandteil eines sehr langfristigen strategischen Planes des Landrates, rot-rot in B-M zu sichern und in Zossen zu schaffen. Schließlich kann man nicht alle Familienangehörige und Freunde im Landkreis (Preuß, Trebschuh, von Schrötter, Gärtner …) oder in der SWFG (ehem. Giesecke, Gärtner, Penquitt …) unterbringen. Man braucht, um nicht zu sehr aufzufallen, vielleicht auch mal wieder eine Kommune, in der man zu versorgende Personen unterbringt. So läuft es doch hier – und nicht anders.

    Ich denke, dass ist ein Thema, das auch noch mal auf den Tisch sollte. Außer den ewig Unbelehrbaren will doch keiner mehr die rot-rote Einheitssuppe. Es gibt doch eh´ kaum noch Unterschiede zwischen SPD und LINKEN – außer vielleicht im Alter der Genossen.

    Ferner halte auch ich es für realitätsfern, weiter für einen BER-Baustopp zu kämpfen. Das ist verlorene Liebesmüh. Wer jemals auf dem Gelände in Sperenberg war, weiß, dass es Quatsch ist, dort einen Flughafen bauen zu wollen. Dass die Russen dort früher starten und landen konnten, spricht allein nur für die Flugkünste der Piloten. Dort war kein Flughafen, sondern Acker mit Kapstraßen als Start- und Landebahnen – mehr nicht. Es sollte vielmehr darum gehen, dass all die Katzen, die jetzt aus dem Sack gelassen werden, offengelegt werden. Von einem neuen Bürgermeister würde ich mir versprechen, dass er alles tut, um die Folgen von BER zu minimieren, dass er in der ersten Reihe der Bürgerbewegungen gegen die – Entschuldigung – Verarschung durch die Landesregierung kämpft. Dazu muss der neue Bürgermeister allerdings frei von jeglichen Parteizwängen sein.

  9. Frank Freywald
    16. September 2011 at 11:27

    Sehr geehrter Herr Stefke,
    „Dann ist diese Gemeinde endgültig im Eimer!“, ist vielleicht nicht gerade eine bürgermeisterliche Bewertung eines möglichen Zukunftsszenarios. Wie wollen Sie denn mit der Einstellung die Interessen der Gemeinde vertreten?

    Vielleicht war es nicht die beste Idee als Kandidat der BVBB-WG zu kandidieren. Wahrscheinlich werden Sie so (nicht ganz unbegründet) als Vertreter des BVBB wahrgenommen und dessen Einstellung zum Rechtsstaat, zur Politik im Kleinen und im Großen zu den Medien und zu anderen Fluglärmbetroffenen (außerhalb Blankenfeldes) kann man leicht den Publikationen des BVBB im Internet entnehmen. Über dem mächtigen Kampf gegen einen BER in Schönefeld haben eine Menge Grundregeln im Umgang miteinander erheblich an Bedeutung verloren.
    Das geht vielen Bürgern und sogar Mitgliedern gelinde gesagt gegen den Strich.
    Wer die Ansicht vertritt: „Wer SPD, CDU, FDP, GRÜNE oder LINKE wählt, wählt BBI-Fluglärm! Dies unabhängig davon, was örtliche Vertreter der Parteien wollen, schwätzen oder auf Wahlkampfveranstaltungen verkünden!“, muss sich mit dem Gedanken anfreunden, in einer Stichwahl nur 2. Sieger werden zu können.
    Hinter diesem übermächtigen Thema treten leider Ihre ansonsten guten Ansätze weit in den Hintergrund.

  10. Frank Freywald
    16. September 2011 at 11:52

    P.S.: Weil ich es erst nach mehrmaligem Lesen verstanden habe:
    „Angesichts dieser Dimensionen ist eine Diskussion über möglicherweise verlorenes Kapital in 9-stelliger Größenordnung geradezu lächerlich. Zumal es um die Zukunft über Jahrzehnte für Zehntausende/Hundertausende Anwohner/innen geht.“

    Vielleicht sollten Sie Ihre Ambitionen nicht mit Europäischen Bemühungen um die Rettung in Not geratener Länder vergleichen. Nehmen Sie doch etwas Greifbareres, z.B. den Gemeindehaushalt von Blankenfelde-Mahlow, der sich im niedrigen 8-stelligen Bereich bewegt.
    Sind Sie sicher, dass Ihr finanztechnisches Gespür ausreicht für dieses Amt, wenn für Sie der Verlust des zehn- oder auch zwanzigfachen unseres Jahreshaushalts „lächerliche“ peanuts sind?

  11. Matthias Stefke
    16. September 2011 at 12:39

    Sehr geehrter Herr Freywald,

    natürlich kann man das auch „bürgermeisterlicher“ formulieren nach dem Motto „dann ist die Lebensqualität sehr stark eingeschränkt“
    Für derart beschönigende Worte ist aber Herr Baier zuständig, der aus meiner Sicht seit Jahren versucht, die Bürger mit purem Aktionismus „hinter die Fichte zu führen“.

    Ich bin da lieber Mitglied im „Verein für deutliche Aussprache“.!

    Im Übrigen:

    Ich habe ein Großteil meiner Wahlprospekte in unserer Gemeinde auch selbst in die Haushalte verteilt.
    Dabei ist mir noch einmal bewußt geworden, welches Immobilienvermögen in unserer Gemeinde vorhanden ist, es dürfte die Milliarden-Euro-Grenze überschreiten.
    Die Eigentümer haben ihre Häuser und Gärten überwiegend mit viel Fleiß und Liebe ge- und/oder ausgebaut bzw. angelegt. Mir ist schleierhaft, dass es in Blankenfelde-Mahlow so „ruhig“ ist.
    Vermutlich ist dies dem Ablenkungsmanöver von Baier & Co. zuzuschreiben, der nur noch auf Nachtflugverbot und Drehkreuzverbot setzt. Alles Blödsinn, denn
    was ist mit den übrigen 16 Stunden des Tages? Wollen wir nicht mehr tagsüber raus, am Nachmittag oder Abend auf unseren Terassen sitzen? Wollen wir wirklich in künstlicher Belüftung schlafen?

    Die Parteien immer wieder mit ihrer Verantwortung zu konfrontieren war, ist und bleibt richtig.
    Und nun zu Ihrem Hinweis „…Dies unabhängig davon, was örtliche Vertreter der Parteien wollen…“

    Ich kann nicht erkennen, dass sich die örtlichen Vertreter in den letzten Jahren von ihrer Parteiführung erkennbar abgesetzt hätten.
    Die CDU Hoher Teltow ist in ihrem Kommunalwahlprogramm für die Gemeinderatswahl 2008 sogar mit der Forderung für ein Nachtflugverbot nur von 0.00-5.00 Uhr angetreten!

    Und Herr Baier hätte MP Platzeck sein Parteibuch längst vor die Füsse werfen müssen. Machte er aber wohlmöglich deshalb nicht, weil er nach einer verlorenen Wahl
    durch ihn sicher noch auf „Unterbringung“ auf einer möglichst gleich gut bezahlten Stelle hofft, möglichst mit Dienstwagen und Referenten wie z.Zt. hier in unserer Gemeinde.

    Sehr geehrter Herr Freywald,

    ich sehe das alles ganz entspannt. Ich biete mich als Alternative an. Zu kandidieren beinhaltet das Risiko, nicht gewählt zu werden.

    Seit frühester Jugend prägt das Gelassenheitsgebet mein Leben:

    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Noch „kämpfe“ ich aber, um das Vertrauen der Wähler/innen. Noch ist nichts entschieden!

    Ich bin aber sicher: Wenn (noch) nicht jetzt, werden die Bürger/innen von Blankenfelde-Mahlow spätestens nach Inbetriebnahme des BBI/BER und der noch folgenden 3. Start- und Landebahn verstehen, warum der BVBB e.V. und ich das Thema so hartnäckig verfolgt haben und weiter verfolgen werden.

    Im Übrigen geht es mir ja nicht nur um das Thema Flughafen, wie Sie ja auch richtig erkannt haben. Es geht vor allem auch darum, mit der Parteibuchwirtschaft und dem rot-roten Filz, der sich wie Mehltau über den Landkreis und leider auch unsere Gemeinde gelegt hat, aufzuräumen.

    Gemeinsam mit den 3 parteilosen Fraktionen und der CDU-Fraktion gäbe es hierfür ab dem 25.9. bzw. nach Amtsübernahme, am 14.01.2012 eine neue Mehrheit!!!

    Matthias Stefke

    • Frank Freywald
      20. September 2011 at 05:38

      Sehr geehrter Herr Stefke,
      anscheinend sind meine Kommentare zu diesem Thema der Zensur zum Opfer gefallen, so dass Ihrer Antwort nunmehr der Bezug fehlt und die bis hierhin interessante Diskussion etwas einseitig wird.
      Ich gehe davon aus, dass es sich um gut gemeinten Wahlkampf der Redaktion handelt und dass das überhaupt nichts über Ihre Methoden als potenzieller Bürgermeister aussagt.

  12. Matthias Stefke
    18. September 2011 at 13:24

    Vielen Dank lieber Herr Dr. Hahn,

    zu der Anzeige noch folgendes: Wer es nötig hat, Verwaltungsmitarbeiter oder Mitglieder der
    örtlichen Feuerwehr – auf welchem Wege auch immer – dazu zu bewegen, zu seinen Gunsten eine Wahlanzeige zu unterschreiben offenbart sein wahres Gesicht.
    Neben dem Vorgang Doreen Schmalenberger ein weiteres Indiz dafür, über welche Qualitäten Ortwin Baier als Dienstherr verfügt!

    • Gerrit Schrader
      19. September 2011 at 07:22

      Richtig so! Bis zur Pressekonferenz von Baier war nur wenigen die anonyme Anzeige bekannt. Danach stand es in der Zeitung und nur redet jeder im Ort darüber. Wie kann man nur einen Menschen so bloß stellen und das auch noch nur, um sich im Wahlkampf einen vermeintlichen Vorteil zu verschaffen.

  13. Matthias Stefke
    19. September 2011 at 09:29

    Sehr geehrter Herr Freywald,

    bitte belegen Sie, wo ich gesagt oder geschrieben haben sollte, dass ich es als Bürgermeister alleine schaffe, den Standort von Schönefeld nach Sperenberg zu verlagern.
    Da werden Sie große Probleme haben, dass habe ich nämlich nie gesagt.

    Ich habe gesagt, dass ich mich dafür einsetzen werde bzw. dass ich in 8 Jahren einen Beitrag als Bürgermeister dazu geleistet haben will. Dies dadurch, dass ich der immer lauter werdenden Forderung nach Standortverlagerung eine öffentliche Stimme verleihen will, denn die Bürgermeister der Anliegergemeinden, insbesondere die der SPD zugehörigen, sind etwa abgetaucht oder beschränken sich nur noch auf Nachtflugverbot und Drehkreuzverbot.

    Ich bitte Sie also herzlich, mir nicht Aussagen unterzujubeln, die ich nicht getätigt habe, schließlich leide ich nicht unter Selbstüberschätzung.
    Zu behaupten, man könnte das als Bürgermeister alleine schaffen wäre in der Tat fern jeder Realität. Aber im Verbund mit der Schutzgemeinschaft der Umlandgemeinden, Tausenden Betroffenen und den vielen Bürgerinitiativen aus nah und fern könnte man einen Druck auf die Politik ausüben, der neue Perspektiven möglich macht.

    Bitte schauen Sie aktuell nach Niedersachsen, wo der CDU-Ministerpräsident McAllister gerade die Kehrtwende zu dem atomaren Endlager Gorleben vollzieht. Das ist doch nicht dessen Überzeugung, sondern der nackten Angst vor dem Machtverlust bei der kommenden Landtagswahl geschuldet.

    Ähnliches wäre bzw. ist auch in Sachen Schönefeld noch möglich.

  14. Frank Freywald
    19. September 2011 at 11:47

    Jetzt haben Sie mir aber Aussagen untergejubelt. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Sie irgendwo behauptet hätten Sie könnten Schönefeld alleine beseitigen.
    Ich habe lediglich gesagt, dass Sie Ziele in Ihrem Programm angeben, deren Erreichung nicht in Ihrer potenziellen Macht als Bürgermeister liegt.
    Was Sie nämlich auch nie gesagt oder geschrieben haben, ist WIE Sie als angehender Bürgermeister einen höchstrichterlich bestätigten Flughafen auf eine andere Region abwälzen wollen oder zumindest daran mitwirken wollen. Diese Fragen konnte bisher niemand im BVBB beantworten.
    Schlagworte wie Drehkreuzverbot, Nachnutzungskonzept und Zentralflughafen für Deutschland taugen dafür jedenfalls nicht, denn nichts davon kann politisch oder gar rechtlich durchgesetzt werden.

  15. Andreas Kleeßen
    19. September 2011 at 14:09

    Sehr geehrte LeserInnen und NutzerInnen des „klaerwerk-blog.de“.

    Auf der Suche nach einem Ergebnis der BM-Wahl am 11.09.2011 bin ich am darauf folgenden Tag zufällig auf diese Website gestossen.
    Mein erster Eindruck war: Holla die Waldfee, was spielt sich denn hier ab?
    Mein zweiter Eindruck: Hier hat sich wohl gefunden, was sich gesucht hat.
    Es geht in diesem Blog meines Erachtens wie in einer Kaffeenische einer x-beliebigen Firma zu: Tratsch, Tratsch, Tratsch…
    Mein dritter Eindruck: Warum hauen hier alle in die gleiche Kerbe?
    Wo gibt es hier Widerworte, Gegendarstellungen, Erwiderungen, FAKTEN-Austausch?
    Herr Freywald ist der Einzige – den ich gefunden habe -, der versucht, die hier aufwallenden Wogen an Emotionen faktenmässig zu glätten.
    An seine Seite möchte ich mich heute stellen und einmal meine Gedanken zur Gemeinde, zur diesjährigen Wahl äussern.

    Ich wohne seit 1989 in dieser Gemeinde.
    Auf die letzten 22 Jahre zurückblickend: „Mein Jott, wie haste dir positiv vaändert!!“
    Das Ortsbild ist bei weitem schöner und funktionaler geworden.
    Es gibt einen (bezuschußten?!)Nahverkehr, von dem früher nur zu träumen war.
    Es herrscht in meinen Augen eine hervorragende Grundordnung, die es auf jeden Fall zuläßt, mit seinen Gästen aus Nah und Fern – egal wo – spazieren zu gehen.
    Mir ist keine Ecke bekannt, Herr Stefke, wo es sich zu schämen gilt.
    Was sich in den zurückliegenden Jahrzehnten alles als Wohn- und Gewerbegebiet etabliert hat;
    „Hut ab!“
    Das sich all diese Erfolge nicht „von allein und von ungefähr“ eingestellt haben, dürfte wohl jedem Klar sein. Es wurde und wird, vor allem im Gemeinderat, vorgeschlagen, gestritten, gerungen und vielleicht so manches auch einmal mit der „Basta“-Methode durchgesetzt.
    Führung halt…

    Zur diesjährigen BM-Wahl:
    Vieles, was hier an Schreiben, Aufrufen und Darstellungen dargeboten wird, empfinde
    ich als NICHT REIN FAKTISCH untermauertes Getratsche.
    Interessant und förderlich finde ich, wie auch bei den meisten anderweitigen schriftlichen Darstellungen, die Aussagen und Gedanken von Herrn Heimberger.
    Er gibt eigentlich stets seine auf Fakten bezogenen Gedanken als Anregung preis, frei nach dem Motto: „Das ist der FAkt. Das denke ich darüber! Was sagst du dazu?“
    Bei anderen habe ich eher den Eindruck einer faktenmässig NICHT untermauerten Hetze.
    Rot-Roter, eventuell mit Grün verbundener Filz in Gemeinde, Landkreis, Land…
    Gibt es nicht auch den BVBB-Filz?
    Auch wenn nicht alle Interessen tolerierbar sind, so sind diese „Filze“ doch nichts anderes als – auf welcher Grundlage auch immer – Interessengemeinschaften.
    Für mich als Bürger dieser Gemeinde ist in erster Linie wichtig, das es vorwärtsgeht.
    Das hat es bisher auch getan.
    Warum wurde eigentlich bei dem Herrn O. Baier im Gemeinderat noch nicht die Vertrauensfrage gestellt, wenn es – anscheinend? – Korruptionsverdacht, Kuppelei, Ausnutzung von Amtsbefugnissen etc. gab oder gibt??
    Vielleicht ist es mir ja auch als zugegeben nur unregelmässiger Leser von „Blickpunkt“, „Wochenspiegel“ und „MAZ“ entgangen?
    Wie kommt es, Herr Stefke, dass laut Ihrer – sinngemässen – Aussage angeblich niemand, bis auf die Kämmerin und Herr Baier, aus dem Gemeinderat über die Finanzbilanz Bescheid weiß?
    Zumindest kann ich mir vorstellen, dass es auch auf Gemeindeebene eine dem Finanzamt anzugebene Jahresbilanz gibt?
    Eine weitere Möglichkeit – mir so aber nicht bekannt – wäre ein Antrag im Rahmen des Gemeinderates auf Offenlegung der Finanzen? Oder geht das nicht? Frage ja nur mal…

    Weiterhin hat Herr Feywald recht, wenn Sie, Herr Stefke, Ihre Kandidatur eng im Zusammenhang mit dem BBI sehen.
    In einem Artikel „5 Fragen an die BM-Kandidaten“ – ob im „Blickpunkt“ oder „Wochenspiegel“ weiß ich zugegeben nicht mehr – gaben Sie auf die Frage, was Sie in 8 Jahren erreicht haben möchten, als einzigen Punkt sinngemäß zur Antwort:
    Sie möchten maßgeblich dazu beigetragen haben, dass der BBI nach Sperenberg verlegt IST.
    Hm…
    Im übrigen habe ICH noch von keinem sich finanziell allein tragenden Nachnutzungskonzept des BBI gehört oder gelesen.
    Allein das Abfertigungsgebäude kann ich mir schwerlich als Bürohaus vorstellen.
    Oder die Start- und Landebahnen als Kart-Strecken.

    Zweites Hauptthema dieser Wahl: Das Rathaus.
    Ich habe mich beim Lesen des „Blickpunkt“ vom 17.09.2011 regelrecht vor Lachen gekringelt.
    Auf die Frage, ob die Gemeinde ein neues Rathaus benötigt, haben Sie, Herr Stefke, sinngemäß geantwortet: Nein, definitiv nicht! Es soll aber nicht so teuer, funktional sein und sich dem Ortsbild einfügen.
    Olle Droschken-Kasupke der „Berliner Morgenpost“ würde sich daraufhin fragen:
    Ja wat denn nu! Ja oder ne? Rinn oda raus? Bau´n oda nich bau´n war die Fraje!
    Lustig finde ich auch, Herr Stefke, wie Sie auf Ihrer professionell gestalteten WebSite
    darauf verweisen, dass Sie keine Ambitionen in Richtung Landtag oder gar dem Amt des Landrates haben. Ein Brüller!!
    Mit solcher Aussage im BM-Wahlkampf könnte man ja andere auf – natürlich !! ungewollte?? – Gedanken bringen.
    Ein Schelm, wer (böses) dabei denkt.

    Genug geschrieben:
    Es ist schon tarurig, was für eine regelrechte Schlammschlacht in unserer Region, Gemeinde geführt wird.
    Das schlimmste: in den Augen der Wähler ist es eine Schlacht um Posten und Pöstchen, Einfluss und Macht, vielleicht auch ganz einfach nur um Geld!
    Im meinen Augen ist dieses Klärwerk leider nur ein „Ver-Klärwerk“, weil zu wenig, rein faktisch gesehen, an unterschiedlichen Meinungen hineinfließt, um GEKLÄRT, also ausdiskutiert, am Ende heraus gelassen zu werden.
    Obwohl: das Konzept ist gut, allein die demokratische Umsetzung ist ein wunder Punkt!

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Kleeßen (Mahlow)

  16. Frank Freywald
    20. September 2011 at 05:30

    Leider ist meine Antwort irgendwie in den Weiten des Netzes verschwunden, dehalb hier noch einmal:

    Jetzt haben Sie mir aber Aussagen untergejubelt. Ich habe nirgendwo geschrieben, dass Sie irgendwo behauptet hätten Sie könnten Schönefeld alleine beseitigen.
    Ich habe lediglich gesagt, dass Sie Ziele in Ihrem Programm angeben, deren Erreichung nicht in Ihrer potenziellen Macht als Bürgermeister liegt.
    Was Sie nämlich auch nie gesagt oder geschrieben haben, ist WIE Sie als angehender Bürgermeister einen höchstrichterlich bestätigten Flughafen auf eine andere Region abwälzen wollen oder zumindest daran mitwirken wollen. Diese Fragen konnte bisher niemand im BVBB beantworten.
    Schlagworte wie Drehkreuzverbot, Nachnutzungskonzept und Zentralflughafen für Deutschland taugen dafür jedenfalls nicht, denn nichts davon kann politisch oder gar rechtlich durchgesetzt werden.

  17. Wiebke Knake
    21. September 2011 at 14:04

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Grünen unterstützen die Kandidatur von Herrn Baier mit der Begründung die in der Pressemitteilung in der MAZ stand. (Leider nicht online frei zugänglich.)

    Meiner Meinung nach hat Herr Baier in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet, er ist fachlich versiert und hat eine Meinung zum Flughafen mit der ich übereinstimme.
    Sperenberg ist nicht durchsetzbar. Und meiner Meinung nach kommt die BVBB-WG mit Ihrer Blockade-Haltung auch nicht weiter, machen keinen guten Eindruck auf Investoren und weitere Personen mit denen ein Bürgermeister umgehen können sollte/muß. Auch deswegen möchte ich mich nicht als Bürger von Ihnen vertreten wissen.

    Vielleicht haben viele in Blankenfelde-Mahlow keine Lust mehr auf Demonstrationen, weil Sie dessen müde geworden sind und weil sie nicht mit den Verfassern der gelben Blättchen auf eine Stufe gestellt werden möchten.

    Und nur weil Frau Bomke einen Wechsel will, bedeutet das nicht, das sie Herrn Steffke als Bürgermeister möchte … (sonst hätte sie wohl kaum selbst kandidiert).

    Und wenn Herr Baier so sehr unter der „Fuchtel“ von Herrn Platzeck und co. stehen würde, wie sie es vermuten, würde er wohl kaum als Bürgermeister gegen den BBI/BER klagen. Es ist für Ihn sicher nicht immer angenehm Mitglied dieser Partei zu sein, aber es kann nun mal nicht jeder seine eigene Partei gründen. Abgesehen davon ist ein gewisser Hintergrund an Erfahrung/Know-How … etc., den man zur Mitgliedschaft in einer der großen Parteien dazukommt, hilfreich und unterstützend.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Wiebke Knake

  18. Hannelore Pappschik
    21. September 2011 at 20:14

    Ja, das ist auch eine Einstellung. Wie ist denn die Meinung von Herrn Baier zum Flughafen? Wie ist denn Ihre Meinung zum Flughafen, liebe Frau Wiebke Knake? Ihre Übereinstimmung würde mich schon mal interessieren. Was heißt hier Blockade-Haltung? Gehören Sie der Fraktion der Grünen an? Ich kann es mir nicht vorstellen, ansonsten erwarte ich eine andere Einstellung zum Flughafen. Ich bin auch keine Träumerin, ich weiß auch, wie unheimlich schwer es ist, überhaupt etwas gegen den Flughafen zu erreichen. Trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf. Oh, wie schlimm, „es macht keinen guten Eindruck auf die Investoren und weitere Personen, mit denen Herr Baier umgehen muß“.
    Klipp und klar, Herr Baier hat in dieser Angelegenheit einzig und allein seine Bürger in Blankenfelde-Mahlow zu vertreten. Was er ja auch vehement verkündete unter anderem auf der Flughafen Demo in Blankenfelde-Aldi Gelände. Was sagte Herr Baier doch so wunderbar: „Herr Wowereit will im September Bürgermeister werden, wenn er seine Einstellung zu den Flugrouten nicht ändert (keine Flugrouten über Berlin), dann werde ich mich dafür einsetzen, dass er große Problem zu erwarten hat…..“ Natürlich wieder eine Lachnummer. Haben Sie während des Wahlkampfs von Klaus Wowereit eine Zeile, ein Wort gegen ihn von Ortwin Baier gehört. Lassen wir das!
    Nun zu Ihrer Feststellung zu Frau Bomke: „Obwohl Frau Bomke einen Wechsel wollte, muß Sie nicht Herrn Stefke als Bürgermeister wollen“. Richtig! Dann muß Sie nachwievor Ortwin Baier wollen, oder was meinten Sie? Ich war auf mehrere Wahlveranstaltungen von Regina Bomke. Ich hörte mir Ihr Programm an und war sehr oft einer Meinung mit Ihr. Was warf Sie den bisherigen Amtsinhaber alles vor: Verschwendung von Steuergeldern, Bürgerunfreundlichkeit in der Verwaltung, „die Unzufriedenheit und Enttäuschung der Bürgerinnen und Bürger ist immer weiter gewachsen“, und und und (nachzulesen auf der Homepage von Regina Bomke).
    Ja, was machen wir denn nun? Alles umsonst, war doch nicht so gemeint, waren doch nur Feststellungen während des Wahlkampfs. Nun machen wir eben Hand in Hand weiter, werden wir doch hinbekommen, oder? Schnell alles vergessen, Haben wir doch schon über viele Jahre so praktiziert, na und, wo liegt da das Problem?
    Na ja, liebe Wieke Knake, ganz so lustig finde ich das Ganze dann doch nicht. Es sollte schon, wenigstens was im Wahlkampf gesagt wurde, eingehalten werden. Ansonsten wäre das, was Regina Bomke sagte, für mich unglaubwürdig, obwohl ich es so während des Wahlkamps nicht verstanden habe. Ich hätte Regina Bomke durchaus zugetraut, dass Sie auch Ihr Gesagtes durchgesetzt hätte, wenn, ja wenn…!
    Nun auch noch die Bemerkung, Herr Baier steht unter der „Fuchtel“ von Herrn Platzeck. Na ja, das das so nicht ist, wissen wir. Herr Baier ist ein Genosse von Herrn Platzeck und wo ein Genosse ist, ist die Partei. Das kannten wir doch schon alles mal. Also nix da mit „Fuchtel“, warum auch. Matthias Platzeck sagt, Nachtflugverbot geht nicht (Sie erinnern sich, wegen der Investoren), na und nun? Ich kann Ihnen nur sagen, ich hoffe bis zur letzten Sekunde, dass der Flughafen nicht so in Betrieb gehen wird, wie geplant. Ich danke allen ehrenamtlichen Mitarbeitern des BVBB für Ihre jahrelange Tätigkeit. Ich gebe die Hoffnung auch noch nicht auf. Wenn auch nur ein Teilerfolg erreicht werden würde. Ich bin dankbar für jedes Fleugzeug was nicht über mein Haus und Grundstück fliegt. Es ist für mich unvorstellbar, alle paar Minuten das ertragen zu müssen. Es ist jetzt schon teilweise kaum auszuhalten.
    Zu Ihrer Bemerkung: „Abgesehen davon ist ein gewisser Hintergrund an Erfahrung/Know-How … etc., den man zur Mitgliedschaft in einer der großen Parteien dazukommt, hilfreich und unterstützend“. Dazu fällt mir nichts mehr ein. Was meinten Sie damit? Ich könnte jetzt Vermutungen äußern, was Sie vielleicht meinen könnten. aber wie gesagt, lassen wir das. Bleiben wir auf den Boden der Tatsachen und umschreiben wir hier nicht Dinge, die zur Lachnummer werden könnten. Ganz schlicht und einfach, ehrliche Politiker wollen wir, dass ist das, was der Bürger erwartet und auch erwarten kann.

  19. Wiebke Knake
    23. September 2011 at 20:52

    Sehr geehrte Frau Pappschik,

    ich bin seit Anfang des Jahres (als Nachfolgerin von Herrn Abraham) Mitglied der Gemeindevertretung, sowie Mitglied im BJSp bzw. S&K-Ausschuss. Außerdem bin ich Vorsitzende des Basisverbandes Blankenfelde-Mahlow von Bündnis90/DieGrünen.

    Was erwarten Sie denn von den Grünen im Bezug auf den Flughafen?
    Ich bin für ein Nachtflug-Verbot von 22 bis 6 Uhr, einen Flughafen ohne Drehkreuz-Funktion und eine Entlastung unseres Ortes bei den Flügen. Ebenso wie für die anderen Punkte die die Mehrheit der GV im April(?) dem Bürgermeister mit auf den Weg gegeben hat. Es wäre natürlich toll, wenn der Flughafen gar nicht (aus-)gebaut worden wäre, aber in dem Punkt bin ich realistisch, dass der Flughafen in Betrieb gehen wird. Der Baustopp hätte, wenn, dann schon vor Jahren gefordert werden müssen, jetzt ist er unrealistisch. Jetzt bin ich froh über jedes Flugzeug, dass nicht über unsere Gemeinde fliegt/fliegen wird. (Hilfreich wäre es wohl auch, wenn das Flugzeugbenzin endlich versteuert werden müsste.)

    Der Eindruck auf Investoren und andere Gesprächspartner bezog sich auf das allgemeine Auftreten eines Bürgermeisters, nicht nur im Hinlick auf den Flughafen.

    Frau Bomke hat kandidiert um selber Bürgermeisterin zu werden.
    Sie hat Herrn Steffke ebensowenig bei seiner Kandidatur wie bei seiner Stichwahl unterstützt.

    Und: Wieso schimpfen sie eigentlich immer auf „die Politiker“? Was sind denn die Mitglieder der BVBB-WG?

  20. Michael Matzke
    24. September 2011 at 09:36

    Liebe Frau Knacke,

    gerne möchte ich Ihre Frage „was erwarten die Wähler von den Grünen im Bezug auf den Flughafen“ als Wähler beantworten.

    Diese Frage lässt sich sehr leicht beantworten.

    Die eigentlichen grünen Wähler erwarten von den Grünen alternative, vor allen Dingen „grüne“ Politik. Was jedoch derzeit bei den Grünen vorherrscht ist nicht mehr von den alteingesessenen Parteinen SPD, CDU und FDP zu unterscheiden. Hier steht nur noch klar der Machterhalt oder das Streben nach Macht und dotierten Posten im Vordergrund. Keine Spuren mehr aus den Gründungsjahren der Grünen ist enthalten, keine Protestbewegung, keine ökologische Grundeinstellung ist mehr vorhanden.

    Im Bezug auf den Standpunkt zum BER lässt sich diese Wandlung der Grünen sehr schön nachvollziehen. Als Grüner Wähler erwarte ich einfach zum Thema Flughafen (und da ist dass völlig egal, ob wir hier über eine dritte Startbahn in München, oder über den Kelsterbacher Wald reden) generell eine ablehnende Haltung. Als Grüner Wähler erwarte ich ein klares NEIN zu Umweltverschmutzung, Lärm und Gesundheitsgefährdung. Keine Diskussionen kein „vielleicht ein Wenig“, oder „man könnte ja doch“. In diesen Grundsatz darf es als grüne Politik keine Abweichung geben. Von grüner Politik erwarte ich, dass sie sich an die Spitze jeder Protestbewegung gegen Umweltverschmutzung, Lärm und Gesundheitsgefährdung setzt, auch wenn damit persönliche Verluste anstehen sollten. Damit schließt sich der Kreis.

    Was ist aus den Grünen geworden, nachdem sie in Stuttgart an die Macht gekommen sind. Wie einfach wäre es für die Grünen gewesen, hier ihre Möglichkeiten und ja ihrer eigentlichen Wurzeln wiederzubeleben. Weg mit den Ausbauplänen am Hauptbahnhof und Schluss damit. Was ist nun? Den eigentlichen Wahlerfolg in BW hatten die Grünen doch nur dem Wunsch der Bürger zu verdanken, das mit dem leidlichen Thema Bahnhofneubau Schluss gemacht wird. Warten wir mal dort die nächste Wahl ab, da muss ich auch keine großartigen Wahlforschungen anstellen, die nächste Wahl wird dort ein Lawinensturz der Grünen werden.
    Schauen Sie sich bitte die Wechselwähler zu den Piraten bei der Berlinwahl an: die meisten Wähler haben die Piraten mit großem Abstand bei den Grünen abgeworben, hier ist klar zu erkennen, dass der eigentliche alternative, frühere Grün-Wähler kein Interesse an die eingefahrene Postenpolitik der eingefleischten Parteien hat.

    Machen Sie doch bitte wenigstens hier lokale „Grüne“ Politik und lassen sie sich doch nicht von Posten und Macht blenden. Alternativen sind gefragt und genau das erwartet der Bürger, wenn er grüne Politik wählen möchte. Und stellen Sie sich doch bitte in die erste Reihe der Protestbewegung.

    Herzliche Grüße

    Michael Matzke

    Nachsatz: Sie erwähnten das allgemeine Auftreten (und meinten sicher auch das Erscheinungsbild) eines Bürgermeisters der größten Gemeinde im Landkreis Teltow-Fläming gegenüber Investoren (und vielleicht auch hochrangigen Gästen). Nun dazu mag sich jeder Wähler dazu persönlich ein Bild machen und dann entscheiden.

  21. M. Friedrich
    24. September 2011 at 14:23

    Hallo Frau Knake,

    Das Problem ist offensichtlich, dass die Leute die Baustopp Forderung nach wie vor nicht verstanden haben:

    Es geht natürlich nicht darum das Schönefeld garnicht in Betrieb geht sondern lediglich darum, dass nicht noch mehr gebaut wird (und damit UNSERE Steuergelder verschwendet werden), sondern mit der Planung für Sperenberg angefangen wird. Ich empfehle diesbezüglich mal das Nachnutzungskonzept des BVBB zu lesen bevor Halbwahrheiten verbreitet werden.

    Natürlich wird Schönefeld irgendwann (sicher nicht im Juni 2012) in Betrieb gehen. Das sagt weder der BVBB noch Herr Stefke als Bürgermeisterkandidat anders. Genauso wie niemand davon spricht Schönefeld einfach als Bauruine stehen zu lassen (daher „Nachnutzungskonzept“).

    Übrigens sieht das Nachnutzungskonzept auch vor, dass Schönefeld IMMER Flugplatz bleibt (z.B. als Regierungsflughafen und Sonderlandeplatz), das wird auch immer wieder vergessen.

    Genau da liegt aber das Problem, alle schimpfen auf unsere Baustopp-Forderung (die alles andere als unrealistisch ist !), haben aber leider nicht die leiseste Ahnung was wirklich dahinter steckt. Man kann ja erstmal auf uns schimpfen ….

    Der Baustopp wurde übrigens auch schon vor Jahren gefordert, aber da haben Leute wie Sie, Frau Knake, schlicht und ergreifend gepennt. Damals waren wir zu wenige und auch heute schläft 90% von Blankenfelde-Mahlow weiter, aber das ändert sich ja wenn BBI/BER in Betrieb geht, nur DANN ist es wirklich zu spät.

    Aber in einem Punkt stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu, das Kerosin nicht vergleichbar besteuert wird wie Benzin/Diesel ist in der Tat eine Frechheit und für mich als Berufspendler in keiner Weise nachvollziehbar ! Natürlich geht das Problem auch weiter: wir bekommen sinnlose Umweltzonen, immer weniger Abgase werden ausgestossen aber die Flugzeuge blasen Ihren Dreck ungehindert in die Atmosphäre. Bei den Jets gibt es keine Euro-5-Norm oder vergleichbares ! Warum kümmert sich da eigentlich niemand von den Grünen mal drum ????

  22. Hannelore Pappschik
    24. September 2011 at 16:55

    Richtig, liebe Wiebke Knake, Frau Bomke hat Matthias Stefke weder beim ersten noch beim zweiten Wahlgang unterstützt. Beim ersten Wahlkampf, da kann ich Ihnen folgen, war es ja wohl auch kaum möglich. Bei der Stichwahl tat sie es auch nicht, muß man auch akzeptieren. Vielleicht sind aber Mitglieder Ihrer Fraktion bereit, den von Ihr gewünschten Wechsel zu vollziehen, zu unterstützen. So wie es die CDU in Zossen getan hat und Michaela Schreiber zum Wahlsieg verholfen hat. Großartig! Kann doch auch in Blankenfelde-Mahlow so sein, warum denn nicht! Müßte eigentlich doch auch verständlich sein. Die CDU würde ja somit den Kurs der LINKEN unterstützen. Dazu gäbe es dann wirklich noch viel zu sagen. Kann ich mir einfach nicht vorstellen. Also, hoffen wir mal das Regina Bomke´s Worte: „PERSPEKTIVE SCHAFFEN DURCH PERSPEKTIVWECHSEL“ von Erfolg gekrönt werden.
    Ich bin auf alle Fälle dafür und meine Stimme gehört MATTHIAS STEFKE

  23. Andreas Kleeßen
    24. September 2011 at 18:51

    Hallo,

    fehlt uns eigentlich weniger, als an Flughafenkonzepte?
    Scheint ja sonst alles im Richtigren zu liegen?
    Mehr Streitpunkte gibt es (scheinbar) nicht wirklich?
    Ist daran also der neue Bürgermeister zu messen?
    Am Flughafen?
    Ich habe heute Abend mit einer betagten (West-)Berlinerin gesprochen.
    Als der Flughafen Tempelhof zu klein wurde für West-Berlin, entstand die Planung für den Flughafen Tegel…
    Ohne solchen Streit, wie heutzutage!
    Herr Stefke, fragen sie mal ihre Eltern!!
    Notwendigkeit war damals die Antwort.
    Also Frage: Haben wir einen neuen Flughafen überhaupt nötig?
    Hätte Tegel und Schönefeld an sich nicht gereicht??

    Thema des Gespräches mit der älteren Dame aus (ehemals) West-Berlin war auch, dass sich jeder so wenig Anfahr-Handycups zum Flughafen wünscht:
    keine grosse Entfernung von daheim, keine teuren Parkgebühren – aber ohne grossen Lärm im / am eigenen Zuhause.
    Letzteres ist der Unterschied zu früher!
    Meines Erachtens steht laut etlicher Prognosen ein Ende von Verbrennungsmotoren jeglicher Art ( alsoauch die derzeitgen Düsentriebwerke) bevor.
    Ölmangel!
    Folge: „Photonenantriebe“ laut Scientfiktion-Romane??
    Und die sollen wohl sehr leise sein… Sssssstt – ab zum Ziel?!
    Wie nah darf dann ein Flughafenb sein? Wohl sehr, sehr nah!!

    Ergo:
    Warum bleiben bei all den Diskussíonen Szenarien der Zukunft ausser Betracht?
    Warum konzentriert sich alles und jedemann NUR auf das Heute?
    Wo sonst doch jeder an das Morgen denkt?
    Kurzblick ist (wahrscheinlich) die Antwort?

    Was gibt es sonst noch für akute Themen in der Groß-Gemeinde, abgesehen von Befindlichkeiten, die Besprochen und Diskutiert gehören – aber nicht (??!!) Grundkurs entscheidened sind??
    „Schiet“ – ausser an den Haaren herbeigezognener Themen findet sich nichts!!!
    Diskussionen, Streitigkeiten findén sich doch überall – Freunde, Kollegen, Familie…
    Aber damit den BM-Kandidaten zu bewerben?

    In meinen Augen gibts es „nichts Groosartiges“ in der Gemeinde zu „bemeckern“?
    Ein einzig großes Thema – da Mitglied im „Künstler- / Malverein Mahlow“ ist die Aktzeptanz der Kulturfältichkeiten / vereinsgebundenen Tätigkeiten in unserer Gemeinde.
    Aus persönlicher Bereisung z-Bsp des Gebietes West-Kanadas kenne ich es auf anderer Weise!!
    Die kulturelle Vielfalt findet dort eine ganz !! andere Beachtung!! als hierzulande….

    Summasummarum:
    Ich bin gespannt auf den Ausgang der Stichwahl.
    Mögen der Bessere gewinnen – aus meiner Sicht her. „weiter so“.
    Die Breitsichtigkeit anstehender Gemeindefragen möge dabei Berücksichtigung finden!!!

    Freundliche, der Gemeinde wohlgesonnende Grüsse –
    Andreas Kleeßen
    (Mahlow)

  24. Hannelore Pappschik
    24. September 2011 at 20:04

    Zu später Stunde muß ich mich noch einmal hinsetzen und schreiben. Schreiben zu den Artikel im heutigen Blickpunkt. „Fairness statt Anonymität“. Von der Redaktion hätte ich fairerweise erwartet, dass eine Gegendarstellung von den Genannten ermöglicht worden wäre und das nicht erst in den nächsten Tagen, sondern gleichzeitig zu diesem heutigen Beitrag.
    Wieder eine so schmutzige Art, Personen in den Wahlkampf anzugreifen. Wieder nichts Fassbares, wieder nichts Konkretes. Wieder die schmutzige Art, den „Neubewerber“ einfach „runter“ zu machen. Gesagt sei abermals an dieser Stelle: Nicht Matthias Stefke ist für den Flyer veranwotlich gewesen, er kannte diesen Flyer nicht. Verantwortlich ist das BürgerBündnis für diesen Flyer, dem auch ich angehöre. Ist das so schwer zu verstehen!
    Die Unterzeichner fragen: „Wer hat den Mut, für die traurigen Folgen einzustehen?“
    Diese Frage stelle ich mir stündlich, täglich. Ich bin fast der Ohnmacht nahe, wenn ich daran denke, dass Ihr, liebe Genossinen und Genossen, Euch zu diesem Text bekennt. „Die traurigen Folgen“ war der Freitod meiner lieben Nachbarin und Freundin Doreen Schmalenberger. Halten Sie sich mit Ihren Heucheleien zurück, auch wenn es schwerfällt. Auch wenn es Stimmen für Ihren Kandidaten Ortwin Baier bringen soll. Vorverurteilen Sie nicht, wie im Fall geschehen, im Vorhinein Menschen. Die Folgen kennen Sie. Was haben Sie bisher dafür getan, dass der Freitod aufgeklärt wird? Wo finde ich ein wenig Menschlichkeit in Ihrem Beitrag? Ich kann nur sagen, es kotzt mich an.
    Ich habe alle Fraktionsvorsitzenden angeschrieben und gebeten, für meine Doreen Geld zu sammeln, um den Ehemann Jens ein klein wenig zu unterstützen, statt Blumen oder Kränze. Ich frage Sie, haben Sie einen Cent dafür gegeben? Haben Ihre Fraktionsvorsitzenden überhaupt dieses Thema angesprochen. Von zwei Fraktioen habe ich etwas bekommen. Ich nenne keine Namen, es ist nicht so wichtig, wer diese waren. Aber eins kann ich Ihnen versichern: Von den LINKEN, von der SPD/Grüne, von der CDU ist kein Cent gekommen. Nun machen Sie mal Ihren ach so traurigen und sozialen Stil weiter.
    Danke lieber Dr. Gerhard, Kalinka, Willi Krüger, Dr. Rudolf Laser, Dr. Heidrun Nobis, Heike Richter, Dr. Ekkehard Rösel, Karin Sielaff, Dr. Günter Stirnal, sie können allesamt stolz sein, was Sie erreicht haben. In meinen Augen ist es das Letzte wofür Sie sich hergeben.
    Alles würde ich dafür tun um zu erfahren, wer diese Person war. Aber ich muß auch sagen, dass Verknüpfung vorangegangener Vorkommnisse letztendlich dazu beigetragen haben wie es dann zu diesem Tod kam. Ich wünsche mir Aufklärung und hoffe, die Kripo oder Staatsanwaltschaft wird es tun. Bis dahin hoffte ich auf Schweigen, auf Schweigen aus Anstand Doreen Schmalenberger gegenüber.
    Ich frage Sie, Dr. Kalinka, als Vorsitzender der Gemeindevertretung Blankenfelde-Mahlow: Wie haben Sie die Verstorbene als Angestellte der Gemeinde geehrt? Haben Sie nach diesem tragischen Tod in der letzten Gemeindevertretersitzung ehrende Worte der Verstorbenen gesprochen? Haben Sie dafür gesorgt, dass wenigstens bis zur Beisetzung, eine kleine Gedenkecke mit Foto der Verstorbenen eingerichtet wurde und ein Kondolenzbuch ausgelegt wurde? Das in der Gemeindeverwaltung die Bürger und Angestellten die Möglichkeit hatten, sich so von Doreen zu verabschieden? Das sind für mich Dinge, die hätten geschehen müssen, sollen. Ist es geschehen? Nun kommen Sie mir und Ihre Unterzeichner mit solch einen Beitrag im Blickpunkt. In mir ist nur noch Trauer und Schweigen!

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