Resumé einer Recherche

7. Oktober 2011
Von

Doreen Schmalenberger

Selten muß Ortwin Baier etwas derart ungelegen gekommen sein wie  der Selbstmord von Doreen Schmalenberger. Unerwartet? Der Tod der Frau hätte dem Bürgermeister den Wahlsieg und somit das Amt kosten können. Gründe, sich zu wehren!

Die Recherche „Chronik eines angekündigten Todes“ bringt Tatsachen in die Öffentlichkeit, die bisher im Verborgenen blieben. Klaerwerk hat seine Kenntnisse bewußt nicht in den Wahl-Kampf-Tagen publiziert. War das ein Fehler? Der Fehler? Ist Moral ein Maßstab, der das Zusammenleben der Menschen bestimmt, dann hat klaerwerk moralisch gehandelt. Zum Nachteil des praktischen politischen Handelns? Ganz gewiß, wenn man sich den Satz von Thomas Mann zu Eigen macht: „Politik ist eine Sache ohne Moral“. Ohne Moral zu agieren, ist, zumindest für klaerwerk, keine Alternative.

Deshalb unser stetes Bemühen. Der Menschenwürde wegen. Um der Menschlichkeit willen. Der dringend und eindringlich geforderten und erforderlichen Sachlichkeit wegen. Klarheit muß sein zum offenbar nicht ganz so freiwilligen „Freitod“ von Doreen Schmalenberger! Wer das nicht will, lebt mit der Haltung „über Leichen zu gehen“. Da macht klaerwerk nicht mit!

Deshalb müssen all die Fragen sein, auf die es keine befriedigenden Antworten gibt. Die Fragen werden täglich mehr. Weshalb hat kein Verantwortlicher seit dem 31. August auch nur eine Frage beantwortet. Was wußte der Bürgermeister von dem fingierten Fax, das die Gemeinde am 26. Mai 2011 (Eingangsstempel) erreichte? Was weiß er vom zweiten Fax, das Schmalenberger diskreditierte und die Verwaltung mit dem Datum vom 14. Juni 2011 registrierte? Dass Baier vom dritten Fax, 4. August 2011, wußte, war in der Märkischen Allgemeinen vom 1. September zu lesen. Die undifferenzierte Darstellung des Redakteurs führte bei vielen Lesern zu großen Mißverständnissen. Wollte irgendwer die Mißverständnisse? 10 Tage vor der Wahl?  Der Bürgermeister? Die Presse?

Am Tage nach der Pressekonferenz des Bürgermeisters, die am Todestag von Doreen Schmalenberger stattfand, war nichts davon zu lesen, dass dem Verwaltungschef die Serie der heimtückischen Verleumdungen bekannt war, bekannt sein mußte.

Kaum zu glauben, dass der Bürgermeister vor der Pressekonferenz nicht das Schreiben der Staatsanwaltschaft Potsdam kannte. In dem Schriftstück, vom 28. August 2011 (Sonntag!), teilte die Behörde Doreen Schmalenberger mit, dass „der Beschuldigten“ – siehe Fax vom 26. Mai 2011 – „der Tatbestand der Verleumdung … nicht nachzuweisen“ ist.

Alles, was in der dreiteiligen Recherche zusammengefaßt wurde, sind Fakten, Fakten, Fakten. Die kann niemand ignorieren. Die verpflichten Staatsanwaltschaft und Polizei zu gründlicheren Recherchen als die zum Fax vom 26. Mai 2011. Doreen Schmalenberger wurde im Stich gelassen. Deshalb konnten der/die Serientäter ungehindert ihre Untaten tun. Schwamm drüber? Wer, der ein Gewissen hat, kann das dulden?

Bernd Heimberger


 

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One Response to Resumé einer Recherche

  1. Hannelore Pappschik
    31. Oktober 2011 at 09:39

    Für Doreen

    „Klarheit muß sein zum offenbar nicht ganz so freiwilligen „Freitod“ von Doreen Schmalenberger“ schreibt und fordert Bernd Heimberger in seinem Beitrag „Resumé einer Recherche“.
    Heute, vor zwei Monaten, am 31. August 2011, hat Doreen für sich die Entscheidung getroffen, den Freitod zu wählen. Vieles wurde bisher dazu gesagt, geschrieben und recherchiert. Ich möchte hier und jetzt nicht anfangen, alles aufs Neue darzustellen. Wenn wir all die Kommentare lesen, wenn wir die Hintergründe wahrnehmen, dann wissen wir, Doreen hatte nicht die Kraft, den ganzen Schmutz zu ertragen.
    Ich fordere hier und jetzt die Person/Personen auf, sich Ihrer Machenschaften zu stellen. Ich frage mich, wie kann Derjenige damit umgehen, dass ein Mensch sich für diesen Weg entschieden hat?
    Der Gedanke, diese Person eventuell zu kennen, macht es für mich noch unerträglicher. Wie können wir uns offen in die Augen schauen, wie können wir vertrauensvoll miteinander umgehen?
    Klarheit muß geschaffen werden! Meine Hoffnungen beruhen weiterhin auf die Ermittlungen der Kriminalpolizei beziehungsweise der Staatsanwaltschaft.

    Hannelore Pappschik

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