Betr.: Ausschließliche Zuständigkeit für eine (tote) Personalangelegenheit

8. Oktober 2011
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Im Zusammenhang mit dem Freitod der Verwaltungsangestellten Doreen Schmalenberger hat die Fraktion BVBB-WG dem Bürgermeister am 4. Oktober 2011 zur Beantwortung einer Reihe detaillierter Fragen aufgefordert (Fragen an Baier zu anonymen Fax).   Schon einen Tag später ging dem Fraktionsvorsitzender Matthias Stefke die Antwort per eMail zu:

 

 

 

 

 

 

 

 

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MERK-WÜRDIG, erst nachdem:

●   der Server in der Verwaltung dem Vernehmen nach zwei Mal innerhalb von 14 Tagen abgestürzt ist,

●  Baier das anonyme Fax an die Verwaltung, also eine interne Personalangelegenheit, im Wahlkampf auf einer Pressekonferenz „verwertet“ hat, um einen seiner Mitbewerber anzuschwärzen, indem er ihn in den Medien immer und immer wieder „schmutziger, anonymer Wahlkampfmethoden“ bezichtigt,

● er sowohl öffentlich als auch nichtöffentlich konkrete Personen aus dem engeren Umfeld seines Wahlkonkurrenten als Urheber der anonymen Stasi-Fax-Nachricht denunziert hat,

●  er die Stichwahl mit seinem Konkurrenten (demzufolge?!) für sich entschieden hat,

●  klaerwerk Fakten und Hinweise veröffentlicht hat, die darauf hindeuten, dass Doreen Schmalenberger schon Monate vor dem Eingang des anonymen Stasi-Fax´ vom 4. August 2011 diversen, hinterhältigen, anonymen Anschuldigungen im Zusammenhang mit ihren dienstlichen Obliegenheiten ausgesetzt war,

●  Einiges auf eine regelrechte Kampagne gegen Doreen Schmalenberger hindeutet, mit dem Ziel, sie psychisch zu zermürben und aus der Verwaltung zu drängen,

●  es auch Hinweise dafür gibt, dass die Urheber bzw. ein Ausgangspunkt in der Verwaltung zu suchen sind,

● deutlich wurde, dass das anonyme Stasi-Fax offenbar nicht Ausgangspunkt  gezielt gesteuerter Aktivitäten gegen Doreen Schmalenberger sondern bestenfalls Schlussakkord war,

●  Ortwin Baier sich im Hauptausschuss und der Gemeindevertretung noch mit der Floskel ins Unterholz verdrückt hat: Immer noch der alte Stand, keine neuen Erkenntnisse … und damit suggerierte -wenn es neue Erkenntnisse gäbe, würde er selbstverständlich informieren,

● der Bürgermeister mit detaillierten Fragen zu diesen Vorgängen konfrontiert wird,

kommt ihm plötzlich die Erleuchtung:
Ach ja! Interne Personalangelegenheit, die fällt “ … in meine ausschließliche Zuständigkeit …“, da gibt es nichts öffentlich zu diskutieren!
Hat er plötzlich begriffen, dass er eine besondere Fürsorgepflicht gegenüber seinem Personal hat, z.B. wenn anonyme Vorwürfe erhoben werden? Eine besondere Fürsorgepflicht – insbesondere gegenüber dem Schicksal seines toten Personals? Oder hat er nur begriffen, dass es im Grunde jetzt darum geht, einen Einzigen zu schützen: Sich selbst? Ist die menschliche Schäbigkeit dieser Amtsperson noch zu toppen?

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2 Responses to Betr.: Ausschließliche Zuständigkeit für eine (tote) Personalangelegenheit

  1. Matthias Stefke
    8. Oktober 2011 at 06:58

    Hierzu zunächst nur folgender kurzer Kommentar:

    Eine „ausschließliche Zuständigkeit“ priviligiert nicht nur sondern sie verpflichtet vor allem. In diesem Fall: Zur Aufklärung bzw. zur aktiven Mitwirkung an dieser!

    Ich gehe noch davon aus, dass dies nicht die abschließende Antwort von Ortwin Baier auf die Fragen unserer Fraktion sein wird.

    Matthias Stefke

  2. 10. Oktober 2011 at 15:06

    Lieber Herr Blunk,
    dieser Beitrag, die Recherchen von Herrn Heimberger. der Beitrag von Frau Pappschick, eigentlich alles was zur der Aktion Baier, besser der an die MAZ- Öffentlichkeit gezerrten Verleumdungsversuche, bis hin zu den mögliche Gründen vom Freitod von Doreen Schmalenberger in Klaerwerk Blog veröffentlicht wurde war wichtig und verdienstvoll. Durch die MAZ – Zossen, die sich mit Baiers Kampagne gemein gemacht hat, hätte die Öffentlichkeit die Wahrheit nie erfahren. Diese Redaktion hat sich nie gefragt wie und auf wen sie herum trampelte als sie Baiers Anonymusgeschichte als Politikkampagne losgetreten hat. Diesen Schreiberlingen waren doch die Gefühle der Hinterbliebenen ebenso egal wie die Gefühle der Personen, die Baier in einen Zusammenhang mit dem anonymen verleumderischen Fax gebracht hat. Da ist es nur folgerichtig, das belegt den Charakter der hinter der Schreiberei steckt, dass dieses Blatt auch nicht mit einer Zeile den Versuch macht den angerichteten Schaden aus ihrem Kampagnenjournalismus gerade zu rücken. Da kann man nur sagen: Gleiche Brüder – Gleiche Kappen. Sie, alle Leser von Klaerwerk Blog dürfen darum sicher sein, wenn dann die Wahrheit heraus kommt, endlich bekannt wird warum Baier nach wochenlanger Kenntnis der gegen Frau Schmalenberger laufenden ehrverletzenden Verleumdungskampagne steckt, wenn heraus kommt, wen Baier ebenfalls als Autor und Absender der Faxe namhaft gemacht hat, dann werden sie nur ganze sechs Zeilen, wenn überhaupt. in diesem Blatt lesen.
    Übrigens, Baier ist nur möglich durch Gemeindevertreter, die unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit, diesen Mann zum Bürgermeister gemacht haben und ihn machen lassen was er machen will. Die Fragen die M. Stefke an Baier gestellt hat müssten die Fragen aller Gemeindevertreter sein. Baiers arrogante Behauptung, dass der Freitod einer Mitarbeiterin eine Personalangelegenheit sei, die nur ihn etwas anginge zeigt die Verachtung die dieser Mann auch gegenüber den Gemeindevertretern hat. Anders kann man seine Mail an Stefke nicht werten.
    Ein Gemeindevertretung, die kein öffentliches Interesse an der Kontrolle eines Bürgermeisters erkennen lässt, wenn es um die Fürsorgepflicht gegenüber Mitarbeiter/n geht, sich selbst beim Freitod einer Gemeindemitarbeiterin vom Bürgermeister vorhalten lässt, dieser Tod und dessen Umstände seien eine Personalangelegenheit wie jede andere, hat sich selbst disqualifiziert. In jedem Fall fehlt diesen Vertretern jedes menschliche Gefühl das eigentlich ausreichen müsste um alles zu tun, dass dieser böse Fall aufgeklärt wird.

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