Passiver Schallschutz an Wohngebäuden: Vereinbarungen der FBS mit Bürgern verstoßen gegen geltende Bauvorschriften und Standards

12. Oktober 2011
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Bislang hat sich die kommuneeigene Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft Blankenfelde mbH (WOBAB) im Rahmen der Diskussion „Schallschutz an Wohngebäuden“ bedeckt gehalten. Obwohl von seiten der Mieter nach klarwerk vorliegenden Informationen zunehmend Sorgen und Ängste geäußert werden, bis hin zur Absichtserklärung, nach Inbetriebnahme des BER wegzuziehen. Offenbar hat sich das Unternehmen jedoch schon einige Zeit mit diesem Thema auseinandergesetzt – und dies nicht nur vor dem Hintergrund der eigenen Unternehmensstrategie und im Interesse ihrer Mieter. Die Erkenntnisse der WOBAB sind für alle betroffenen Hausbesitzer und Eigentümer sehr aufschlussreich. Es sei denn, liebe Leser, Sie wurden schon längst von der FBS, der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises, durch das Amtsblatt oder die MAZ darüber informiert, dass es bei der Umsetzung passiver Schallschutzmaßnahmen nicht nur um die Berücksichtigung der einschlägigen Festlegungen des Planfeststellungsbeschlusses geht – sondern, dass auch die Vorgaben der Energiesparverordnung (EnEV) 2009 zu berücksichtigen sind, „… wenn beispielsweise ein Drittel der gesamten Fensterflächen und mehr ausgetauscht bzw. erneuert werden … “ Wenn das zutreffen sollte, dann kann die FBS kostenmäßig noch mal richtig einen Schnaps oben rauf tun. Merk-Würdig, warum wohl kommt niemand von den einschlägigen Akteuren auf die Idee, den Bürgern reinen Wein einzuschenken?
Lesen Sie hier bitte die vollständige Pressemeldung der WOBAB:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 Responses to Passiver Schallschutz an Wohngebäuden: Vereinbarungen der FBS mit Bürgern verstoßen gegen geltende Bauvorschriften und Standards

  1. M. Friedrich
    12. Oktober 2011 at 19:04

    Alles gut und schön, nur hat sich die WOBAB nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert was allein die Antragstellung angeht, wir haben MONATE darum gekämpft das die WOBAB überhaupt erstmal den Antrag stellte. Die natürlich verspätet (zumindest nach Angaben der FBS sollten ja alle Anträge bis spätestens 30.6.2011 gestellt werden, was natürlich seitens der WOBAB nicht passierte !). Erst nach dem wir nicht locker gelassen haben und unsererseits mit rechtlichen Schritten drohten (wir können den Antrag ja nicht selbst stellen) ging es dann. Vorher gab es immer wieder Ausreden: Angeblich gab es rechtliche Hürden, was ich als BVBB-Mitglied aber recht schnell wiederlegen konnte.

    Von den anderen chaotischen Zuständen dank der WOBAB in unserem Haus möchte ich erst garnicht anfangen !

  2. 13. Oktober 2011 at 13:19

    Sehr geehrter Hr. Friedrich,
    klasse, wie gut Sie informiert sind. Offenbar haben Sie Monate umsonst gekämpft, denn die WOBAB hat bis heute für Ihr(e) Haus(Wohnung keinen Antrag bei der FBS eingereicht. Ursache dafür ist schlichtweg die Tatsache, dass die WOBAB nicht Eigentümer Ihres Hauses ist und auch nicht von den Eigentümern diesbezüglich beauftragt wurde. Statt über willkürliche Stichtage zum Einreichen der Anträge hätten Sie sich lieber von der FBS darüber informieren lassen sollen, dass diese Anträge nur vom Hausbesitzer eingereicht werden können. Im Übrigen sollten auch Sie als Mitglied des BVBB bestens darüber informiert sein, dass diese Anträge in einem Zeitraum von 5 Jahren ab Inbetriebnahme des BBI gestellt werden können. Wem Sie also mit rechtlichen Schritten drohten und was Sie also als BVBB-Mitglied recht schnell wiederlegen konnten, bleibt wohl Ihr Geheimnis.
    Um aber noch etwas sachliches beizutragen: Da Sie ja zwischenzeitlich wohl zur Hälfte Eigentümer Ihrer Wohnung sind und es vielleicht für die andere Hälfte auch werden, konnten wir Ihnen mit unserer PR-Meldung hoffentlich wertvolle Hinweise in Ihrer Eigenschaft als vom Fluglärm betroffener Hausbesitzer geben.
    Beste Grüße, WOBAB

  3. M. Friedrich
    14. Oktober 2011 at 20:11

    Sehr geehrter Herr Bachmann,

    das klären wir doch:

    Sie haben natürlich Recht, das der bzw. die Eigentümer ausschließlich antragsberechtigt sind, aber an wen wenden sich die Mieter (die wir bis 31.8. zu 100% waren) für gewöhnlich ?

    RICHTIG, an die zuständige Verwaltung. Meine Ausführungen waren damit vielleicht etwas undeutlich, aber das kann man ja klarstellen.

    Da die WOBAB bis Ende August alleiniger Verwalter war (und seit dem zu 1/2 ist), wurden Sie von uns mehrfach (erfolglos) darum „gebeten“, sich um diesen Antrag zu kümmern (übrigens direkt ab Vertragsunterschrift !).

    Ich glaube es braucht an dieser Stelle nicht erwähnt zu werden, was beim direkten Herantreten an die Gemeinde (als zunächst Alleineigentümer und jetziger Miteigentümer) passierte und an wen wir verwiesen wurden ? Sie ahnen es sicher !

    Die Hinderungsgründe müsste Ihnen Ihr Mitarbeiter erläutern können. Wir kennen nur seine Aussage „rechtliche Unklarheiten“ und die bringt Sie sicher nicht weiter – uns damals übrigens auch nicht.

    Das man die Anträge noch 5 Jahre nach Eröffnung stellen kann ist mir natürlich bewußt, aber sicher ist es Ihnen möglich nachzuvollziehen, wie „lustig“ es sich bis dahin in einem Haus (in direkter Einflugschneise) lebt (bezüglich des Zustands der jetzigen Fenster empfehlen wir einen Blick in Ihre Akten, da sollten zwei ältere Kostenvoranschläge „schlummern“).

    Der Termin 30.6.2011 bezog sich übrigens auf die pünktliche Fertigstellung der Schallschutzmaßnahmen bis Juni 2012 (Tag der angeblichen BBI/BER Eröffnung). Ich dachte das wäre klar, aber zugegeben, dass habe ich nicht genau genug geschrieben.

    Ihre Pressemitteilung ist übrigens in der Tat sehr interessant, die meisten Aussagen daraus kann man übrigens auch schon etwas länger im BVBB-Forum nachlesen, wo sich Betroffene über diese Dinge austauschen. Positives sucht man aber auch dort vergeblich – kein Wunder selbst in direkter Nachbarschaft haben wir bisher auch noch nicht einmal positives von den Kostenübernahmevereinbarungen gehört. Umgesetzte Schallschutzmaßnahmen sind uns im persönlichen Umfeld übrigens nicht bekannt.

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