Versuch des Verdrängens?

19. November 2011
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Ein Foto von Klaus Schlage, zu sehen in der Maz vom 12./13. November 2011, zeigt, was ist! „Noch grüne Wiese“ ist untertitelt, wie die Freifläche gegenüber dem im Ausbau befindlichen Seniorenheim an der Blankenfelder Karl-Liebknechts-Straße aussieht. Was heißt noch? Soll nicht grün bleiben, was grün ist? Dem Artikel, der dem Bild zugeordnet ist, ist keine Silbe dem Gedanken gewidmet, das Grün zu erhalten (Ausriss aus MAZ v. 12.-13.11.2011).

Warum nicht? Weil der Artikel üblicherweise nur wiedergibt, was sich die Verwaltung wünscht? Weil nicht zur Kenntnis genommen wird, welche Bemühungen da sind, das Grün zu bewahren? Der Artikel läßt sich auf einiges ein, indem er Wesentliches ausläßt. Wissen sollte jedoch die Bevölkerung, wie die Stimmung bei den Anwohnern des potentielle Baugebiets ist, das sich inmitten der GAGFAH-Siedlung befindet. Wird durchweg der Bauklotz des Seniorenheims kritisch gesehen, wird ein weiterer Bauklotz (für Betreutes Wohnen) heftig abgewehrt. Für wen also wäre die weitere Bebauung das GAGFAH-Zentrums ideal, die dem architektonischen Charakter der Siedlung endgültig das Genick bricht? Wohl nur für die, die außerhalb der Siedlung wohnen, am besten fern von Blankenfelde (Fluglärm), wie der Leiter des Bauamts, dessen Leistungen vor allem darin bestehen, das Bild Blankenfeldes zu schädigen. Der „Noch grünen Wiese“ droht also Ungemach. Im Gegensatz zu den Mitteilungen der Maz gab es bereits ein Votum der Gemeindevertretung zum erwähnten Gelände. In ihrer Sitzung vom 23. Juni 2011 entschied die Gemeindevertretung, das Grundstück unentgeltlich der WOBAB zu überlassen. Selbstverständlich, damit die WOBAB eventuell Häuser für Betreutes Wohnen errichtet. Eventuell! Und, wenn, dann eher ortstypisch. Gleichzeitig brachte die Fraktion BürgerBündnis Blankenfelde-Mahlow den Antrag ein, das Gelände für die Gestaltung eines Parks zu nutzen. Wohin sollen denn die künftigen Bewohner des Seniorenheims? Schließlich ist ein Seniorenheim keine Kaserne oder ein Knast. Der Park könnte etwas werden, wenn sich die WOBAB entsprechend engagiert. Zumal die Geschäftsführung längst skeptisch ist, wie sinnvoll, also ökonomisch akzeptabel Bauten für Betreutes Wohnen an Ort und Stelle sind. Effektiver, zweckmäßiger wäre es für die WOBAB, sie würde am Jühnsdorfer Weg (einstiges Kasernengelände) bauen.

Park, anderorts bauen, wäre eine Sache der Vernunft. Die versucht, nicht zum ersten Mal, die Verwaltung zu boykottieren. Aufgetaucht ist in der Sommerzeit ein Unternehmen aus Cottbus, das sich offenbar nicht nur um die Erweiterung von Möglichkeiten des Parkens kümmern soll. Wer hat die Leute herangeholt? Zu welchem wirklichem Zweck? Wird abermals der Versuch gemacht, die WOBAB aus Planungen zur Gestaltung Blankenfeldes zu verdrängen, wie das beim Konzept für das Zentrum des Ortes der Fall war? Fragen, auf die noch niemand geantwortet hat. Fragen der Fraktion des BürgerBündnis Blankenfelde-Mahlow. Fragen, die die Bürger interessieren, die das BürgerBündnis vertritt, das mit zu den Auftraggebern der Gemeindeverwaltung gehört. Auch, wenn das die Verwaltung immer wieder gern vergißt. Also doch Park, wo „Noch grüne Wiese“ ist? Bürger, Bürgervertreter, WOBAB, Verwaltung, müßten, handelnd, verhandeln.

Bernd Heimberger

 


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