Na, da haben wirâs doch wieder – - – Wendehals bleibt Wendehals â jetzt will unser verehrter Landesvater seine Braunkohleverstromung auch ohne die umstrittene CCS-CO2-Verpressung durch ein neues Braunkohlekraftwerk â unter Inkaufnahme der Abbaggerung weiterer Ortschaften der Lausitz â in Zukunft realisieren, obgleich er vor noch gar nicht langer Zeit versprochen hatte, davon Abstand zu nehmen, wenn die CCS-Technologie nicht realisiert werden kann â der Umwelt zuliebe !
Aber das ist ja nun âSchnee von gesternâ und âwas kĂŒmmert ihn heute noch sein GeschwĂ€tz von gestern ?â Was so ein richtiger Wendehals ist, der steckt so etwas âmit linksâ weg. Es ist ja nicht das erste Mal und wird wohl auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Wir kennen das ja schon vom Raumordnungsverfahren fĂŒr den Airport BER, in dem besagter Herr durch Unterschrift bestĂ€tigte, dass der Standort Schönefeld fĂŒr einen neuen GroĂstadtflughafen âungeeignetâ ist. Mit dem Planfeststellungsantrag dann hat er mittels seiner Vasallen im zustĂ€ndigen Minister-um bestĂ€tigen lassen, dass es keinen âbesseren Standortâ im Umkreis von Berlin gibt, der fĂŒr einen GroĂflughafen geeignet ist â âSchönefeldâ â koste, was es wolle und ohne RĂŒcksicht auf die dadurch vom zu erwartenden LĂ€rmterror betroffenen Menschen. Alles âSchnee von gesternâ und es geht weiter, denn nach dem Bekanntwerden der ersten VorschlĂ€ge der DFS zu neuen Flugrouten â als sich lauthals viele BIâs womöglich âneubetroffener Gemeindenâ zu Wort meldeten und ihrem Protest Ausdruck verliehen  â hat der sich auf Protestveranstaltungen zu Wort meldende MinisterprĂ€sident deutlich verkĂŒndet, dass er sich â wie auch sein Berliner Amtsbruder â dafĂŒr einsetzen wird, dass die Lage der neuen Flugrouten so festgelegt werden soll, dass möglichst wenige Menschen mit möglichst geringer LĂ€rmbelastung betroffen sein sollen.
Dabei sollte gelten: âFlugsicherheit und LĂ€rmschutz gehen vor Wirtschaftlichkeit !â Was ist davon heute noch ĂŒbrig ? – - – Wirtschaftlichkeit steht ohne wenn und aber ganz vorne an und ein Herr Platzeck verkĂŒndet lauthals, dass fĂŒr ihn von einem Nachtflugverbot, also einem ganz kleinen Schritt zur ErfĂŒllung seiner ursprĂŒnglich angebotenen These â seinem âGeschwĂ€tz von gesternâ offensichtlich â heute keine Rede mehr ist.
SchlieĂlich wurden wir ja nicht nur einmal mit der Formulierung âberuhigtâ, dass alles dafĂŒr getan wird, dass die Betroffenen einen âausreichenden Schallschutzâ erhalten werden, um ihnen das Leben unter den Flugschneisen ertrĂ€glich zu gestalten, Und was ist die Praxis ? – - – ein halbherziges, von Fehlern auf der ganzen Linie strotzendes, von betrĂŒgerischen Machenschaften geprĂ€gtes Schallschutzprogramm wird mit völlig unsinnigen MaĂnahmen und himmel-schreienden Ungerechtigkeiten fĂŒr die meisten anspruchsberechtigten, zumeist ahnungslosen BĂŒrger und deren Nachbarn durchgefĂŒhrt, dass man sich nur wundern kann, dass so etwas von höchster Stelle gerechtfertigt und auch noch ungestraft gelobt werden kann und darf.
Was sind das alles fĂŒr Menschen, die ohne RĂŒcksicht auf ihre Mitmenschen, denen sie per Eid versprochen haben, sich ohne wenn und aber fĂŒr ihr Wohl einzusetzen, allein ihre pekuniĂ€ren und Machtinteressen durchsetzen und alle Rechte mit den FĂŒĂen treten.
Es gibt keine Chancengleichheit fĂŒr die Betroffenen, denn der immer wieder zu hörende Hinweis der Vertreter dieser Flugverkehrslobby âIhr könnt doch fĂŒr Eure angeblich bestehenden Rechte klagen !â ist so verlogen, wie es schlimmer nicht sein kann. Wenn diese Lobbyisten sich ungestraft der Steuermittel bedienen können, um mit den besten AnwĂ€lten und Gutachtern solch einem Ansinnen der Betroffenen zu begegnen, dann ist das ganz einfach ein Skandal, denn von einer Chancengleichheit in einem so angestrebten Klageverfahren kann da ja wohl keine Rede sein. Diese genannten Fakten sind sicher nicht die letzten, die das Gesagte bestĂ€tigen – - – warten wirâs ab !
Prof. Dr.-Ing. habil. E. Augustin

