Denunzianten sind da

10. Januar 2012
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Wer schlug Jesus ans Kreuz? Es sind die Denunzianten gewesen! Wer verbrannte die „Hexen“ auf dem Scheiterhaufen? Es sind die Denunzianten gewesen! Wer trieb die Juden in die Gaskammern? Es sind die Denunzianten gewesen! Denunzianten sind immer da. Jederzeit und allerorts. Denunzianten machen das menschliche Leben unmenschlich. Denunzianten sind Dogmatiker. Sie versuchen, ihre Lebensform und Lebensweise zum Maß des Lebens aller Menschen zu machen. Dogmatische Denunzianten dulden nicht das Andere und die Anderen. Deshalb kreuzigen sie. Konkret und symbolisch. Deshalb verbrennen sie. Konkret und symbolisch. Denunzianten sind Mörder. Ihre Unmoral würgt menschliche Würde und mordet Menschen. Diese Unmoral hat den Tod von Doreen Schmalenberger verursacht. Sie wurde nicht, wie fortwährend kolportiert, durch ein einziges Fax verunsichert. Denunzianten drangsalierten sie Monat für Monat durch fingierte Faxe. Das deren Urheber nicht auszumachen sind, wirft Fragen über Fragen auf. Wer bietet den Denunzianten Einhalt? Wer denn? Denunzianten bleiben, was sie sind, Denunzianten. In der Gemeinde Blankfelde-Mahlow agieren sie derzeit agil und aggressiv. Denunziation folgt auf Denunziation folgt auf Denunziation. Klaerwerk ist ein Sammelbecken auch für diesen Schmutz.

Was ist von dem zu veröffentlichen? Auch von dem, was, meist, an ausgewählte Personen gemailt wird? Im Grunde alles, sofern die Beiträger sich zu sich bekennen. So couragiert, charaktervoll sind Denunzianten nicht. Sie verbergen sich hinter Phantasienamen, freundlich gesagt: Pseudonymen. Sie geben Fax- oder Mail-Adressen an, die nicht auffindbar, nicht nachweisbar sind. Sie sind heimtückische Täuschungen, wenn die Denunzianten Adressen realer Personen mißbrauchen. Denunzianten sind Straftäter. Sie operieren vorwiegend in den Abend- oder Nachtstunden. Wen aber erreichen sie wirklich? Die, die werden wollen wie die Dümmsten? Die, die werden wollen wie die Denunzianten? Überschätzen sich da die Denunzianten nicht? Wächst da nicht der Ekel vor dem Denunziantentum?

Bernd Heimberger

Anmerkung der Redaktion:
Die Faxnachricht im Zusammenhang mit anonymen Anschuldigungen gegen die Angestellte der Gemeindeverwaltung, Doreen Schmalenberger, wurde übrigens seinerzeit nicht nur in der Gemeindeverwaltung sondern auch in unserer Redation „angespült“. Selbstverständlich haben wir sie nicht veröffentlicht. Im Gegensatz zu ihrem Dienstherrn, Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) haben wir keinen Gedanken daran verschwendet, die Denunzierung Frau Schmalenbergers billigend in Kauf zu nehmen, in dem wir der MAZ anonyme und unbestätigte Informationen zur Veröffentlichung übergeben.

 

 


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3 Responses to Denunzianten sind da

  1. Gast
    10. Januar 2012 at 15:36

    Inzwischen macht sich in Blankenfelde-Mahlow auch das Gerücht breit, dass die anonymen Faxe im Zusammenhang mit dem Mobbing einer Gemeindemitarbeiterin von Mitarbeitern des Amtes stammen sollen.

  2. Matthias Adrian
    10. Januar 2012 at 19:49

    Lieber Gast

    Ist das so was Neues ? Nicht umsonst heisst das Amt Blankenfelde-Mahlow “ Haus der Angst“.
    Ich bin mittlerweile der Meinung, dass eine intensive Mobbing-Kampagne Doreen so weit gebracht hat. Und diese Mobbing-Kampagne kam aus dem internen Kreis der Verwaltung. Niemand anderes hatte Einblick in Ihre Dienstpläne, und sämtliche Anschuldigungen, wie die getürkten Dienstaufsichtsbeschwerden, können meiner Meinung nach von aussen gesteuert worden sein. Doreen war IMMER nur alleine unterwegs, als Beschwerden auftauchten. Als sie mit Kollegen im Einsatz war, kam nichts, auch nicht gegen andere Kollegen wurden Anschuldigungen erbracht. Es ging massiv gegen Doreen. Wären denn sonst merkwürdigerweise zwei Tage nach Ihrem Tod sämtliche Server in der Verwaltung abgestürzt ???? Es war nichts mehr nachzuvollziehen, auch die Kripo hat sich nicht berühmt gemacht. In jedem Unternehmen kann man wochenlang nach solch einem Vorfall noch durch Spezialisten E-Mail und Fax-Verkehr nachvollziehen. Auch gerade, wenn durch Herrn Bürgermeister Baier im Wahlkampf dieses alles verwertet wurde. Nun mittlerweile ist Doreens Tod über 4 Monate her, mir als letztem Lebenspartner Doreens sind absolut die Hände gebunden, da ich leider nicht die gesetzlichen Möglichkeiten wie der “ Ehemann „, welcher in Scheidung von Ihr lebte , habe. Auch dies ist eine unglaubliche Sauerei, aber ich muss es so akzeptieren.
    Ich hoffe, dass es noch eine Möglichkeit gibt, Aufklärung zu betreiben,und ich glaube auch mittlerweile, dass es amtsintern einige Leute gibt, die froh sind, dass da nicht so genau geschaut wird. Am 24.6.diesen Jahres wollten Doreen und ich heiraten. Ich danke den Betreffenden, dass Sie mir mein Leben zerstört haben.

  3. Hannelore Pappschik
    31. Januar 2012 at 19:33

    Gedanken für Doreen

    Fünf Monate nach der traurigen Erkenntnis, Doreen wird nie mehr unter uns sein. Fünf Monate Fragen und nochmals Fragen. In den Beiträgen von Bernd Heimberger „Chronik eines Todes“ kann man sich ein Bild „erstellen“ und Schlußfolgerungen ziehen. Die bisher gestellten Fragen hat Niemand beantwortet. Sie wurden ignoriert von Denen, die dazu etwas sagen könnten. Spekulieren will ich nicht. Sicher aber ist, Doreen wurde gemobbt, Ihr wurde unterstellt, Mitarbeiterin der MfS gewesen zu sein. Durch anonyme Faxe und E-Mails wurde Sie systematisch „fertig“ gemacht. Sie bereitete dem Ganzen ein Ende durch Suizid.
    An einer Aufklärung glaube ich weiterhin. Wenigstens das muß sein. Zur Zeit äußert sich Niemand dazu, wer fragt nach? Weder hört man Worte aus der Verwaltung noch bringt die Presse Informationen über den Stand der Ermittlungen. Stillschweigen heißt scheinbar überall die Devise. Das darf nicht sein. Meine Hoffnung geht weiter dahin, dass die Ermittlungen solange fortgesetzt werden, bis feststeht, wer Doreen so weit gebracht hat, dass Sie diesen Weg gegangen ist. Das darf einfach nicht vergessen werden, der oder die Täter müssen zur Verantwortung gezogen werden.
    Ich kann das Stillschweigen einfach nicht akzeptieren, auch fünf Monate nach dem Du uns verlassen hast.

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