Botten raus?

19. Januar 2012
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Die WOBAB hat kürzlich in einem Schreiben angekündigt, dass sie ihre Aktivitäten im Bereich der Förderung ehrenamtlichen Engagements einstellen wird. Das trifft nicht nur den Männerchor „Deutsche Eiche“ Blankenfelde besonders hart,  für den die WOBAB mit ihren jährlich 500 € einziger Sponsor war. Warum diese Entscheidung? Warum nicht schon vor der Bürgermeisterwahl sondern erst jetzt? Eine Erklärung, eine Begründung für die Betroffenen? Fehlanzeige. Hier ein Kommentar von Bernd Heimberger:      

Das Jahr hat böse begonnen. Zumindest für ein rundes dutzend Vereine der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, die von der WOBAB Post bekommen haben. Bisher war das gemeindeeigene Unternehmen als Freund und Förderer des Musischen, des Sports und anderer Interessen wohlbekannt und geschätzt. Seit 2003 hat die WOBAB mit 53 Tausend Euro die lokalen Vereine unterstützt. Natürlich nicht, um ein flottes Vereinsleben in Gang zu bringen.

Vereine zu unterstützen, die zumeist ehrenamtlich agieren, bedeutet, im Interesse der Bevölkerung zu handeln. Sie ist es, die vor allem vom Organisationstalent der Vereine profitiert. Was hat sich die WOBAB dabei gedacht, den Mantel des gerngesehenen Sponsors an den Nagel zu hängen? (Als gäbe es hier Sponsoren wie Sand am Meer.) Wer in der WOBAB hat sich was dabei gedacht? Wenn denn die Entscheidung eine des Denkens ist. Woran schon mal gezweifelt werden kann. Offensichtlich sind es nicht Geschäftsführer und Mitarbeiter der WOBAB gewesen, die die fatale Entscheidung trafen. Wer dann? Im Schreiben vom 10. Januar 2012 teilt der Geschäftsführer mit:

„Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die WOBAB ihr …. Engagement vollständig einstellt. Hintergrund dafür ist eine entsprechende Weisung der Gesellschafterin vom 14.12.2011.“

Und, wer ist, bitteschön, die ominöse Gesellschafterin? Die Gesellschafterin ist, selbstverständlich, die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Und, wer, bitteschön, vertritt die? Die Gesellschafterin wird vertreten durch die Person des Bürgermeisters. Und der allein ist weisungsberechtigt? Und der hat die „Weisung“ gegeben? Oh! Das ist ja kaum zu glauben. Von dem Bürgermeister lesen wir doch alljährlich im Amtsblatt/Lokalanzeiger Lobeshymnen auf die Ehrenamtlichen. Der kann doch den Leuten nicht derart in den Rücken fallen. Oder kann er? Der Bürgermeister, der gesagt hat: „Jeder für Sport und Kultur ausgegebene Euro ist ein gut ausgegebener Euro.“ Oder kann sich der Bürgermeister selbst in den Rücken fallen? Mein Gott, was werden da für Pirouetten gedreht? Da könnten die Betroffenen glatt auf den Gedanken kommen, mal die Botten auszuziehen. Was sonst?

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