For the next 7 Generations

16. Februar 2012
Von

For the next 7 Generations

Sie kamen aus der ganzen Welt, um sich zu verbünden und die Welt aufzuwecken, DVD, Horizon-Film 2011, 85 min.


 

Dieser Film handelt von dem Treffen der 13 Großmütter, die aus verschiedenen indigenen Kulturen zusammenkamen, als Heilerinnen, Schamaninnen und Stammesälteste, um eine weltweite Vereinigung, den »International Council of 13 Indigenous Grandmothers« zu gründen.

»Wir wurden durch eine gemeinsame Vision zusammengeführt, um ein neues globales Bündnis zu gründen. Wir sind der internationale Rat der 13 indigenen Großmütter.

Dies ist ein Bündnis des Gebets, der Erziehung und der Heilung von Großmutter Erde, all ihre Bewohner, aller Kinder und für die nächsten sieben Generationen.«

Viele Großmütter hatten Visionen, die sich als prophetisch herausgestellt haben. Viele der dort anwesenden Großmütter sagten, dass sie nicht zufällig hier sind, sondern geführt wurden. Eine hatte als Kind schon von ihrer Großmutter dreizehn Steine und dreizehn Adlerfedern bekommen. Viele Jahrzehnte später hat sie nun den Eindruck, die Aufgabe sei erfüllt, indem sie in dem Rat der Großmütter zusammengekommen sind.

Ayahuasca und Iboga werden von den Heilerin als Medizin benutzt, nicht als Droge. Sie ist heilig und Ayahuasca wird als Santo Daime-Tee getrunken. Eine Holländerin, die die Santo Daime Kirche in Amsterdam gegründet hat, berichtet, dass sie aufgrund eines komplizierten Gehirntumors nur noch ein halbes Jahr zu leben hatte. Ein Mann hat sie dann in die Santo Daime Arbeit eingeführt. Das sei nun 13 Jahre her.

In ihren Gesängen bitten sie die Pflanzen um die Erlaubnis, sie für die Heilzwecke ernten zu dürfen. Dann bitten sie Mutter Erde um ihre Segnungen, damit an der Stelle mehr Pflanzen wachsen.

Indigenen Menschen auf der ganzen Welt werden durch die Kolonisierung tiefe und bleibende Wunden zugeführt. Dies geschieht mit der Erlaubnis und dem Segen der katholischen Kirche. In einem bis heute gültigen Erlass aus dem Jahre 1493 hat der Papst dazu aufgerufen, die Nicht-Christen zu unterwerfen, ihr Land zu beschlagnahmen und sie zwangsweise zu bekehren. Millionen von Eingeborenen wurden getötet. Im Oktober 2005 sendeten die Großmütter einen Brief an den Vatikan, in dem sie den Papst bitten, den mittelalterlichen Erlass zurückzuziehen, und zu bestätigen, dass die Kirche an die Gleichheit aller Menschen vor dem Schöpfer glauben. Ein Kardinal antwortete, dass es ernsthaft geprüft werden würde. Aber bis heute gibt es keine Antwort vom Vatikan.

Die 13 Großmütter reisen zur Heimat einer jeder von ihnen, in den Dschungel, nach Dharamsala usw. Die tibetischen Schülerinnen und Schüler eines Kinderdorfes treffen auf die indigenen Frauen. Die Frauen sprechen mit dem Dalai Lama, der gerade von einem Gespräch mit dem Papst zurückkommt. Sie bitten ihn, ein Gespräch zwischen ihnen und dem Papst zu vermitteln.

Es ist schön, diese Großmütter zu sehen, es sind schöne Menschen, reife Frauen, die nun aufstehen und das Wort ergreifen. Es gibt ja einige Prophezeiungen, die davon sprechen, dass das neue Zeitalter maßgeblich von den Frauen eingeführt werden wird. Sie treten ein für die Mutter Erde, für die Kinder und für das Leben. Erstaunlich, wie diese älteren Frauen erhebliche Strapazen auf sich nehmen, um in den Dschungel, in den Himalaya oder nach Rom auf den Petersplatz zu reisen. Spannend, wie hier die verschiedensten Kulturen zusammentreffen, Asiatinnen, Afrikanerinnen, Indianerinnen.

Ein bewegender, mitfühlender Film, geprägt von weiblicher Weisheit.

Ronald Engert

(Ronald Engert ist Chefredakteur von „Tattva Viveka“, einer Zeitschrift für Wissenschaft, Phlilosophie & spiritueller Kultur, die vier mal jährlich in Berlin herausgegeben wird – www.tattva.de)

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