Kompetenz kontra Inkompetenz

15. Mai 2012
Von

Kommentar zu einer Kontroverse

Leistung wird nicht belohnt! Sie wird nicht einmal mißachtet. Schlimmer noch! In Blankenfelde-Mahlow wird Leistung diskreditiert. Die Leistung von Thomas Bachmann, des Geschäftsführers der WOBAB. Das bedeutet, dass Verdienste weder erkannt noch anerkannt werden. Das macht den verdächtigt, der diskreditiert. Das ist der Bürgermeister der Gemeinde! Also hat sich der Bürgermeister verdächtig gemacht? Diffamiert der BM den GF?

Der Verwaltungschef hat den Gemeindevertretern eine 109seitige Aktensammlung zugeschickt. Das ist was für Kleingeister. Für Gläubige, die sich an Akten berauschen. Für Menschen, die nicht mehr dem Menschen vertrauen. Für Menschen, die meinen, dass Akten wichtiger sind als Menschen. Mit Akten kann ein Mensch zur Strecke gebracht werden. Ist das Teil der Strategie und Taktik des amtierenden Verwaltungschefs? Ist das der Stil, der zum Stil in der Gemeinde geworden ist? Das ist wohl nicht das, was die Wähler vom Gewählten erwarten. Gott behüte, das nicht!
Kaum hatte der Initiator die Attacke gegen den Geschäftsführer der WOBAB initiiert, verschwand er aus der Gegend. Er wich der Gemeindevertretersitzung aus, der er die 109 Seiten als „Informations-/Beratungsvorlage“ hinblätterte. Das wußte er rechtzeitig. Nennt man soetwas aufrichtiges Handeln? Alle Achtung! Das vom Bürgermeister wider Bachmann geschnürte Paket summiert die Geschichte der Kontroverse zweier Männer. Die muß die Bevölkerung beschäftigen? Jetzt muß sie das! Niemand war im letzten Jahrzehnt in der Kommune so erfolgreich wie Thomas Bachmann!
Er ist ein Ehrgeiziger. Ein nichtsnutziger Eiferer ist er nicht. Er ist ein Eitler, der seinen Ehrgeiz nicht versteckt. Davon profitiert Blankenfelde-Mahlow. Die Bewohner der 600 WOBAB-Wohnungen wissen, was das bedeutet. Sie wissen, wie ihr Wohn- und Lebensgefühl durch die Leistungen der WOBAB verbessert wurden. Nur der Bürgermeister weiß von nichts? Weil er kein Bewohner einer WOBAB-Wohnung ist? Eine Entschuldigung ist das nicht. Auf keinen Fall zu entschuldigen ist, dass dem Chef der Verwaltung das beachtliche und beachtenswerte Engagement Bachmanns für die Gemeinde entgangen ist. Hat der Bürgermeister was versäumt? Hat er versagt? Verschiedene Gremien, Institutionen des Landes Brandenburg haben die herausragenden Leistungen der WOBAB ausgezeichnet. Alles vom Bürgermeister ignoriert! ?
Thomas Bachmann hat die Anerkennungen und Auszeichnungen für die Leistungen der WOBAB nicht für seine Person reklamiert. Seinen persönlichen Ehrgeiz, seine persönliche Eitelkeit setzt er für die Sache ein. Er setzt sich dafür ein, dass eine gute Idee, durch gute Arbeit, gut gemacht wird. Das unterscheidet seine Arbeit von der Arbeit Anderer. Wo wird in der Gemeinde mit derartigem beruflichem Engagement gearbeitet? Wo, mit welchem persönlichen Einsatz? Verträgt der Bürgermeister derartiges Engagement, derartigen Einsatz nicht? Erträgt er sie nicht? Weshalb?
Thomas Bachmann ist ein Mensch, der fähig ist, eigenständig zu handeln. Eigenständigkeit übersetzt der Bürgermeister mit Eigenmächtigkeit. Eigenständigkeit zu erkennen und zu nutzen bedeutet, ein Souveräner zu sein. Dem widersprechen die Äußerungen des Bürgermeisters. Gegen Menschen, die kein Duckmäuser sind, wehrt er sich. Das ist der Ungeist, der Dienerschaft duldet. Nicht untertänig zu sein, bedeutet für den Bürgermeister, illoyal zu sein. Wenn, dann muß Einer dem Anderen Loyalität bezeugen. Der Bürgermeister verlangt Loyalität allein für sich. Illoyalität ist eine Lieblingsvokalbel des Verwaltungsoberen. Er braucht seine Dienerschaft. Bachmann dient der Sache. Er ist kein Diener „seines“ Herrn. Er duckt sich nicht. Das ist der Kern der Kontroverse zwischen Baier und Bachmann.
Die Kontroverse schwelt seit vielen, vielen Jahren. Wie den Konflikt lösen? Der Bürgermeister will den Geschäftsführer loswerden. Seit vielen, vielen Jahren! Die Gelegenheit ist gegeben, den Vertrag mit dem Geschäftsführer nicht zu verlängern. Am 31. März 2013 soll der letzte Arbeitstag von Thomas Bachmann sein. Wer will das? Der Bürgermeister! Er ist im Besitz der Kompetenz, das zu entscheiden. Ist das Kompetenz zu nennen? Das Ergebnis der Kompetenz des Inkompetenten wär der Rausschmiß des Geschäftsführers.
Welche der Leistungen von Thomas Bachmann waren zum Schaden der Gemeinde? Das sagt der Bürgermeister nicht. Welche Straftaten wider die Gemeinde hat der Geschäftsführer begangen? Das sagt der Bürgermeister nicht. Welche Schäden wider die Gemeinde hat der Geschäftsführer versucht zu verhindern? Das sagt der Bürgermeister nicht. Der Bürgermeister sagt viel, ohne viel zu sagen zu haben. Mit seinem ganzen, leicht durchschaubaren Ehrgeiz, wehrt er sich gegen einen Ehrgeizigen, der erfolgreich ist. Da ist für einen kein Platz!

Bernd Heimberger
 

Print Friendly, PDF & Email

Tags: , , , ,

One Response to Kompetenz kontra Inkompetenz

  1. Thomas Breidbach
    16. Mai 2012 at 09:20

    Das Vorgehen von BM Baier gegen Herrn Bachmann ist objektiv nicht zu erklären und mehr als unverständlich gegenüber einem erfolgreichen Geschäftsführer bezeichnen.
    Es gibt 2 Wege dem Treiben von BM Baier in diesem Punkt Einhalt zu gebieten:
    1. Öffentlichen Druck aufbauen, speziell über die Mieter der WOBAB. Sei es durch Umfragen, oder durch eine Informationsveranstaltung
    2. Der Gesellschafter ist berechtigt, den Arbeitsvertrag mit Herrn Bachmann zu kündigen, oder eben nicht zu verlängern. Die Gesellschaft ist hier die Gemeinde und der alleinige Vertreter dieser ist hier BM Baier. Der BM ist an Beschlüsse der Gemeindevertretung gebunden, d.h. wenn die Gemeindevertretung beschließt das der Vertrag mit Herrn Bachmann zu verlängern ist, dann muss Baier das so auch umsetzen.
    Der sicherste und schnellste Weg ist aus meiner Sicht eine Beschlussvorlage in die Gemeindevertretung einzubringen mit dem Ziel der Vertragsverlängerung und in namentlicher Abstimmung darüber entscheiden zu lassen. Sicher werden wieder einige Vertreter der nationalen Front aus SPD/LINKE/Grünen und CDU Baier folgen, aber ich glaube auch das viele Gemeindevertreter noch so etwas wie ein soziales Gewissen haben. Bachmann hat und wird viel für den einkommensschwächeren Teil der Gemeinde getan in dem er den Lebensraum für viele Bürger mit viel Engagement lebenswert und bezahlbar gestaltet.
    Nicht zu vergessen seine Leistung in Fragen der Umsetzung des Schallschutzes. Von seiner Initiative werden mehr Bürger der Gemeinde profitieren als "nur" diejenigen, die in diesem Punkt das Glück haben in einer WOBAB Wohnung zu wohnen. Vielleicht hat der BM Baier von seiner Partei, der SPD, ja auch den Auftrag bekommen Bachmann zu entsorgen, damit das Schallschutzproblem für den Flughafen nicht zu teuer wird. Wer weiß das schon. Egal, ich bin der Meinung das die Gemeinde die Kompetenz von Herrn Bachmann gut zu Gesichte steht, auch über das Jahr 2013 hinaus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.