Vertragliches: WOBAB-Geschäftsführer Thomas Bachmann und die Amtsperson Ortwin Baier

2. Juni 2012
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Auf das Paket Papier, mit der die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Ortwin Baier(SPD) die Nichtverlängerung des Anstellungsvertrages von WOBAB-Geschäftsführer Bachmann zu begründen hofft, sind wir kürzlich in einem ausführlichen Beitrag eingegangen. Wir werden darauf noch mehrfach zurückkommen.
Nachdem Gemeindevorsteher Kalinka (SPD/Grüne) kürzlich dazu in der Gemeindevertretersitzung äußerte hat, dies wäre nur als Vorlage zu verstehen und den Fraktionen stehe es frei sich dazu zu positionieren – hat die Fraktion BVBB-WG dazu am 30.Mai  2012 als erste Fraktion der Gemeindevertretung reagiert.
Es wird interessant sein, zu beobachten, wie sich die anderen Fraktionen, insbesondere die CDU-Fraktion, zum Ansinnen des Bürgermeisters, den WOBAB-Geschäftsführer abzuservieren, verhalten. Zumal dem Vernehmen nach ein CDU-Mitglied als Nachfolger von Bachmann vorgesehen ist. Ausschreibungsverfahren? Geschenkt! Die Abläufe sind bekannt.
Andererseits kann sich derzeit kaum jemand, der bei gesundem Verstand ist, vorstellen, dass sich die Fraktionen der Gemeindevertretung nicht einvernehmlich darauf verständigen, Bürgermeister Baier zu beauftragen, den Vertrag von Thomas Bachmann zu verlängern. 

Vorausgesetzt, Baier, gegen den seit über zwei Jahren staatsanwaltschaftliche Ermittlungen anhängig sind und der sich aktuell  in einer längeren  Reha befindet, kehrt noch mal in sein Amt zurück.


 

Die Fraktion BVBB-Wählergruppe Mitglieder & Sympathisanten (BVBB-WG) in der Gemeindevertretung Blankenfelde-Mahlow spricht sich 10 Monate vor Ablauf des Vertrages des Geschäftsführers der gemeindeeigenen Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (WOBAB), Herrn Thomas Bachmann für eine erneute Verlängerung um weitere 5 Jahre aus.
Aus dren Sicht hat Thomas Bachmann in den zurückliegenden Jahren eine excellente Arbeit für die gemeindeeigene Gesellschaft erbracht. Dies begann 2003 mit dem Bau vor allem aber der soliden Finanzierung der Kita „Tabaluga“ in der Karl-Liebknecht-Str. und gilt bis heute bspw. mit seinem engagierten Einsatz für optimale und den Anforderungen aus dem
Planfeststellungsbeschluss entsprechende passive Schallschutzmaßnahmen für den Wohnungsbestand der Gesellschaft. Hierdurch wurden zugleich auch Maßstäbe für alle Betroffenen aus dem Flughafenumfeld gesetzt, da die von der WOBAB
eingerichtete Musterwohnung von mehreren Mitgliedern des Landtages sowie der Landesregierung besucht wurde und letztlich einen einstimmigen Landtagsbeschluss zur Folge hatte. Diesem zufolge wurde die Landesregierung aufgefordert, sich
gegenüber der Flughafengesellschaft dafür einzusetzen, dass von ihr grundsätzlich der Einbau von Schalldämmlüfter mit integrierter Wärmerückgewinnung und kontrollierter Ablüftung bei der Bemessung der Kostenerstattung eingeplant werden soll.
Dadurch würden sich sowohl die Nebenkosten (Energiekosten) für die Mieter/innen reduzieren lassen und somit auch ökologischen Gesichtspunkten der Energieeinsparvervordnung (ENEV) entsprechen. Zudem liesse sich durch eine Integration der Lüfter in den Fenstersturz auch die Beeinträchtigung der Mietfläche vermeiden, da der störende Wandaufbau dadurch entfallen kann. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung ist der vermeidbare Eingriff in die Wärmedämmung der Fassaden, die zwangsläufig neue Probleme bezüglich der Bauphysik nach sich zieht.

Herauszuheben ist auch sein Einsatz für die Sanierung/Modernisierung des Wohngebietes in der Käthe-Kollwitz-Str., die unter dem Arbeitstitel „Metamorphose eines Wohngebietes“ auch große Anerkennung seitens der damaligen Infrastrukturminsiterin Jutta Lieske (SPD) und die Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ durch den Verband Berlin-

Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) erfahren hat. Dies ist nicht der einzigste Einsatz von Thomas Bachmann für die Mieter/innen.
Aktuell widmet sich die WOBAB unter seiner Verantwortung einem neuen Projekt. Im Wohngebiet Rembrandtstraße wird eine Maßnahme zur Wohnumfeldverbesserung durchgeführt und eine Spielanlage für Kleinkinder, neue Wäschetrockenplätze
angelegt und hierfür Hauszugänge und PKW-Stellplätze mieterfreundlich neu
geordnet.
Schon vor Jahren sorgte Bachmann durch die Schaffung des Jugendtreff „Blue Corner“ am Jühnsdorfer Weg/Rembrandtstr. dafür, dass sich auch die heranwachsenden Jugendlichen in dem Wohnquartier aufgehoben fühlen.
Mit weiteren Angeboten der WOBAB wie die Treppenhausgalerie, die Mieterreisen oder aber den Balkonkonzerten hat sich Thomas Bachmann mit Hingabe der Mieterbindung gewidmet und dafür gesorgt, dass sich die Mieter/in in ihren Wohnquartieren wohlfühlen. Durch die Idee mit dem Kinderbonus für kinderreiche Familien konnte nicht nur der Leerstand deutlich verringert werden. Die erfolgreiche Aktion hat zum wiederholten Male deutlich gemacht, dass der Geschäftsführer Bachmann nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft im Blick hat sondern sich auch und gerade dem sozialen Auftrag verpflichtet fühlt.
Die Zahlen seit der Übernahme der Geschäftsführer-Position durch Thomas Bachmann können sich dennoch sehen lassen. Ein Blick auf die Homepage der WOBAB lässt unschwer erkennen, dass die Jahre unter seiner Verantwortung gute Jahre für die WOBAB und somit für die Gemeinde waren.
„Wir befürworten eine frühzeitige Vertragsverlängerung mit Thomas Bachmann. Einen solchen hervorragenden Mann, der die Gesellschaft skandalfrei gehalten sowie innovativ und erfolgreich geführt hat lässt man nicht ziehen,“ so Fraktionsvorsitzender und WOBAB-Aufsichtsratsmitglied Matthias Stefke.
 

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One Response to Vertragliches: WOBAB-Geschäftsführer Thomas Bachmann und die Amtsperson Ortwin Baier

  1. Matthias Stefke
    9. Juni 2012 at 06:28

     Zu o.g. Beitrag nachfolgend ein Artikel aus den heutigen Potsdamer Neueste Nachrichten.
    Wie lautete nochmal die Auto-Werbung? Nichts ist unmöglich!
    Potsdam:
    CDU-Fraktionschef soll Polo-Chef werden
    von Sabine Schicketanz und Peer Straube
     
    Eine Personalentscheidung innerhalb der Pro Potsdam hat erhebliche Konsequenzen für die Stadtpolitik.
    Potsdam – CDU-Fraktionschef Michael Schröder, der als Teamleiter Immobilienmanagement bei der Pro- Potsdam-Tochter Gewoba arbeitet, soll neben Erich Jesse Geschäftsführer der Polo Beteiligungsgesellschaft werden. Das bestätigte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Freitag auf PNN-Anfrage. Die Polo ist ebenfalls eine Tochter der kommunalen Bauholding Pro Potsdam.
    Wenn Schröder den Job bekommt, muss er sein Stadtverordnetenmandat niederlegen und damit auch den Vorsitz der fünfköpfigen Fraktion, die zum Rathausbündnis mit SPD, Bündnisgrünen und FDP gehört. So schreibt es das Gesetz vor. Offenbar ist die Beförderung Schröders nur noch eine Formsache. Der Aufsichtsrat der Pro Potsdam habe die Entscheidung bereits abgesegnet, sagte Jakobs. Am 20. Juni soll der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung in Kenntnis gesetzt werden. Jakobs stellte die Entscheidung am Freitag als Konsequenz aus der Stadtwerke-Affäre um intransparente Strukturen der städtischen Unternehmen dar. Demnach sollen alle städtischen Beteiligungen künftig zwei Chefs bekommen, um allzu großer Machtfülle und Korruption vorzubeugen.
     Allerdings hat die Polo, die für die Pro Potsdam als Maklerin tätig ist, bereits einen zweiten Geschäftsführer: Bert Nicke, der zugleich Vizechef der Pro Potsdam, außerdem ihr Personal- und Rechtschef sowie zweiter Geschäftsführer der Pro-Potsdam-Töchter Sanierungsträger und Entwicklungsträger Bornstedter Feld sowie schließlich Liquidator der in Auflösung befindlichen Terraingesellschaft Babelsberg ist.
    Die Personalie Schröder gilt nach PNN-Informationen als interne Beförderung, um Nicke von seinen zahlreichen Aufgaben zu entlasten. Denn eine Ausschreibung gab es nach PNN-Informationen nicht: Oberbürgermeister Jakobs, Pro-Potsdam-Chef Horst Müller-Zinsius und der Pro-Potsdam-Aufsichtsratschef, Baudezernent Matthias Klipp (Bündnisgrüne), sollen sich intern darauf verständigt haben, Schröder von der Gesellschafterversammlung bestellen zu lassen. Müller-Zinsius war für eine Stellungnahme am Freitag trotz mehrfacher Versuche nicht zu erreichen.
    In der Potsdamer Stadtpolitik wird spekuliert, Schröders mögliche Beförderung könne auch einen politischen Hintergrund haben. So wolle sich die Stadtspitze vielleicht eines unbequemen Stadtverordneten entledigen, hieß es. Schröder, der die CDU-Fraktion seit mehreren Jahren führt, hat in jüngster Zeit Bürgermeister und Finanzdezernent Burkhard Exner (SPD) und Baudezernent Klipp ins Visier genommen – so beispielsweise im Fall Bertiniweg. Dort hatte Schröder Ungereimtheiten bei Grundstücksverkäufen vermutet und den verantwortlichen Rechtsbeigeordneten Exner zu diversen Erklärungen veranlasst. Welche Folgen ein Weggang Schröders, der zu den Gründern der Rathauskooperation nach der Kommunalwahl 2008 gehörte, für das Bündnis haben könnte, ist offen. CDU-Kreischefin Katherina Reiche gilt allerdings ebenfalls als starke Kraft in der Kooperation.

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