Oh Schreck, oh Graus !

20. Juni 2012
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Kein Krieg hat das schöne Blankenfelde derart zerstört wie die Unfähigkeit, der Unwillen, die Unvernunft der Personen, die für Blankenfelde verantwortlich waren und sind. Zumindest vorgeben, verantwortlich zu sein, ohne über die nötige Kompetenz zu verfügen.

Personen, die die Schule auf dem Dorfanger 1945 vernichteten, 1948 das Schloß schleiften, 1994 das Zoll- und Chausseehaus liquidierten, 2006 das Pfarrhaus platt machten. Der Ungeist hat Blankenfelde seiner wichtigsten historischen Bauten beraubt. Der Ungeist, aus Unwissen gemacht, macht sich nun über die einzigartige Märkische Promenade her.

Märkische Promenade mit naturnahem Weg

Der von der Verwaltung völlig mißachtete 75. Jahrestag der GAGFAH- Siedlung (2010) hätte durchaus ein guter Anlaß sein können, die Grünanlage neu zu gestalten. Ein Antrag des BürgerBündnis Blankenfelde aus dem Jahre 2005, wurde schlicht nicht beachtet. Nun sollen Tatsachen geschaffen werden. (Wegen des Seniorenheims?). Ein Asphaltweg von zwei Meter Breite ist im Gespräch. Den haben Bauausschuß und Ortsbeirat ausgeheckt. In wessen Namen? Ganz sicher nicht im Namen der Bürger der Siedlung, die diese abstruse Idee entsetzt. Wer von den Einwohnern wurde gefragt? Wer denn? Muß ja nicht sein. Zumal die Unwissenden, Inkompetenten Verschandelung im Sinn haben. Offensichtlich soll der pure Zweck, der keinen Aspekt der Gestaltung berücksichtigt, gut genug für die Promenade sein. Der Zweck ist ein miserabler Berater. Er macht aus dem einst etwa 5,60 Meter breiten Promenadenweg eine simple Verkehrsschneise. Nicht anderes!

Da die Gemeinde gerade abermals über die Umbenennung von Straßennamen nachdenkt, sollte die Märkische Promenade sogleich in die Liste der Umbenennungen aufgenommen werden. Eine Asphaltstrecke wäre der Beginn der Verunstaltung der Promenade. Nun auch der Märkischen Promenade! Oh Schreck, oh Graus!
 

Bernd Heimberger

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