Neue Aktion: Fehlplanung Flughafen BER seit 2004 bekannt

8. Juli 2012
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Die eklatante Fehlplanung des BER muss jetzt auf den Prüfstand, stellt Ferdi Breitbach in einer NA-Pressemitteilung von heute fest. Falls die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund daran festhalten, den auch nach eigenen Erkenntnissen falschen Standort Schönefeld ohne Rücksicht auf Folgen und Verluste in Betrieb zu nehmen, geben sie sich der Lächerlichkeit preis.

Das Desaster um das Pannenprojekt  Flughafen BER – Berlin wird durch immer neuen Fakten belegt. Nach Analyse der bekannten Baupläne (Layout) erklärt das Arbeitsteam „Neue Aktion“:

Die nach bekannt gewordener Fehlplanung  u. a. des Flughafenterminals, ist durch angekündigte Erweiterungsmaßnahmen nicht aus der Welt zu schaffen. Auf jeden Fall kann das Terminal, die Abfertigung und auch der Gepäcktransport wegen mit einem Parkhaus zugebauten oder zu kleinen Flächen, nicht erweitert werden. (Pläne: www.ber-na.de)

Schon bei Betriebaufnahme des neuen Airports, wann auch immer diese erfolgt, reichen die Kapazitäten des Terminals bei einem annehmbaren Komfort für die Fluggäste nicht mehr aus – heißt es in der Erklärung weiter. Die angekündigte Abhilfe dieses untragbaren Zustandes, eine Billighalle (im Volksmund „Bierzelt“ genannt) außerhalb des Terminals, wäre  das Eingeständnis des Planungsmurkses. Dessen Fortsetzung wäre die geplante Erweiterung der Kapazitäten durch sogenannte Satelliten ohne Anbindung und  weit ab vom Terminal. Die Kosten für eine „Verschlimmbesserung“ des Planungsmurkses wären zudem unübersehbar und müssten schon jetzt den Milliarden zugerechnet werden, die bereits für die Inbetriebnahme und ausstehende Schadensersatzforderungen anfallen.

Um diese Kosten der Fehlplanung zu minimieren und die unverantwortliche Lärmbelastung für 200.000 Betroffenen, gibt es nur eine Lösung: Der Flugverkehr für den BER muss entzerrt und verlagert werden. Die „Neue Aktion“ (NA) fordert daher im Sinne ihres Konzeptvorschlages (www.ber-na.de, „Leitsätze“) die Billigflieger an den Standort des ehemaligen Regierungsflughafens der DDR, Neuhardenberg zu verlagern. Dieser Flughafen, mit idealen Bedingungen kann mit Kosten von ca. 75 Mio. € in kürzester Zeit ertüchtigt werden. Diese Lösung macht den teueren Ausbau des BER überflüssig, begrenzt den Flugverkehr und die Lärmbelastung.

Es muss daher sofort mit der Neuplanung eines Großflughafens auf dem Flughafengelände des ehemaligen sowjetischen Militärflughafens in Sperenberg  (50 km entfernt vom Zentrum der Hauptstadt) begonnen werden – um die Region insgesamt in der Perspektive nur einem reduzierten Fluglärrm auszusetzen.  Der „Bürgerverein Brandenburg Berlin e.V.  (BVBB)“ hat hierfür ein qualitätsgeprüftes Projektkonzept vorgelegt (www.ber-na.de). Dessen Autor, der Ehrenvorsitzender des BVB, Ferdi Breidbach, sieht in diesem Konzept eine Lösung, die ganz im Sinn der Flugbetriebswirtschaft ist. Das Konzept zeigt die Möglichkeit, in Sperenberg einen „Zentralflughafen für Deutschland“-  bei Nachnutzug von Schönefeld, zu bauen. Dieser Zentralflughafen, mit möglichem 24 Stundenbetrieb, bietet wegen Aufnahme aller kommenden Zuwachsraten des Flugverkehrs auch Entlastungspotentiale für die nicht mehr ausbaufähigen Flughäfen Frankfurt/ Main, München und Düsseldorf.

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