Aufsichtsratsposten: Blendwerk im falschen System

17. August 2012
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" … welcher Normalsterbliche sollte ein Land oder ein Regierungsressort verantwortlich leiten und ´nebenher´ noch ein Großunternehmen vernünftig beaufsichtigen können? Die acht Minister und Staatssekretäre, die im 15-köpfigen Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sitzen, können der von ihnen ´bekleideten´ Aufgabe gar nicht gerecht werden. Jede Kritik, dass Wowereit – Platzeck, Markov, Christoffers etwa – das teure Desaster um den Schönefelder Flughafen hätten voraussehen, verhindern oder rechtzeitig korrigieren können, trifft nicht den entscheidenden Punkt eines falschen Systems: Man dürfte solche Aufgaben nicht in die Hände von Politikern legen, denen dafür das Nötigste fehlt: Zeit und Kraft."

- so der Standpunkt von Jürgen Reents zum Brandenburg-Berlin-Desaster Nr. 1 im "Neuen Deutschland" von heute.  Ja, so isses! Oder? "Schleimige Schönschreiberei"? Arme LINKE im Aufsichtsrat? Der Kabarettist Dieter Hildebrandt hat mal gesagt: "Wer überall die Finger drin hat, kann die Hand nicht mehr zur Faust ballen." Ob er damit auch die "Aufsichtsrats-Finger" der Genossen meinte?  

Jörg Blunk

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Eine Antwort auf Aufsichtsratsposten: Blendwerk im falschen System

  1. Andreas Trotz on 17. August 2012 at 22:45

    Ein – wie so oft - überwiegend oder komplett mit Politikprominenz anstatt mit Fachkompetenz besetzter Aufsichts- oder Verwaltungsrat kann kaum mehr darstellen als ein desaströser Abnickverein. In unserer Region sind solche fatalen Fehlbesetzungen nicht nur bei der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH auszumachen. Wer war Verwaltungsratvorsitzender der inzwischen den Bach heruntergegangenen Kreissparkasse Teltow-Fläming? Richtig, unser Landrat Giesecke. Wer sitzt im Aufsichtsrat des Sanierungsfalls SWFG, wo sogar Jahresabschlüsse mit Falschangaben durchgewunken wurden? Richtig, lokale Politiker der Kreiskoalition und der Kreisopposition. Es ist eine ständig geübte Farce, ein sogenanntes "Kontrollorgan" mit Personen zu besetzen, die für eine effiziente Kontrolle ungeeignet sind. Und es ist einigermaßen verwerflich, dass sich Politiker wider besseren Unwissens derartigen Kontrollofferten in steter Wiederkehr hingeben. Bei aller Tradition, es ist tatsächlich ein falsches – und oft folgenschweres - Besetzungssystem.      

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