Baier in Butter!

29. August 2012
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Die Gemüter hat´s mal wieder gepackt. Gut so! Sehr gut! Wer will dem Bürgermeister Baier vorschreiben, dass er der Landesregierung zum vermeintlichen Sinneswandel in Sachen Lärmschutz keine Dankesworte schickt? Wer denn? Das ist doch unbestreitbares Recht des Bürgers Baier. Ob´s allerdings sein demokratisches Recht ist, den Eindruck zu erwecken, im Namen des Volkes zu sprechen? Konkret im Namen der Bürger von Blankenfelde-Mahlow. Die erregten Gemüter, also die der Leute aus der Großgemeinde, empört, dass ausgerechnet „ihr“ Bürgermeister ein devotes Dankbilett gen Potsdam schickte. Unglaublich. Unerhört. Als einziger (?) BM der Region machte er seinen Bückling.

Geredet hat Baier von einem Kompromiss, mit dem die Kommunen leben können. „Kompromisse“, fragen sich die Verdutzten? Kaum ist die devote Depesche in der Medienwelt, meldet sich Baiers Partei“freund“ Christoph Schulze  zu Wort. Etwas versierter in der Sache als der Vorredner, äußert sich Schulze mit der üblichen volkstümlichen Schnauze deutlich und direkt: „Ich sehe nicht, dass jetzt alles in Butter ist.“ Das dem Baier, der schon mit beiden Ohren tief in der Butter sitzt!
Hat nur der rührige BM Baier wieder einmal etwas nicht begriffen? Will er sich in Potsdam Liebkind machen? Man weiß ja nicht, was einem wie ihm so in einer Kommune noch widerfährt, wo er gerade den Machthebel angesetzt hat, um den WOBAB-Geschäftsführer, Thomas Bachmann, vom Posten zu hieven. Einer also gegen Alle!
Aber nicht doch. Nicht doch! Seinem Naturell gemäß, immer kooperativ zu sein, ist Baier schon mal mit dem kleinen, mageren, faulen Kompromiss zufrieden. Das ist die Gefahr, wenn Kompromisse korrumpieren.

Bernd Heimberger

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2 Responses to Baier in Butter!

  1. Thomas Breidbach
    29. August 2012 at 17:46

    Ich weiß nicht welche "Kompromisse" es geben sollte. Gesetzlich vorgeschriebene und richterlich bestätigte 0 mal 55 dB sind eindeutig, alles andere ist ein Bruch bestehenden Rechtes. Die Gutheißung eines Rechtsbruchs als Vorbild für unsere Gesellschaft? Wie tief wollen wir in dieser Gemeinde eigentlich noch sinken? Unter den Fluglärmteppich geht jedenfalls nicht, zumindest nicht ohne Schaden.
    Gibt es keinen Beschluss der Gemeindevertretung dazu? Sonst lässt sich BM Baier doch jede Kleinigkeit von der GV absegnen, damit er sich hinterher hinter den für ihn dann bindenden Beschluss verstecken kann. Liebe GV rettet Baier, fasst einen Beschluss in dem ihr der Landesregierung euren Dank für die Verharmlosung eines Rechtsbruches dankt!

  2. Heike Saase
    5. September 2012 at 07:46

    Wendehals Baier grüsst seine Mitbürger . Gestern hat er sich im RBB dafür ausgesprochen , das nun endlich der Schallschutz laut Planfeststellungsbeschluss und laut Gerichtsurteile umgesetzt werden müsse . Da bin ich jetzt etwas ratlos und frage mich , was will der Mann eigentlich ? Vor nicht ganz zwei Wochen hat er sich noch in der MAZ bei Platzeck für den geplanten und rechtswidrigen Schallschutzbeschiss bedankt . Sollte Baier etwa ein Rechtsbewusstsein entwickelt haben ? Zu wünschen wäre es . Irgendwie habe ich aber ein mulmiges Gefühl ….

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