Schulzes Schwung

29. August 2012
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Irgendwann schien der Fisch schon im Netz. Nun ist er entwischt. Oder? Der Fisch war der kreisbekannte Christoph Schulze, der lange auch ein Gefangener im Netz der Landtagsfraktion der SPD war. Bis er das Netzt durchbiß und nun im freien politischen Gewässer schwimmt.

Ist´s gekommen, wie es kommen mußte? Ist der Schulze futsch? In früheren, „besseren“ Zeiten, war in den Gefilden der SPD kaum ein Zweifel, dass Schulze ein Erbe des SPD-Bundestagsmandats von Peter Danckert sein könnte. Schulze trug gern mal die Schleppe des Genossen, von dem niemand so genau wußte, weshalb er, der Rechtsanwalt Danckert, in hiesiger Region sein Bundestagsmandat fischen mußte.
Inzwischen hat´s Christoph Schulze beim zweiten Versuch geschafft, sich in den Sessel des Vorsitzenden des Kreistages des Teltow-Fläming zu schwingen. Das, glaubte Mancher, könnte nur ein Probesitzen sein, denn, so munkelte ebenfalls Mancher: Der Sessel des Landrats ist morscher als morsch!
Und, was kam wann vom sonst so gesprächigen Schulze? Er hielt die Lippen, nicht mal gespitzt, verschlossen. Keine Silbe aus seinem Mund. Er sitzt am besten im harten Stuhl des Ewigen Studenten. Der will seine Medizinerausbildung sattelfest machen. Denn es gibt, nach dem Politikerleben, noch ein Leben. Ob man´s glaubt oder nicht!
Wer aber sagt, dass ein Freizeitpolitiker, der das Tagespensum in der Praxis hinter sich hat, kein Politiker ist? Ist das die Alternative? Das ist eine Alternative! Es ist, vielleicht, die einzige verläßliche Alternative des Menschen Christoph Schulze. Braucht der ein Mandat in einem Parlament? Vielleicht brauchen sowas nur die Parteigenossen, die die Kofferträger der Mandatsträger sind und nun das Gefühl haben, eine Lusche gezogen zu haben.

Bernd Heimberger

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