Fürsorgepflicht? Fehlanzeige! – Bachmann: Stellungnahme vor der GV

21. September 2012
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Ursprünglich wollten wir die Stellungnahme von WOBAB-Geschäftsfüher Bachmann vor der Gemeindevertretung im Zusammenhang mit seiner beabsichtigten Kündigung nur auszugsweise kommentieren. Wir glauben jedoch, diese persönliche Erklärung ist ein einzigartiges Dokument wegen seiner Aufrichtigkeit, wegen seiner Genauigkeit. Vergleichbares hat es in diesen Breiten seit 1990 noch nicht gegeben und wird es wohl die nächsten zwanzig Jahren auch nicht mehr gegen. Lesen Sie dazu bitte auch den Kommentar von Bernd Heimberger. 

  • Stellungnahme Thomas Bachmann

 

Würdelos wurde einem Würdigen der Stuhl vor die Tür gestellt. Fast zweieinhalb Stunden mußte Thomas Bachmann auf der kalten Stufe vor dem Zugang des Mahlower Vereinshauses darauf warten, bevor er aufgefordert wurde, am Tisch der Gemeindevertreter Platz zu nehmen. Das Warten war eine doppelte Belastung für Bachmann, der seit einem Skiunfall erhebliche Schwierigkeiten hat, lange Zeit zu stehen. Niemand der Verantwortlichen, der Bürgermeister, der Gemeindevorsteher, der sich dafür entschuldigte.

Bereit zur Stellungnahme, die ein einzigartiges Dokument der Aufrichtigkeit ist, wurde Bachmann wiederholt unterbrochen. Offenkundig war: Soviel Aufrichtigkeit ertrugen sie nicht, die Unaufrichtigen der Verwaltungsspitze und die Widersacher des Geschäftsführers in der Gemeindevertretung. Für Bachmann war das Verhalten nicht neu. Es setzte das Mobbing fort, das ihm seit über einem halben Jahrzehnt widerfährt. Das ist jene Art des Mobbings, deren Opfer vor einem Jahr Doreen Schmalenberger wurde. Jene Art des Mobbings, das seit Amtsantritt des Brügermeisters in der Verwaltung Einzug hielt und die Mitarbeiter dazu brachte, von einem „Haus der Angst“ zu sprechen.
Fürsorgepflicht des Bürgermeisters? Fehlanzeige! Auf die ist er bedacht, wenn es eigene Belange betrifft. Wenn er die Gemeindekasse plündern will, um sich Anwalts- und Gerichtskosten für einen selbst angezettelten Prozeß bezahlen zu lassen. Wenn er einen Thomas Bachmann des Hauses verweist, der ihn unmißverständlich auf die kriminelle Gefährdung des Rathausbaus aufmerksam machte. Wieso hat Baier die Warnung in den Wind geschlagen? Wieso? Wieso? Wieso? Wäre es nicht die oberste Pflicht des Bürgermeisters gewesen, seinem obersten Dienstherrn (Gemeindevertretung) unverzüglich zu informieren, welcher Art die Bedenken des Thomas Bachmann sind. Jetzt hat die Gemeinde den Schaden, den der Geschäftsführer abwenden wollte. Wer also ist der falsche Mann im Amt? Thomas Bachmann muß ja nicht Geschäftsführer der WOBAB bleiben. Er müßte der Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow sein. Der Fürsorgepflicht wegen, die die Bürger der Gemeinde meint.

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