WIR WOLLEN BACHMANN

24. September 2012
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Drei Tage nicht in Blankenfelde anwesend, drei Tage nicht informiert, was eventuell am Freitag, nach der Gemeindevertretersitzung, geschehen ist. Auch ich war anwesende Bürgerin dieser anstehenden Sitzung. Noch vor Beginn das Eintreffen der Polizei. Fragen und Belehrungen, wie wir uns zu verhalten haben. Als das geschah, waren wir zu diesem Zeitpunkt so in etwa 10 Bürger. So etwas ist mir in meinem bisherigen Leben noch nicht vorgekommen. Ich war gekommen, um eigentlich zwei Fragen an unsere Gemeindevertreter zu stellen. Dazu ist es leider nicht gekommen. Dazu ist mir, ehrlich gesagt, auch die Lust vergangen. Vor dem Eingang erblickte ich einen Mitarbeiter vom teltowkanal. Dieser Mitarbeiter befragte Bürger, um sich sicher ein Bild von den Vorgängen zur GV machen zu können. Es war diesmal wohl etwas ungewöhnlich, da ca. 100 Bürger anwesend waren. Zum gleichen Zeitpunkt saß bereits die Lokalredakteurin der MAZ, Elke Höhne auf Ihrem zugewiesenen „Presse-Plätzchen“. Nun, dachte ich mir, wird Sie ja mitbekommen haben, dass hier sicher wichtige Fragen der Bürger anstehen. Warum das so ist, müßte ja eigentlich einer Journalistin interessieren. Hm, Nachfrage, null! Na gut, nichts Neues! War auch Elke Höhne, so wie die Polizei, bereits vom Bürgermeister informiert? Muß man annehmen, oder?

Nun dachte ich mir, wenn Du Sonntag nach Hause kommst, kannst Du lesen, inwieweit die Bürger im Nachhinein befragt wurden. Ich war gespannt auf die Berichterstattung von Elke Höhne. Auf dem Weg nach Hause, bei einer Tasse Kaffee in einem Blankenfelder Lokal, bei bekannten Gästen nachgefragt, ob die MAZ berichtet hat, was dort am Abend geschah, war ich entsetzt über die Berichterstattung. Was erwarten Sie, sagte ein Gast, die „Hofberichterstattung“ läuft doch nie aus der Bahn. Das genügte!
Wichtig war für Elke Höhne, dass Herr Kalinka festgestellt hat: Es sei ein Irrglaube, dass derjenige Demokratie durchsetzen kann, der am lautesten brüllt. Weiterhin stellte Elke Höhne fest, dass Herr Kalinka darauf hingewiesen hat, … das eine ausführliche Diskussion im nichtöffentlichen Teil der Gemeindevertretung zu diesem Thema stattgefunden hat. Tolle Feststellungen der Journalistin.

Auch hier frage ich mich, warum wiederholt  Elke Höhne Zitate, welche die Bürger zur Genüge schon kannten? Was wollten die Bürger und Mieter eigentlich erreichen? Warum sind die Mieter zu dieser Gemeindevertretersitzung gegangen? Sie hofften, dass Sie „Ihre“ Gemeindevertreter erreichen, wenn Sie Ihr Anliegen vortragen. Sie hofften, auf Verständnis und Ehrlichkeit der Gemeindevertreter. Sie hofften, erhört zu werden. Die Hoffnung, wenigstens ein Gemeindevertreter, welcher sich gegen Thomas Bachmann entschieden hatte, steht auf und wird sagen: Ich werde mich dafür einsetzen, dass Herrn Bachmann Gerechtigkeit widerfahren wird. Ich will es versuchen, wenigstens das. Eines steht ohne wenn und aber fest: Nicht alle GV haben nach Ihrem Gewissen entschieden. Somit bestand die Hoffnung der Bürger, es könnte eine Chance sein. Deswegen haben sie sich fair verhalten. Wie sagte doch Erna Herzberg: Es kann nicht sein, 800 Mieter wollen Thomas Bachmann als Geschäftsführer behalten (lt. Unterschriftensammlung!). 15 Gemeindevertreter (von 33!) akzeptierten nicht dieses Begehren sondern folgten den Wunsch des Bürgermeisters. Also, nicht Volksvertreter sondern „Gefolge“ von Ortwin Baier.
Beim Verlassen der Gemeindevertretersitzung forderten ca. 100 Bürger in Sprechchören: WIR   WOLLEN  BACMANN!,  WIR  WOLLEN  BACMNANN! Diese Forderungen erklangen nachdrücklich noch weiter vor dem Gebäude. Die Polizei, in diesem Fall wohlwissend im Hintergrund, sei Dank gesagt für Ihr Verhalten. Sie waren sich sicher, hier sind keine Bürger, welche randalieren wollen, es sind Bürger, die sich für andere Menschen einsetzen. Ein tolles Gefühl für Jedermann. Davon kein Wort in der MAZ. Darüber hätten die Bürger mit Elke Höhne sicher gern gesprochen. Will Sie aber nicht, mußte Sie auch nicht! Es ist das Geheimnis einer Journalistin!

Hannelore Pappschik

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