Vor dem Verdorren

2. Oktober 2012
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Als Gerd Kalinka 2008 ins Amt des Gemeindevorstehers gewählt wurde, versprach er mehr, als er halten konnte. Oder wollte? Immer öfter war sein Verhalten eher der Verwaltung als der Gemeindevertretung verpflichtet. Bewußt oder unbewußt? Egal! Er hat seinen Sitz schwer beschädigt. Er hat den Respekt erheblich reduziert, den er nun fordert.

Die Maz hat Kalinka jetzt fast eine gesamte Randspalte der Zeitung eingeräumt, um sich als Moderator zu erklären. Der Versuch ist gänzlich gescheitert. Genauer hingeschaut, verachtet der Mann sein Amt. Statt der Funktion gemäß, als kreativer, kooperativer Geist zu agieren (Landtagspräsident wird 70 – Ausriss aus ND v. 04.10.2012), wird der Ungeist der Drohungen kolportiert. Gewedelt wird mit gelben und roten Karten. So erneut provoziert, möchte man sogleich mit einem deftigen Zwischenruf reagieren, um ja keine Rote Karte zu verpassen. Dann kann man sich das Gehabe und Getue der Gemeindevertretung sparen, weil einen K. nach Hause schickt und sicher auch kein Sitzungsgeld (Strafzettel ? !)  zahlt. Was würden dazu die altehrwürdigen, die über 90 jährigen, Stéphane Hessel und Helmut Schmidt, dem angepaßten Gemeindevorsteher empfehlen? „Empört Euch“ (Hessel), „unter den Lebendigen sein, gehe ich auch mit auf die Barrikaden“ (Schmidt).

Ich empfehle Andreas Dresens Film „Herr Wichmann aus der dritten Reihe“, eh die Gemeindevertretung von Blankenfelde -Mahlow endgültig verdorrt.

Bernd Heimberger

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