Offener Brief an den kommunalen Spitzenpolitiker, Bürgermeister und klaerwerk-blog-Leser Ortwin Baier

7. Oktober 2012
Von

Herr Baier,

mit Verwunderung musste ich nun über zehn Ecken erfahren, das Sie Strafanzeige gegen mich erstattet haben. Nun gut . Doch warum diese Heimlichtuerei? Von einem kommunalen Spitzenpolitiker hätte ich da mehr Offenheit und Courage erwartet. Sie haben doch von mir nichts zu befürchten, außer offene und ehrliche Worte! Das sind natürlich nicht immer Lobeshymnen, die würde ich natürlich lieber trällern als Kritiken, aber mal ganz ehrlich, zum Loben gehört immer etwas Lobenswertes. Und da Herr Baier,machen sie es allen sehr schwer. Aber es gibt ja immer zwei Seiten einer Medaille. Die eine Seite ist bestückt mit einem Spitzenpolitiker und seinen Getreuen ( GV Vertreter SPD/LINKE/GRÜNE/CDU, habe hoffentlich niemanden vergessen! ) und  auf der anderen Seite tummeln sich Bürger, manche ruhig, manche durchaus aufmüpfig. Die Münze wurde geworfen und Kopf liegt oben. Kopf sind die Bürger. Nun bin ich keine Bürgerin "Ihrer" Gemeinde, aber als Elternsprecherin der Ingeborg-Feustel-Grundschule doch mit Ihnen verbunden. Ich werde es nicht zulassen, das unsere Kinder mindergeschützt in der zukünftigen Lärmhölle Blankenfelde-Mahlow ihr Leben fristen müssen, wenn denn der Flughafen mal eröffnet wird. Da Sie nun seit zwei Jahren Antworten zu den Schallschutzmaßnahmen der Kindergärten, Horten und Schulen den Eltern verweigern, muss ich davon ausgehen, das alles noch viel schlimmer ist, als wir Eltern, Kinder und Lehrer befürchten. Zu diesem Thema erwarten wir von Ihnen offene und ehrliche Antworten, die uns laut Gesetz zustehen. Ihr Verhalten nützt niemandem etwas.
Herr kommunaler Spitzenbeamter Bürgermeister Ortwin Baier, nehmen Sie zur Kenntnis, das ich mich von Ihnen weder einschüchtern noch mundtot machen lasse! Ich werde mich so lange für das Wohl unserer Kinder einsetzen, bis Sie uns Eltern sagen : " Unsere Kinder in Blankenfelde-Mahlow genießen den besten Schutz gegen den Fluglärm" und uns das bewiesen haben. Schade, das wir da nicht an einem Strang ziehen.

Heike Saase
Elternsprecherin an der Ingeborg-Feustel-Grundschule

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4 Responses to Offener Brief an den kommunalen Spitzenpolitiker, Bürgermeister und klaerwerk-blog-Leser Ortwin Baier

  1. Fechner
    7. Oktober 2012 at 16:34

    Zitat " Unsere Kinder in Blankenfelde-Mahlow genießen den besten Schutz gegen den Fluglärm"
    Sorry, aber dieser Zug ist in dieser Gemeinde schon lange abgefahren (siehe Astrid Lindgren Schule – direkt neben dem Bahn-Außenring und unter der Flugschneise gelegen – diese ist in den letzten Jahren mit  Steuergeldern noch weiter ausgebaut worden inklusive der Außenanlagen!!!, anstatt diese Schule umzusiedeln). Diese  Schule könnte man sehr gut zum neuen Rathaus umwidmen und die GV und Verwaltung dort unterbringen. Für die neue Astrid Lindgren Schule sollte sich doch ein passender Standort in unserer Gemeinde finden lassen.
    Ein Mahlower
     

    • Heike Saase
      7. Oktober 2012 at 19:42

      Herr/Frau Fechner,
      Sie haben mich falsch zitiert. Ich habe gesagt, das ich erst Ruhe gebe, wenn ALLE Kinder der Gemeinde geschützt sind und der Bürgermeister das bewiesen hat. Die Astrid-Lindgren-GS ist natürlich ein mehr als abschreckendes Beispiel für das Versagen der Gemeinde, aber auch der Eltern . Wer Kinder in einer Überflughöhe von 150m  ca. 8Stunden täglich aussetzt  und sie dort lernen lässt, dafür fehlen mir die Worte. Das ist nichts anderes als WEISSE FOLTER. Weisse Folter ist laut UN Menschenrechtskonvention verboten und weltweit geächtet. Es bedeutet, das man Gefangene nicht mit Musik dauerhaft beschallen darf, wie es zu Folterzwecken geschah. Nichts anderes ist es in meinen Augen, wenn Kinder alle 2 Minuten Fluglärm ertragen müssen. Dies tun sie zwar in Akkustikkaefigen , aber nicht draußen . Prof. Jansen, der med.Gutachter der Regierungen Brandenburg und Berlin, hat 2006 vor dem Bundesverwaltungsgericht gesagt, das 15 Prozent aller Kinder durch den Fluglärm dauerhaft krank werden. Das sind in der Gemeinde ca. 800 Kinder einer jeden Generation .
      Ich hoffe inständig, das ganz viele Eltern und Großeltern endlich aufwachen und das Wohl aller Kinder zur " Chefsache " machen. Nur gemeinsam können wir alles erreichen. Gemeinsam wurde doch seinerseits auch die Mauer zu Fall gebracht. Da sollten wir es schaffen, den besten Schutz für unsere Kinder einzufordern . Es ist niemals zu spät, Veränderungen herbeizuführen . Wir können unseren Kindern später nicht sagen, " Da konnten wir nichts mehr machen ". Was wären wir da für schlechte Vorbilder. Ich würde mich meinen Kindern gegenüber schämen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Heike Saase
       
       

    • Walko
      8. Oktober 2012 at 15:54

      Rathaus der Gemeinde in die Astrad Liggren Schule umsiedeln und dafür kein neues Rathaus! Gefällt mir gut

  2. Villwock
    8. Oktober 2012 at 19:01

    Es gab in der letzten Zeit viel, wenn auch weniger Gutes über Blankenfelde / Mahlow hinsichtlich BM und des Geschäftsführer der WOBAB zu berichten. Als einfacher Bürger in einem Land der Demokratie ist es mir unbegreiflich, daß sich seit Jahren Prozesse entwickeln die nicht nachzuvollziehen, noch vertretbar sind. Man versucht auf die unwürdigste Weise Herrn Bachmann im wahrsten Sinne des Wortes mit sofortiger Wirkung aus dem Haus zu jagen (zu beurlauben). Die im Voraus lautenden Gerüchte über die Nichtverlängerung seines Arbeitsverhältnisses ließ schon viele Mieter aufhorchen. Aber als bei der geschlossenen GV-Sitzung am 03.09.2012 unser BM und GV die sofortige Beurlaubung von Herrn Bachmann beschlossen wurde, schlugen die Wellen hoch. Herr Bachmann mußte vor der Tür stehen und warten, bis er hereingerufen wurde und das ausgehandelte Urteil entgegennehmen durfte. Ihm selbst wurde untersagt, selbst eine Stellungnahme zu geben. Wo waren die GV mit ihren Augen, Ohren, Herzen und Verstand, diese Hexenjagt mitzumachen.Es ist einfach nicht zu fassen und läßt das Vertrauen der Bürger zum hohen Grenium immer mehr schwinden.- Wir wollen so etwas nicht hinnehmen. Zu viel ist schon passiert. Aufgrund vieler offener Fragen und lauter werdenden Stimmen wurde am 20. 09. 2012 eine offene GV anberaumt. BM Herr Baier, der Vorsitzende der GV Herr Dr. Kalinka, GV, Mieter der WOBAB ( die innerhalb von 5 Tagen mehr als 780 Unterschriften sammelten und am 03.09.2012 an Dr. Kalinka übergaben) und Bürger von Blankenfelde. Außerdem 2 Polizeiautos mit Besetzung vor dem Tor. Wer sollte da verjagt oder wer beschützt werden? Solche Methoden sind doch Überreste einer Demokratie, die nie eine war. Es ist unwürdig und feige,hat mit dem Brgriff "Demokratie" -Volksherrschaft" nichts mehr zu tun. Manche kommen wohl mit der Defination nicht klar.      Die Begriffe: Recht, Demokratie, Respekt, Würde und Gerechtigkeit sollten in einem Rechtsstaat ganz am Anfang stehen. Wann und wo hat Demokratie endlich seine Berechtigung. Die Beiträge in den Medien von Mietern und Bürger aus Blankenfelde haben gezeigt: Das Volk ist noch da. Und wenn Mancheiner noch nicht am Aufwachen ist, sollte er es schleunigst tun. Es wird höchste Zeit, Unrecht zu verhindern. Herr Bachmann ist eine Mensch mit einem hohen Wissensstand, mit Fachkompetenz und Ehrlichkeit. Ein Mensch mit dem Ohr an der Basis, anhören der Sorgen der Mieter, nachfolgenden Taten. Viele Gemeinden wären glücklich solch einen Partner an ihrer Seite zu haben mit dem man arbeiten und Erfolge erziehlen kann.  Nein, man beginnt einen regelrechten Psychokrieg um Herrn Bachmann fertig zu machen. — Wir sind das Volk. Wir brauchen Demokratie und Gerechtigkeit. Wir brauchen Menschen wie Herrn Bachmann mit Wissen, Weiblick und Mut, Projekte auf den Weg zu bringen die uns alle angehen .   z.B. LÄRMSCHUTZ-Musterwohnung am Zossener Damm 10 b 15827 Blankenfelde.        Weitere Meinungen sind gefragt. .
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