Friedensnobelpreis 2012: „Wir“ sind ausgezeichnet?

14. Oktober 2012
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Kein deutscher Bürger wurde gefragt, ob er in die EU, in diese EU, eintreten möchte. Das Risiko "Referendum" mochten die Regierenden nun doch nicht eingehen. Dafür aber jetzt: Hoppla – ich, Sie, "wir" alle wurden ausgezeichnet …
Die Maz stellt dazu in einem Beitrag von heute fest: 

"Die Auszeichnung ist Balsam für die EU in ihrer schwersten Krise. ´Sechs Jahrzehnte Frieden´ lobte das Osloer Kommitee und lenkte den Blick weg vom Euro und von Rettungsschirmen."

Um anschließend gleichfalls vom Thema Euro und Rettungsschirme weg zu lenken unter Jubel-Überschriften wie: 

"Wir sind ausgezeichnet"
"Zehn Gründe, die für die EU-Sprechen"

Eine "große, bürokratische Staatsstruktur" auszuzeichnen, sei seltsam sagte die russische Bürgerrechtlerin Swetlana Gannuschkina (70) dazu. Zumal die Europäische Union an mehrern Kriegen teilgenommen hat. 
Vielleicht hat ja auch die Tatsache, dass sieben der zehn weltweiten TOP-Waffenexportländern Staaten der EU sind, die Osloer Entscheidung zur Vergabe des Friedensnobelpreises "beflügelt". Das Spektrum der Reaktionen darauf reicht jedenfall von absurd bis wunderbar. 

Jörg Blunk

 

 

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One Response to Friedensnobelpreis 2012: „Wir“ sind ausgezeichnet?

  1. Walko
    14. Oktober 2012 at 12:59

    Ich finde den Gedanken der EU gut und befürworte ihn. Ich fühle mich als Europäer.
    Das man nicht alles pauschal als rosig darstellen kann ist auch klar. Aber hierfür einen Preis auszuloben halte ich für falsch. Es ist schon die zweite merkwürdige Entscheidung nach dem Literaturnobelpreis.
    Auch widert mich jetzt wieder die Diskussion an, wer den Preis für die EU übernehmen soll. Das ist wieder der Bürokratismus, den ich bemängele.
    Alles schlage ich vor, dass der Preis stellvertretend für alle Bürokraten an unseren geliebten Führer O. Baier übergeben wird. Der ist doch so fotogen. Vielleicht erkennt jemand überregional seine Fähigkeiten und erlöst uns von ihm. Aber andersrum: Wem in Europa will man so was antun.
    Nichts für ungut.
     
     

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