Unfaire Unvernunft

8. November 2012
Von

GLOSSE

Manche Mütter neigen zur Unvernunft. Sie erklären das Unvernünftige zum Vernünftigen. Dann, wenn sich die lieben Nachbarn über den gar nicht lieben Nachbarbengel bei der Mutter beklagen. Dann kommt so ein Satz wie: Nicht mein Junge! Der Rabauke hat den Schutz der Unvernunft.
Das Prinzip funktioniert auch in der Gemeindevertretung von Blankenfelde-Mahlow. Kaum kommt von den Gemeindevertretern der Wählergemeinschaften ein vernünftiger Vorschlag, machen die Parteienfraktionen die Mutter. Sie wehren ab. Auf diese Weise hat sich das von der SPD vorangeschobene Projekt Fair Leben durchgedrängelt. Das verspricht der Gemeinde das Paradies auf Erden in der Fluglärmhölle Blankenfelde-Mahlow. Was in der ein faires Leben sein soll, wissen die Leute des Projekts wohl selbst nicht. Weit gefehlt! Die Träumer der Schreibtische wollen uns verklickern, dass im Himmel Jahrmarkt ist. Also, wo sie in unseren Gärten und Straßen Inseln der Ruhe schaffen.
Und so weiter, und so weiter, und so weiter. Das Versprechen, den Himmel auf Erden im Auge des Zyklons des Fluglärms möglich zu machen hat selbstverständlich einen exklusiven Preis. Den zu zahlen sind sich vor allem die Fraktionen der SPD/Grüne und der LINKEN nicht zu schade. Ungefragt greifen die Unfairen tief in die Tasche der Steuerzahler. Die Sache kostet schlappe 1,6 Millionen.
So ist das Leben! Unfair! Wie so oft. Siehe oben.

Bernd Heimberger

 

Finanz- u. Wirtschaftsausschuss 17.10.2012 – Hr. Claus, Linke … für FairLeben kämpfen ..
mehrheitlich beschlossen am 01.11.2012:  Beschlussvorschlag der Verwaltung zum Projekt FairLeben

 

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