Bürgermeister-Darsteller oder Bürgermeister?

18. November 2012
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teltowkanal stellt nach Ablauf einer Woche alle produzierten Beiträge aus der Region bei youtube ein. Lesen hier den vollständigen WOBAB-Monolog von Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) aus dem tv-Beitrag von teltowkanal zur denkwürdigen Gemeindevertretersitzung am 20.9.2012:

Also, ich denke einfach, einen ganz großen Anteil daran (am Erfolg der WOBAB / Red.) hat natürlich die Gesellschafterin. Das ist die Gemeindevertretung und der Vertreter der Gesellschafterin ist der Bürgermeister. 
Und wir haben natürlich Bachmann in die Lage versetzt, das, was er dann anschließend getan hat, nämlich die Blöcke zu sanieren, nämlich die Außenanlagen auf Vordermann zu bringen, Balkone anzubauen und auch ein Umfeld zu schaffen, was auch die Mieter sich selbst in ihrer Befragung gewünscht haben.
Dafür haben wir das Geld aus den Erträgen, die die Wohnungsbaugesellschaft erzielt hat, zur Verfügung gestellt und dann konnte Bachmann das natürlich erfolgreich umsetzen.
Und nach außen ist das dann natürlich als Erfolg von dem Geschäftsführer zu sehen und deshalb, äh, haben auch die Mieter Herrn Bachmann natürlich geschätzt.
Das ist ja auch vollkommen in Ordnung. Er hat ja auch diese Aufträge, die wir ihm gegeben haben, gut umgesetzt. Da gibt´s ja auch gar nicht rüber zu streiten.
Aber ich kann Ihnen hier versprechen und da dürfen Sie mich auch und ich denke, auch die Gemeindevertretung, beim Wort nehmen, dass wir an der Politik, die wir bisher dort in unserem Wohnungsbauunternehmen umgesetzt haben, nichts ändern werden.
Das heißt, wir werden weiterhin ein sozialverträgliches Unternehmen sein, was sozialverträgliche Mieten anbietet. Was sozial schwachen Familien Wohnraum anbietet. Genau das ist ja unser Auftrag, den wir mit dieser GmbH erfüllen wollen. Nein, wir wollen ja sogar noch ein Stück weit aufsatteln, in dem wir jetzt unser Leitbild umsetzen und sogar noch Optimierungen und Qualitätssteigerungen vornehmen zugunsten unserer Mieterschaft.

Reihen-Endhaus in Blankenfelde, Karl-Marx-Str. 10, schräg gegenüber der Gemeindeverwaltung

Wohnblöcke zu sanieren, die Außenanlagen auf Vordermann bringen …? Dazu hätte der Bürgermeister den WOBAB-Geschäftsführer in die Lage versetzt? Man schaue sich die Immobilien an, die sich seit Jahrzehneten im Wohnungsbestand der Gemeinde befanden und befinden, also nicht die im Eigentum der WOBAB. Da hat augenscheinlich in der gesamten Amtszeit von Bürgermeister Baier nie so etwas wie Wertschöpfung bei gleichzeitiger Umsetzung des sozialen Auftrages stattgefunden geschweige denn, dass "Außenanlagen auf Vordermann gebracht" wurden. Wie lange erfreut sich Baier schon am Ortsbild des Reihen-Endhaus in der Karl-Marx-Str. 10 beim Blick aus seinem Amtszimmer? Gemeindeeigentum, nach klaerwerk  vorliegenden Informationen. Dieser Tage haben Handwerker im Auftrag der Verwaltung mit dem Verputzen der Fassade begonnen, nach neun Jahren Amtszeit von Baier, "pünklich" zum Einsetzen der Frostperiode. So sehen anno 2012 Immobilen aus, die unter Verwaltungschef Baier bewirtschaftet wurden bzw. werden.

"Wir haben natürlich Bachmann in die Lage versetzt …", sagt Baier bei teltowkanal. Zu was, muss man sich fragen, will und kann ein solcher Bürgermeister andere hinsichtlich professionellem  Immobilienmanagement in die Lage versetzen? Wenn er es bis bis heute nicht mal auf die Reihe bekommen hat, Wohnobjekte der Kommune in zentraler Lage vernünftig zu entwicken und zu bewirtschaften? Seinen verantwortungslosen Umgang mit den kommunalen Wohnungsbeständen hinsichtlich systematischem Abverkauf ohne wirtschaftliche Not – abgesegnet durch sein Gefolge aus der SPD-, CDU – und Linksfraktion – haben wir darüber hinaus mehrfach kritisiert. Das Ziel hieß offenbar, die Übertragung der Bestände in die kommunale WOBAB muß verhindert werden. Denn wenn die WOBAB schon vor Jahren begonnen hätte – da, wo möglich – diese Immobilien auf Vordermann zu bringen, und anschließend dem örtlichen Wohnungsmarkt preisgünstigen Mietraum zur Verfügung zu stellen – hätte dies eine Stärkung der WOBAB, ihrer Eigenkapitalbasis und damit von WOBAB-Geschäftsführer Bachmann zufolge. Eine Vorstellung, die für Baier und seinen Baudezernenten offenbar immer ein "rotes Tuch" war. 

Zumal der WOBAB Geschäftsführer im Zusammenhang mit seiner Ablehnung des dubiosen Beratervertrages und seinem verantwortungsbewußten Rückzug aus dem Projekt Rathausneubau vermutlich schon vor Jahren als Zeuge von der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Korrupption in Neuruppin gehört wurde. Insofern dürfte der Beschuldigte, Bürgermeister Baier, anknüpfend an die Akteneinsicht der Kanzlei Dombert bestens informiert sein über dessen Aussagen im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre "Projektgeschäft Rathausneubau". Anscheinend ein weiteres "rotes Tuch", den Vertrag mit Bachmann nicht über den März 2013 zu verlängern. Wider jeder menschlichen, politischen und ökonomischen Vernunft.

"Er hat ja auch die Aufträge, die wir ihm gegeben haben, gut umgesetzt. Da gibts ja auch garnichts rüber zu streiten." – monologisiert Baier weiter. War die Herrichtung einer WOBAB-Musterwohnung zu Schallschutzmaßnahmen etwa ein Auftrag des Bürgermeisters an den WOBAB-Geschäftsführer? Die Musterwohnung wurde von Journaliste, Vertretern der Landesregierung und des Landtages besucht. Herr Bachmann hat hier Pionierarbeit geleistet, nicht nur für die Mieter der WOBAB sondern auch  für die Mieter kommunaler Wohnungen und alle Eigenheimbesitzer.    
Es ist sein Verdienst, dass der Potsdamer Landtag beschloss, Schalldämmlüfter mit Wärmerückgewinnung für alle Bürger einsetzen zu wollen.  Genau das wäre eigentlich der Job des Bürgermeisters gewesen, an die politische Ebene heranzutreten, um gemäß seines Amtseides vernünftige Schallschutzregelungen zu erreichen. Erst nachdem von ihm nichts kam, erst nachdem Baier auf ganzer Linie versagt hat, ist der WOBAB-GF Bachmann auf der politischen Ebene für das Unternehmen, dem er vorsteht, aktiv geworden. Erfolgreich! 

"Nein, wir wollen ja sogar noch ein Stück weit aufsatteln, in dem wir jetzt unser Leitbild umsetzen und sogar noch Optimierungen und Qualitätssteigerungen vornehmen zugunsten unserer Mieterschaft.“- tönt Baier abschließend. "… jetzt unser Leitbild umsetzen …"? Was hat er denn eigentlich bisher getan? Soll das ein Versprechen oder eine Drohung sein?

Denn, der politische Auftrag der WOBAB ist die Absicherung der Daseinsvorsorge in Form von bezahlbarem Wohnraum. Richtig. Aber wie ist dann der dritte Absatz zu verstehen? Gilt dies definitiv, unter allem Umständen? Nicht doch. Nur solange, wie sie effizient wirtschaftet?! Zu deutsch: So lange sich die WOBAB trägt und Kohle bringt, so lange schmückt man sich mit dem politischen Willen, bezahlbaren, sozialverträglichen Wohnraum vorzuhalten. Anders herum, an dem Tag, an dem es sich nicht mehr rechnet, ist man nicht mehr dazu bereit. An diesem Tag muss man angesichts anderer bedeutender Investitionsvorhaben der Gemeinde zunächst schauen, ob es nicht Wichtigeres gibt, als eine WOBAB. Im Zweifel geht sie halt den Bach runter. Dann übernimmt ein privater Investor den Laden und man sackt den Kaufpreis ein – für die Fnanzierung eines "anderen wichtigen Investitionsvorhabens".

Reine Spekulation, diese Interpretation? Tatsache ist, selbst in diesem Leitsatz sucht man vergeblich ein vollständiges, konsequentes Bekenntnis zum sozialen Auftrag Daseinsvorsorge. Ohne "wenn" und "aber"! Während andern Ortes diverse Wohnungsgesellschaftenschaften aufgrund von Leerständen defizitär arbeiten und trotzdem weiter von ihrer Kommune unterstützt werden. Keine 20 Minuten von hier gibt es eine Stadt, die jedes Jahr 1 Mio. € in ihre Wohnungsgesellschaft ´rein schießt, um den politischen Auftrag Daseinsvorsorge sicherzustellen.     

In der Amtszeit dieses Bürgermeisters dagegen gab es mehrfache Bestrebungen seitens der Verwaltungsspitze, die WOBAB zu verwerten, zu verkaufen, zu privatisieren. klaerwerk hat darüber ausführlich berichtet. Wenn also ausgerechnet Spezialdemokrat Ortwin Baier den "sozialen Auftrag der WOBAB" auf einmal auf dem Silbertablett vor sich her trägt, muss man das nicht interpretieren, das ist selbsterklärend. Als es ihm vor einigen Jahren noch nicht ganz so heiß unterm Hintern war, wie heute, hatten er und sein Baudezernent augenscheinlich ganz andere strategische Überlegungen.  Damals jedenfalls soll dieser Baudezernent dem Vernehmen nach geäußert haben „… es muss dem Eigentümer gestattet sein, über eine Liquidation seiner gemeindeeigenen Gesellschaft  nachdenken zu dürfen.“ 

Hier etwas Powerpoint-Poesie anno 2005 aus der Feder von Baudezernent Sonntag:

Schon die Eingangsfrage dieser Präsentation: "Wozu braucht die Gemeinde eine eigene Wohnungsbaugesellschaft?"- ist aufschlussreich. Nicht, dass er das Konstrukt "kommunale GmbH" insgesamt in Frage stellen möchte, nicht doch. Aber sind denn die Gründungsziele von damals heute überhaupt noch aktuell? Nehmen wir mal an, "Ralf Raffke und Gisela Gierig gründen eine Gesellschaft …" Oder, wie stellt sich das z.B. für die Eigenkapitalverzinsung von Herrn Raffke und Frau Gierig dar, wenn sie 1 Mio. € in eine GmbH-Gründung investieren, anstatt das Geld stressfrei aufs Festgeldkonto zu tun?
In 2005 wurde schon einmal ernsthaft die Frage der "Übertragung der gegenwärtig noch kommunalen Wohnungsbestände" in die gemeindeeigene WOBAB diskutiert. Die kreative Verschlagenheit von Sonntag,war mehrfach ein Thema auf diesem blog. Offenbar ist dem Finanzausschuss nach der damaligen "Sonntäglichen" Gehirnwäsche der Spaß an der weiteren Bearbeitung dieser, durchaus klugen, Frage vergangen. Bis heute. Großer Gott, das ist ja auch alles so furchtbar kompliziert, und die vielen Risiken …Gefährlich! Damals mindestens genau so, wie heute eine Rekommunalisierung der Stromnetze. Trifft es tatsächlich zu, dass seit dem Auftauchen, seit der Einstellung von Sonntag in dieser Verwaltung keine einzige Wohnimmobilie mehr in die WOBAB übertragen wurde? Und, bitte, liebe Leser, unterziehen Sie sich garnicht erst der Mühe, in der Powerpointpräsentation dieses Dezernenten einen Hinweis auf den sozialen und politische Auftrag der WOBAB zu suchen. Der kommt darin nicht vor!         

Vom Stellvertreter zurück zum Verwaltungschef – die Realität ist doch so: Das Leiten und Führen einer GmbH im kommunalen Eigentum ist nicht Aufgabe des Bürgermeisters sondern des Geschäftsführers. Die WOBAB ist eine juristisch eigenständige Person, die selbstständig für ihre Erfolge und Mißerfolge verantwortlich ist. Doch immer und überall, wo sich fachliche Dilettanten in die Unternehmensführung einmischen, läuft die Kiste gegen die Wand. Eine zeitlose Erkenntnis. Der eigentliche Schlüssel für die Erfolge der WOBAB dürfte darin liegen, dass der Geschäftsführer es im Wesentlichen verhindern konnte, dass die Verwaltungsspitze, d i e s e  Verwaltungsspitze sich einmischt in die Unternehmensführung. Sei es, indem Sie für ein dubioses Projekt FairLeben in die WOBAB-Kasse greift (siehe S. 7-8, Stellungnahme Bachmann vor der GV am 3.9.2012) oder der WOBAB einen halbseidenen Beratervertrag überzuhelfen versucht, um den sich seit über drei Jahren die Staatsanwaltschaft "kümmert". 

Wir alle haben diesem Verwaltungschef einen Millionenbetrag für das Projekt Rathaus anvertraut. Wie hat er unseren Auftrag nach 8 Jahren, die angefüllt waren mit Debatten, Diskussionen, Planungen, zentnerweise bedrucktem Papier – umgesetzt? Ein Spaten wurde zwar noch nicht bewegt, aber wo sind die bisher ausgegebenen  2 Mio. € geblieben? Im Schornstein! WOBAB-Geschäftsführer Bachmann hat das Unternehmen, für das er verantwortlich ist, vor diesem Schaden bewahrt.
Rekapitulieren wir: Die Eignung von Bürgermeister Baier in Frage zu stellen, dafür können einem viele Gründe einfallen. EIner davon ist seine Unfähigkeit, die Eignung von WOBAB-Geschäftsführer Thomas Bachmann in Frage zu stellen. Für diese Unfähigkeit ist sein "Auftritt" bei teltowkanal ein eindrucksvoller Beleg.

Jörg Blunk 

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13 Responses to Bürgermeister-Darsteller oder Bürgermeister?

  1. Dietrich Schoechert
    18. November 2012 at 14:46

    am 10. november fand ich diesen clip im net bei you tube, da muste ich beim ersten ansehen kurz ganz verdutzt in die gegend schauen.
    erst dachte ich . "mensch haste dir vahöat" und am ende der "kömödie" konnte ich ja so oft ich wollte diese stelle noch einmal  resümieren. also , nochmal , " nee vahöat haste dir nich, det is realitaet , wat der da jesacht hat" aber so richtich geschnallt hatte ich es nicht.  
    lesen sie doch mal selbst:
    Dafür haben wir das Geld aus den Erträgen, die die Wohnungsbaugesellschaft erzielt hat, zur Verfügung gestellt und dann konnte Bachmann das natürlich erfolgreich umsetzen.????????? bin ick nu blöd oda wat ???? hat mir der hund gebissen neee
    meine frage war nun: was anders tut man denn mit geld  , das andere erwirtschaftet haben, umschaufeln oder was …..
    mir fehlen die worte, 
    machts jut
    nachbarn euer schoechi
     

  2. Konrad Vorwerk
    18. November 2012 at 17:22

    Es ist schade das nicht jeder diese Artikel lesen kann, nicht jeder hat die Möglichkeit, deshalb gehören deraritige intressanten  Schreiben in unsere öffentliche Presse oder als Flugblatt verteilt., auch die Stellungnahme des Herrn Bachmann , die er am 03.09.2012 in der Gemeinderatsitzung nur teilweise vortragen durfte, bevor er durch Herrn Dr. Klinka wortverbot erhielt und des Saales verwiesen wurde,  gehören dazu und vleies Anderes.Das sollten die Bürger von Blankenfelde-Mahlow wissen und beurteilen. Ich bin mir sicher das Vielen der Hut hochgehen würde und glaube die Tage unserer drei sogenannten Heiligen währe schnell zuende. Auch sollten wir energisch darauf dringen das die Objekte Rathaus,Parkhaus und Schule ordnungsgemäß zu Abrechnung gebracht werden. Es wächst sonst das Mäntelchen des Vergessens darüber. Alles muß popularisiert weden, erleichter wir einigen GV-Vertreter ihr schlechtes Gewissen.Wir , die Bürger sollten auf mehr Offenlichheit , mehr Tolleranz und Ehrlichkeit drängen , auch zu Fragen zum Wachstum oder Verkauf der WOBAB ist Stellung zu beziehen..

  3. Dietrich Schoechert
    20. November 2012 at 12:02

    wir wollen doch nicht immer die deppen sein ….. neeeeeeeeee
    Also, ich denke einfach, einen ganz großen Anteil daran (am Erfolg der WOBAB / Red.) hat natürlich die Gesellschafterin. Das ist die Gemeindevertretung und der Vertreter der Gesellschafterin ist der Bürgermeister. 

  4. Peter Abend
    20. November 2012 at 12:15

    Der Bürgermeister hat zu dem Polizeieinsatz in der 57. GV-Sitzung angegeben, dass die Polizei aus eigenem Auftrag zu der GV-Sitzung erschienen wäre. Dem gegenüber steht aber die Aussage eines beteiligten Polizeibeamten, die Beamten wären vom Bürgermeister gerufen worden. Er hat inzwischen auch zugegeben, den Polizeieinsatz angefordert zu haben. Das bedeutet, dass er versucht hat, die Gemeindevertreter zu täuschen.
    Mit Schreiben vom 26.09.2012 habe ich den Vorsitzenden der GV, Herrn Dr. Kalinka, gebeten, folgende Fragen in der nächsten GV unter dem TOP „Anfragen der Einwohner“ zu behandeln:
    „Meine Fragen:

    Wer hat bzw. wo wurde im Internet zu einer Demonstration anlässlich der 57. GV-Sitzung aufgerufen?
    Wie lautet der Text dieses Aufrufs?
    Wann (Datum und Uhrzeit) hat der Bürgermeister von diesem Aufruf erfahren?
    Wann (Datum und Uhrzeit) hat der Bürgermeister die Polizei gerufen?
    Warum war der Vorsitzende und Hausherr der GV-Sitzung davon nicht informiert?
    Hat der Bürgermeister gegenüber der Polizei die Befürchtung von „Krawallen“ geäußert?
    Sieht der Bürgermeister den Polizeieinsatz als gerechtfertigt an?
    Entstehen der Gemeinde Kosten aus dem Polizeieinsatz und wenn ja, in welcher Höhe?

    Um eine schriftliche Antwort darf ich bitten.“
    Das hat er aber unterlassen und an Stelle dessen erhielt ich von ihm am 28.09.2012 die Mitteilung: „Leider erschließt sich mir nicht, warum Sie die Fragen, die praktisch ausschließlich den Bürgermeister betreffen, mir stellen.“
    Herr Dr. Kalinka hat dann auf mein Drängen hin meine Fragen am 09.10.2012 an den Bürgermeister weitergeleitet.
    Da ich keine Antwort erhielt habe ich Herrn Dr. Kalinka am 23.10.2012 nochmals aufgefordert, meine Fragen gemäß der Geschäftsordnung in der GV-Sitzung am 25.10.2012 zu behandeln. Auch das ist nicht geschehen.
    Aus der Tatsache, dass ich keine Antwort erhalte, muss ich annehmen, dass es gar keine Aufrufe zu Demonstrationen mit Krawallen gegeben hat. Es müsste doch im Interesse der Gemeindevertreter und ihres Vorsitzenden sein, die Umstände dieses Polizeieinsatzes aufzuklären.
    Mit dem Aufgebot von bewaffneten Polizisten gegen die Bürger seiner Gemeinde hat der Bürgermeister das Vertrauensverhältnis zu ihnen ein Stück weiter zerrüttet!
    Aber entlassen kann er uns nicht!

    • Peter Abend
      20. November 2012 at 14:32

      Zu oben stehendem Text erhielt ich folgende Antwort:
      "Sehr geehrter Herr Abend,
      es ist schon reichlich unverschämt, die schriftliche Antwort, die Sie von mir erhalten haben, zu unterschlagen.
      Finden Sie zu einem sachgerechten Umgang zurück, Herr Abend, dann begegnet man Ihnen auch wieder sachgerecht.
      Verschonen sie mich künftig vor Halbwahrheiten und Unterstellungen.
      Mit bestem Gruß
      G. Kalinka"
       
      Korrekterweise muss ich hinzufügen, dass Herr Dr. Kalinka in seinem Schreiben vom 28.09.2012 meine Fragen nicht bzw. nicht ausreichend beantwortet hat, weil er es auch teilweise nicht konnte. Es erhebt sich nun Frage, warum er zweimal entgegen der GO gehandelt und meine Anfrage unterdrückt hat. Und das ist keine Halbwahrheit oder Unterstellung!
      Mein Schreiben an ihn vom 14.11.2012 warum er meine Anfragen in der GV nicht behandelt hat blieb bis heute unbeantwortet.
      Entscheiden Sie selbst, was unverschämt und sachgerecht ist!

  5. crissy
    21. November 2012 at 15:34

    Ach je,wenn man dem BM zuhört wird einem schlecht.er schmückt sich dort mit fremden federn.Das kann er gut.Aufträge raus geben und Aufträge ausführen ist ein großer Unterschied. Wer hat sich mit den Mietern zusammengesetzt, um zu überlegen, wie der Spielplatz aussehen soll?Wer hat immer eine Antwort auf die Fragen der Bürger gehabt?Nicht unser BM, sondern Herr Bachmann war da für die Mieter.Unser BM holt ja lieber die Polizei, wenn es zu viele Bürger werden.

  6. dietrich schoechert
    22. November 2012 at 15:21

     

    22.11.2012      märkische allgemeine

     

    VOLKSBEGEHREN: Baier kritisiert Wahlleiter

    BLANKENFELDE – Der Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow, Ortwin Baier, hat Landeswahlleiter Bruno Küpper kritisiert, weil er Ergebnisse einer Befragung zum Stand des Volksbegehrens unter Verschluss hält. Baier forderte den Wahlleiter auf, die Zahl der Unterschriften sofort zu veröffentlichen. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass ich keine Auskunft erhalte“, sagte er. Die Wahlbehörde hatte sich bei 60 Kommunen nach der Zahl der Unterschriften zum Volksbegehren für ein erweitertes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld erkundigt. Das Volksbegehren endet am 3. Dezember. Für einen Erfolg sind 80 000 Unterschriften erforderlich. Die Initiatoren verkündeten vor zwei Wochen einen Stand von 70 000 Unterschriften. Die Leiterin der Geschäftsstelle des Landeswahlleiters, Angelika Behrend, wies Baiers Forderung zurück. „Dafür gibt es keine rechtliche Grundlage. Die Umfrage war weder vollständig noch repräsentativ. Wir können keine ungeprüften Daten veröffentlichen“, sagte sie gestern der MAZ. Sie verwies außerdem darauf, dass die Initiatoren des Volksbegehrens selbst Befragungen in den Kommunen zur Unterschriftenzahl durchführen.
    Wie es aus dem Rathaus hieß, haben in Blankenfelde-Mahlow rund 9000 Menschen ihre Unterschrift zum Volksbegehren geleistet. Etwa die Hälfte davon erfolgte per beantragte Eintragungsscheine.
    Am kommenden Sonnabend gibt es bundesweit Proteste gegen Fluglärm und Nachtflüge. In Berlin startet ein Demonstrationszug um 14Uhr am Potsdamer Platz zur SPD-Zentrale in der Stresemannstraße. (paw)

    wollte hier mal der schwanz mit dem hund wackeln , schade habe so ein foto nicht schoechi

     

  7. Konrad Vorwerk
    22. November 2012 at 19:49

    Kritik üben ist einfacher als Kretik einstecken. Unser Herr BM kann keine Kretik vertragen, ausüben  ja aber selbst  die gestellten Fragen der Wahlbürger zu den Problemen wie Bachmann, Rathaus, Parkhaus, Schule usw.usw. wo unsere Steuergelder verbleiben  durch schweigen oder ausflüchte   und Polizeischutz  ignorieren ,auch wir haben nur gefragt und bisher keine Antworten erhalten,nur wenn die Kretik all zu groß dann gehen wir eben vor Gericht , in Blankenfelde üblich, schließlich sind disbezüglich ja noch einige Klagen  offen , im Klärwerk nachzulesen.Ich möchte den Schallschutz mit seinem Bürgerbegehren damit nicht herabwürdigen Herr BM , aber wer im Glashaus sitzt sollte doch nicht mit Steinen werfen.

  8. Ramona Liebeke
    22. November 2012 at 21:24

    ……."Mit dem Aufgebot von bewaffneten Polizisten gegen die Bürger seiner Gemeinde hat der Bürgermeister das Vertrauensverhältnis zu ihnen ein Stück weiter zerrüttet!
    Aber entlassen kann er uns nicht!"
    Herr Abend, gestatten Sie mir Ihre Textzeile zu stehle. Ich finde die Klasse. Würde ich sofort als Schlagwort für die nächste "Demo" nehmen, wenn ich herraus gefunden habe, wo die erste statt findet.
    Ich bin begeistert von Ihrer Wortwahl.
    LG Ramona Liebeke

    • Peter Abend
      22. November 2012 at 22:48

      Sehr geehrte Frau Liebeke,
      nein, Sie stehlen meine Worte nicht, im Gegenteil es freut und stärkt mich, wenn ich erfahre, dass andere Menschen ebenso denken wie ich. Alles was ich hier schreibe ist öffentlich und ich stehe mit meinem Namen dazu! Tragen Sie es weiter, wenn Sie möchten, wer es auch immer hören will.
      Es grüßt Sie
      Ihr Peter Abend

  9. Borm
    26. November 2012 at 17:48

    hallo Schöchi -alter Schwede
     
    lass deinen Bachmann Kult – du weiß doch -wer die Kohle hat bestimmt . oder ????
     
    bis denne
     
    Bowling Paule
     
     

  10. Ramona Liebeke
    26. November 2012 at 20:50

    Herr Bowlling Paule,
    wer hat wessen Kohle???

  11. Konrad Vorwerk
    27. November 2012 at 12:55

    Herrn Bowlingfreund
    wer alles hinnimmt und die Welt nicht mehr versteht,Ungerechtigkeiten ohne murren zuläßt und sich darüber nicht muckiert ist bereits lebendig begraben und  die Kohle des Bürgermeisters gehört der Bürgerschaft von Blankenfelde-Mahlow , also auch ihnen auch ihre Steuergelder sind es.

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