Die Ränkespiele in einer Wahl-Farce

20. März 2013
Von

Wem nützt es, wurde in diesem Blog gefragt, wenn ein Kandidat so tief im Sumpf steckt, dass er unwählbar wird. Betrachtet man dazu das Interview mit Kreiswahlleiterin Christiane Spalek, das heute in der MAZ stand, könnte es vor allem einem nutzen: Christoph Schulze. Der Kreistagsvorsitzende hat wenig Chancen, im nächsten Jahr von seiner Partei wieder für den Landtag aufgestellt zu werden. Da könnte er natürlich vor allem seine weitere Versorgung im Auge gehabt haben.
Bliebe die Wahlbeteiligung unter 15 %,  könnte die Stelle des Landrates ausgeschrieben werden. Entscheiden unter den Bewerbern würde dann der Kreistag. Da viele Wähler nach dem Strafbefehl wegen Vorteilsnahme gegen Gerhard nun verunsichert sind, ein durchaus denkbares Szenario.
Zumal sich der Verdacht verdichtet, dass Schulze den Vorsitz des SPD-Unterbezirkes doch nicht ganz freiwillig an Gerhard abgegeben haben könnte. In diesem Fall hätte er noch eine alte Rechnung offen.
Besonders perfide ist der Betrug an den Wählern, die Schulze und Gerhard mit ihrer späten Information der Öffentlichkeit über die Ermittlungen gegen den SPD-Kandidaten begangen haben. Bislang haben fast 4000 Briefwähler ihre Stimme abgegeben, die darüber ahnungslos waren. Somit ist die Wahl zur Farce geworden.
Sollte sich die Vermutung über die Wahlintrigen innerhalb des SPD bestätigen, hat sich diese Kreistagsfraktion endgültig diskreditiert. 

Magnus Muschiol

Print Friendly, PDF & Email

Tags: , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.