Es geht weiter in der „Alten Aula“

25. März 2013
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Ein Jazz-Abend nach langer Pause

Christoph_Sinnen_2-1Am letzten Freitag fand nach dreimonatiger Pause die erste Veranstaltung in der Alten Aula in Blankenfelde statt. Der Tod des Vorsitzenden des Kulturvereins, Bernd Heimberger, hatte eine Lücke gerissen. Er war Begründer und Spiritus rector dieser weit über Blankenfelde hinaus bekannten Kulturstätte.
Das Konzert am 22. März hatte er noch selbst angeregt. Sein großer Wunsch war, dass der Berliner Saxophonist Christoph Sinnen einmal ein Solokonzert in der Alten Aula geben solle.
Saxophon und mehr hatte der Allround-Musiker versprochen. Dieses Versprechen hat er dann noch übertroffen. Konzertflügel, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon sowie E-Gitarre waren aufgebaut. Wer auf die Bühne blickte, hatte eine ganze Jazzband erwartet.
Christoph Sinnen, nutzte die Vielfalt seiner Instrumente, um mit seinen Arrangements sehr professionell und einfühlsam die Eigenheiten traditioneller Jazz-Standards herauszuarbeiten.
Mit Musik von Charlie Mingus über Miles Davis bis zu Michael Jackson begeisterte er das Publikum im gut gefüllten Saal. Schon beim ersten Titel „A Night in Tunisia“ von Charlie Parker wippten alle Füße mit. Geradezu artistisch spielte er beim „Blues in F“ das Tenorsaxophon gleichzeitig mit dem Piano.
Nach „Body and Soul“ auf dem eindrucksvoll großen Baritonsaxophon verschnaufte er etwas  an der E-Gitarre mit Montgomerys Welthit „The Thumb“.
Erst nach zwei Zugaben und viel Beifall durfte sich Christoph Sinnen von seinen Zuhörern trennen. Einer seiner letzten Titel, „I’am Getting Sentimantal Over You“, welchen George Bassman einmal für die Tommy Dorsey Band schrieb, nahm die Stimmung für seine Verabschiedung vorweg.

Magnus Muschiol

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