Landratswahl: Eine völlig neue Variante

26. Mai 2013
Von

GLOSSE

Hat Frank Gerhard alles so eingefädelt, um wenigstens den Job als Bürgermeister behalten zu können? Zum Verlauf: Gerhard erfährt von der Anzeige gegen ihn und ihm ist in diesem Augenblick bewusst, wenn er versucht, die Angelegenheit so lange wie möglich unter der Decke zu halten, wird er womöglich zum Landrat gewählt. Aber was dann? Nun gewählt und dann ein Strafbefehl über 210 Tagessätze wegen Vorteilsnahme? Zwei korrupte Landräte hintereinander? Also Abwahl als Landrat, oder sogar Entfernung aus dem Dienst durch das Innenministerium? Weg der Job als Landrat und weg der Job als Bürgermeister. Das Desaster wäre komplett und er arbeitslos.

Nun griff er lieber nach Plan B. Die Flucht nach vorn als ach so verkanntes Genie und guter Geist von Ludwigsfelde. Plötzlich waren all seine Statements zum Thema Giesecke nichts mehr wert, seine 0,0% Toleranzvorgabe in „seinem“ Rathaus Makulatur und das dumme Wahlvieh fängt man mit seinen Tränen ein und einer nicht gerechten Justiz schiebt man den schwarzen Peter zu. Da reist man dienstlich hunderte von km um Arbeitsplätze für seine geliebte Heimat zu generieren, lässt die Lebenspartnerin allein zu Haus, wird dann auch noch in ein Opernhaus gedrängt und muss Sekt trinken.  Wahrscheinlich auch noch als Nichtschwimmer auf ein Boot mit viel Wasser unter dem Kiel! Oh Gott, was hat man mir alles nur angetan! Ich hatte völlig vergessen, bei meiner Rückkehr das Land Brandenburg zu verklagen Das war dienstliche Nötigung!!!! Da habe ich auch vergessen, die Reise abzurechnen — klarer Schockzustand mit zeitweiliger Amnesie! Alle die da schimpfen, wissen überhaupt nicht, welch Alpträume mich seit damals gequält haben. Das ebbte zum Glück ab, aber mit der  dann auch noch anonymen Anzeige kochte alles wieder hoch! Ich bin doch schon genug gestraft. Ich verspreche feierlich, nach dem man mich nun schon ein zweites Mal erwischt hat werde ich alles daran setzen, mich nicht mehr erwischen zu lassen. Zuerst ändere ich die Vorgaben im Rathaus: Ich erstelle einen Katalog, was welche Bestechung kostet, damit es eine einheitliche und für den Bürger überschaubare Tariftabelle gibt und niemand übervorteilt wird. 20 % sind davon dann in meinem Vorzimmer abzugeben. MIR KANN KEINER, DENN DIE BÜRGER STEHEN SCHLIESSLICH HINTER MIR!

Thomas Böhm, Neuhof

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