Märkische Promenade: Dubioses Hin und her

15. Juni 2013
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Märkische Promenade Foto Pappschik, HDas kann nicht sein! Das kann so nicht sein! Ich frage mich, wie es geschehen kann, dass immer und immer wieder es nicht klappt, dass eine Beschlußvorlage für die Gestaltung der Märkischen Promenade nicht zustande kommt. Damit endlich begonnen werden kann, was seit Jahren gewünscht wird. Das BürgerBündnis Blankenfelde, sprich hauptsächlich Bernd Heimberger, hat sich über viele Jahre dafür eingesetzt, dass diese wunderschöne Promenade endlich zum Abschluss gebracht wird. Abschluss ist vielleicht das verkehrte Wort. Geplant war vor über mehr als 70 Jahren, die Promenade durchgehend zu gestalten, das wird so nie mehr sein können. „Dank“ der Ignoranz unserer Verwaltung, die den dafür benötigte Platz bei der Bebauung des Seniorenheimes Bethke nicht berücksichtigt hat. Auch die Planung für das Betreute Wohnen vom Birkenweg bis zur Karl-Liebknecht-Straße sieht einfach nicht vor, diese Fläche frei zu halten. Der „Rest“ der Promenade soll nun endlich gestaltet werden. Dazu wurde ein Planungsbüro, Gruppe F, in Anspruch genommen. Dieses Büro, wie wir alle wissen, führte eine Bürgerbefragung durch, wie die Wünsche und Ideen der Bürger umgesetzt werden könnten. Es gab zwischenzeitlich Empfehlungen vom Ortsbeirat, vom BUTA. Ich will versuchen, einen kurzen und knappen Überblick zu geben, wie der Werdegang bisher war.

Der Ortsbeirat Blankenfelde hat sich in seinen Sitzungen damit auseinandergesetzt, wie wir uns die Märkische Promenade wünschten. Unsere Vorstellungen gingen auseinander hinsichtlich der Wegeführung. Letztendlich haben wir uns für durchgefärbten Asphalt entschieden. Diese Empfehlung teilten wir auch der Verwaltung mit. Ebenfalls für ockerfarbenen durchgefärbten Asphalt hat sich der Bau-, Umwelt- und Territorialauschuss am 6. Dezember 2012 einstimmig ausgesprochen. Bürger, mit denen wir darüber gesprochen hatten, wünschten ebenfalls diesen Asphalt.

Am 7. März 2013 hat der BUTA die Verwaltung beauftragt, eine Beschlussvorlage zum Bauprogramm Märkische Promenade zu erarbeiten. Für den Ausbau des Weges soll normaler schwarzer Asphalt verwendet werden. Abstimmung: Ja: 5 – einstimmig

Wie nun das? Einmal durchgefärbter Asphalt am 6. Dezember 2012, ohne diesen Beschluß aufzuheben, schwarzer Asphalt am 7. März 2013. Die Beschlußvorlage der Verwaltung lautete komischerweise noch anders. Darin heißt es: Die Wegebauarbeiten sind in Form einer Asphaltdecke mit Splittvorsatz auszuführen. Da sehe noch einer durch? Ich will es versuchen.

Meine Anfrage an die Verwaltung lautete unter anderem:

1. Warum wurde diese Variante in der letzten BUTA-Sitzung so hingenommen (also, von farblich auf schwarzen Asphalt). Auf wessen Anraten ist das geschehen?

Antwort Jörg Sonntag: Aufgabe an die Verwaltung war, Einsparpotentiale zu benennen.

2. Wie hoch ist der Differenzbetrag zur bisherigen vorgeschlagenen und gewollten Variante „ockerfarben durchgehenden Asphalt?

Antwort der Verwaltung, Baudezernent Jörg Sonntag: Anfang 2013 ermittelte Kosten für Asphalt ergeben ca. -m² -Preis von 70 € für durchgefärbten und 35 € für „normalen“ Asphalt.

Die Beschlußvorlage der Verwaltung wurde nach längerer Diskussion in der Gemeindevertretersitzung am 21. März so nicht hingenommen. Unter anderem wurde beschlossen, dass 3 Varianten für die Wegebauarbeiten geprüft werden sollen.

1. Durchgefärbter Asphalt

2. Schwarzer Asphalt

3. Schwarzer Asphalt mit Splitt Vorsatz

Diese drei Varianten wurden dem BUTA erneut mit Erläuterungen am 6. Juni 2013 vorgelegt. Herr Eisenschmidt vom Bau- und Ordnungsamt bat den BUTA, die vorgeschlagene Variante Gussasphalt mit Einfassung (schwarzer Asphalt mit Splittvorsatz) als Vorzugsvariante zu bestätigen oder eine der anderen genannten zu benennen.

Was denn nun? Die jetzige empfohlene Variante ist nicht etwa die, worauf ich eine Antwort von Jörg Sonntag bekam (- Einsparpotentiale), nein, es ist die im Preis fast gleiche Variante wie durchgefärbter Asphalt. Also, ein großer Widerspruch. Aber, ich war erst einmal froh, dass die ganz einfache Variante – nur schwarz – vom Tisch war.

Nun habe ich mir die Mühe gemacht und habe an der Sitzung des BUTA am 6. Juni teilgenommen. Ich wollte nicht hinnehmen, dass dieses Durcheinander, sicher gewollt von Herrn Sonntag, einfach hingenommen wird. Ich habe die Mitglieder im Ausschuß gebeten, Sie mögen nicht auf den geringen Preisunterschied jetzt schauen und im Sinne für die Märkische Promenade sich für den durchgefärbten Asphalt zu entscheiden. Herrn Sonntag habe ich den Vorwurf gemachte, dass er dafür verantwortlich sei, dass der BUTA seinen Beschlüsse einfach geändert hat zum Nachteil dieser schönen Anlage, was er selbstverständlich so nicht wahr haben wollte.

Na gut, es geht noch weiter. Am 6. Juni stellte die Gruppe F noch einmal das gesamte Projekt vor. Für mich war das Wichtigste, wie der Weg, in welcher Farbe, gebaut werden soll. Ich kann mich einfach nicht damit abfinden, in dieser Grünanlage einen schwarzen Weg bauen zu lassen. Nach längerer Diskussion wurde abgestimmt (wieder mal).

Die Abstimmung lautete folgendermaßen:

Durchgehend gefärbter Asphalt
Ja: 3  /  Enthaltung: 1  /  Nein: 1

Somit war die Entscheidung getroffen. Somit konnte der BUTA der Verwaltung mitteilen, für welche Variante sie sich erneut entschieden hat.

Nun stand ja noch die Entscheidung der Gemeindevertretung aus. Herr Stirnal (Vorsitzender BUTA) wurde gebeten dafür zu sorgen, dass eine entsprechende Beschlußvorlage zur nächsten GV vorliegt. Die Gemeindevertretersitzung war am Donnerstag, dem 13. Juni 2013. Denkste, nichts lag vor. Es lag als Tischvorlage von der Gruppe F eine -Baubeschreibung zur Entwurfsplanung Arbeitsstand 16.5.2013 vor. Hier kann man wieder alle Empfehlungen von A-Z durchstudieren. Alles schon mal gehört im BUTA. Also, wieder von vorne?! Also wieder Zeit investieren, wieder und wieder und wieder. Herr Stirnal äußerte sich nur ganz kurz zu diesem Thema und ich verstand kein Wort.

Fazit der ganzen Geschichte. Wir müssen weiter warten. Vielleicht fällt ja Baudezernent Sonntag noch wieder eine neue Variante ein. Er wirds schon richten. Ich bin jedenfalls stinke sauer, was hier wieder abgelaufen ist. Da sitzen Leute in Ausschüssen, „vergeuden“ Ihre Zeit, geben aber nicht auf wegen der Sache. Wir können doch Jörg Sonntag nicht das „Feld“ überlassen. Ist es Ihm wichtig, was in Blankenfelde und wie es geschieht? Er wohnt ja nicht hier, er wird aber von unseren Steuergeldern bezahlt. Das ist das Schlimme.

Das der Vorsitzende des BUTA (Hr. Stirnal, Linke) sich mit allem so abfinden kann, ist mir unverständlich. Entweder hat er keinen Durchblick oder es ist auch Ihm egal, was passiert. Ich könnte mir vorstellen, das Erste trifft zu. Der Posten ist besetzt und damit hat es sich. Was stört mich …..

Hier zum Verständnis die Kosten der Märkischen Promenade:

                                                                                                                    Weg           Gesamtkosten

  • schwarzer Asphalt mit Splittvorsatz und Einfassung:               rd.    81,1 T €      438,5 T €
  • durchgefärbter Asphalt mit Einfassung                                             85,9 T €      443,3 T €
  • schwarzer Asphalt mit Einfassung                                                    45,6 T €      403,0 T €

Ja, wo liegt denn nun das Problem bei diesem so geringen Unterschied? Schwarzer Asphalt kommt ja nun auch für die Verwaltung nicht mehr in Betracht, da ihr Vorschlag laut Herrn Eisenschmidt die Variante mit Splittvorsatz ist.

Nun ist erst einmal Sommerpause. Ein Durcheinander ist erst einmal hervorgerufen. Herr Sonntag hat nun Zeit, Kostenangebote einzuholen damit es im August gleich weitergehen kann. Bei dieser Summe müßte es ja eine öffentliche Ausschreibung geben zu deren Submissionstermin ich gern zugegen wär. Diese oben genannten Summen sind ja alles nur Empfehlungen und Richtwerte der Gruppe F.
Ich hoffe, die Leser sehen durch bei diesem Durcheinander. Aber so ist es nun mal in unserer Gemeinde. Hin und her, bis Keiner mehr weiß was richtig und was falsch ist. Dann können wir anfangen.

Hannelore Pappschik

 

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2 Responses to Märkische Promenade: Dubioses Hin und her

  1. Konrad Vorwerk
    21. Juni 2013 at 22:50

    Wenn ich das als Klärwerkleser ,alles das was nach der Entlassung von Herrn Bachmann alles im Klärwerk blog geschrieben steht, verfolge, komme ich zur Überzeugung das wir mit der Aktion-Bachmann einen falschen Weg gegangen sind. Wir hätten den Rat, wie er bei der Versammung in der Gaststätte zur Eiche vorgeschlagen wurde “ warum nicht gleich Unterschriftensammlung zur Abwahl des BM Beier, folgen müssen.Dieses war bestimmt der bessere Weg gewesen..Viele ,sehr viele Bürger von Blankenfelde-Mahlow stellten uns bei der Unterschriftensammlung diese frage.Vielen verärgerten Bürger war Herr Bachmann persönich unbekannt, ins besondere Grundstückeigner und Hauseigentümer sind mit der Art und Weise und dem Umgang unseres BM mit Menschen unzufrieden.Wie lange soll das noch so weiter gehen, wann kommt Licht in das Dunkel von Blankenfelde, wie lange wird noch über Parkhaus,Schule, Promenade ,Dorfanger und dem verschleuderten Finanzmittel zum Rathausbau usw.usw noch hinter vorgehaltener Hand gesprochen , wie lange noch. Nur schwafel nichts als schwafel und nichts konkretes.

  2. christina schoechert
    28. Juni 2013 at 20:16

    Kann mir einer mal sagen, was da gebuddelt wird ? Das kann doch nicht ne ewigkeit dauern um die paar rohre in die erde zu bringen. Aber Blankenfelder lassen sich noch ne menge gefallen, ich hoffe blos nicht mehr so lange, denn es ist schon ganz schön arg, was hier passiert oder nix passiert.

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