Blankenfelde-Mahlow: Strassenumbenennungen nach Art des Hauses

19. August 2013
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Das schlägt doch dem Fass den Boden aus, was im Gemeindeblatt zum Thema Strassenumbenennungen dargestellt wird. (Lokalanzeiger Aug. 2013.pdf)
Mag sein, dass die Strassenumbenennungen nicht zu umgehen sind.  Aber es ist doch überhaupt nicht nachvollziehbar, in welcher Form die bereits 2003 durchgeführte Gemeindegebietsreform nun „vollendet“ wird.
Diese Umbenennungen hätten doch spätestens 2004 beendet sein müssen. Die nun geplante Abschaffung von Dopplungen erfolgt aber wieder halbherzig, denn auch die Postleitzahlen hätten „dran glauben“ müssen.
Schönen Gruß an Bürgermeister Ortwin Baier und die Verwaltung:
Es ist nicht schlimm, wenn man nicht alles weiß. Es ist aber schlimm, wenn man sich dann nicht richtig informiert oder von den Erfahrungen anderer Kommunen – z.B. Am Mellensee oder Zossen – profitiert. Dort hat man schon vor vielen Jahren alles so umgesetzt, wie es per Gesetz vorgeschrieben war. Das war auch mit vielen Befindlichkeiten der ehemals selbständigen Gemeinden verbunden, aber man hat sich zusammen gerauft und die Umsetzung gemeinsam vollzogen. In beiden Gemeinden gibt es   E I N E  Postleitzahl und keine doppelten Straßennamen. Dort, wo Umbenennungen erforderlich waren (fast jeder Ortsteil hatte wohl eine Dorfstraße), haben die Bürger und der Ortsbeirat nach einer ortstypischen Alternative gesucht und diese auch gefunden.
Aber in Blankenfelde-Mahlow weiß man es wieder „besser“. Oder man hatte 2003 auf deutsch gesagt nicht den Arsch in der Hose, sich mit den Ortsteilen auseinander zu setzen und ihnen die Folgen der Gebietsreform zu erklären. Stattdessen spielt man Friede-Freude-Eierkuchen und tut so, als hätten sich die Ortsteile so was wie ein Stück Eigenständigkeit bewahrt. Haben sie aber nicht. Ein Blick hierzu in die Kommunalverfassung reicht um zu erkennen, dass auch die Ortsbeiräte und Ortsvorsteher so gut wie bedeutungslos geworden sind. Der Hauptverwaltungsbeamte, unser „Bürger“meister Baier hat das Sagen.
Soweit mir bekannt ist, gibt es im ganzen Landkreis TF nur eine einzige Gemeinde mit mehreren Postleitzahlen und doppelten Straßennamen, die teilweise nicht mal 1 km Luftlinie auseinander liegen. Und das ist Blankenfelde-Mahlow. Das ist für die Verwaltung, die Gesetze umzusetzen hat, mehr als peinlich – zumal es selbst im Jahre 2013 noch immer nicht richtig gemacht wird.
An diesen Bürgermeister einen freundschaftlicher Rat: Fragen, wenn einem der Weg unklar ist, war noch nie ein Zeichen von Schwäche. Mist bauen schon.

Dietrich Schoechert

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