Ein kapitaler Zwölfender!

8. Oktober 2013
Von
Glosse

Schickt uns doch neulich eine humorvolle klaerwerk-Leserin dieses interessante Fundstück. Offenbar schon einige Jahre alt. Von wegen „so viel Sch… auf einem Haufen …“.  Der Bürgermeister lässt hier per Öffentlichkeitsarbeit auf eine „vorbildliche Kommune“ aufmerksam machen, die unter ihrem famosen Verwaltungschef demnächst den Neubau des Rathauses in Angriff nehmen wird. Kostenpunkt: 6 Millionen Euro!

Lustig? Von höchster Komik? Interessant alle mal! Wie ist die Sache mit den Kosten damals eigentlich gekippt. Ab wann sind Bürgermeister Baier, seine beiden Stellvertreter (Baudezernent und Kämmerin) unter der „behutsamen“ Führung von Zampano Müller zu der Erkenntnis gelangt: Alsooo, das mit den 6 Millionen war gut gemeint, aber nicht bis zu Ende gedacht!
Nicht zu Ende gedacht von Josef Uziecha, „einem Mann von penetranter Redlichkeit“, der auf eine Deckelung der Baukosten in Höhe von maximal 6 Millionen € drängte?
Doch nicht etwa per Gemeindevertreterbeschluss? War es Ende 2008 oder Anfang 2009, als Müller erstmalig 12 Millionen € aufgerufen hat und ihm die o.g. Akteure wie hörige Kinder folgten? Im Trott mit der Finanzausschuss-Vorsitzenden, Bomke (CDU) und Bauausschuss-Vorsitzendem Stirnal (Linke). Haben Bürgermeister und Kämmerin tatsächlich im weiteren Verlauf einfach nur die, nun auf einmal dringend notwendigen, 12 Millionen über die Haushaltsdiskussionen bereitgestellt? Und eine Mehrheit im Kommunalparlament hat dies step by step geschluckt?
So isses halt in der Demokratie. „Der gute Gläubige ersehnt Sendung, der bessere Gläubige gibt Sendung weiter, der beste Gläubige ist Sendung.“(H.D. Schütt) Am Ende machts die Mischung.
Und plötzlich klopft der Staatsanwalt an die Tür und es heißt: Wer glaubt, muss dran glauben!? Sauerei. Oh  ja, „… die Menschen sind gut, aber die Leute sind schlecht,“ wusste schon Karl Valentin.
Sechs Millionen? Zwölf Millionen? So kanns einem gehen als Politiker oder „kommunale Spitzenkraft, man zielt auf einen kapitalen Zwölfender und am Ende des Tages ist man froh, wenn man wenigstens ein paar verpeilte Feldhamster geschossen hat.

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3 Responses to Ein kapitaler Zwölfender!

  1. Matthias Stefke
    9. Oktober 2013 at 12:58

    Der Text sieht ja so aus, als wenn er aus dieser Baier-Bilderbuch-Broschüre stammt, den die Gewerbetreibenden dieses Ortes über teure(?) Anzeigen bezahlen und dafür kostenlos in alle Haushalte verteilt wird.
    Was da von oder über Baier drinsteht ist ohnehin oft mit einem Fragezeichen zu versehen.
    In der aktuellen Ausgabe sind gleich auf den ersten Seiten von ihm Verkündigungen zu lesen über die man nur mit dem Kopf schütteln kann und über die Gemeindevertretung ja erst noch beschließen muss.
    Ob die Gemeinde die Unterführung am Bahnhof Blankenfelde nämlich tatsächlich selbst in die Hand nimmt steht per heute noch gar nicht fest.
    So wie die Gemeinde bisher Großbauvorhaben geschultert hat, insbesondere wegen der Explosion der Baukosten, kann man davon eigentlich nur abraten.
    Bezeichnend ist auch sein Dank an die stille Parteienkoalition von SPD/Grüne, Die Linke und die CDU. Gegen einzelne Mitglieder soll von der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Neuruppin ermittelt werden, wie auch gegen Baier selbst. Tolle Zusammenarbeit!
    Ich verzichte angesichts solcher Meldungen für die Fraktion BVBB-WG gerne auf Baiers Danksagung.
    Nicht ganz zutreffend dann auch die Darstellung, dass er „vorübergehend“ seinen Sessel im Bürohaus an der Ibsenstr. aufgestellt hat, weil das Zentrum von Blankenfelde ein neues Gesicht erhält. Sind 5 Jahre vorübergehend? Im Übrigen ist dieses „Provisorium“ teuer kostet den Steuerzahler Jahr für Jahr ca. 160.000,– € Miete und ist nur deshalb nötig, weil es Baier und seine Koalition nicht fertiggebracht haben, innerhalb von 2 max. 3 Jahren ein Rathaus schlüsselfertig in die Mitte der Gemeinde zu stellen.
    Da soll er sich doch mal ein Beispiel an der Bürgermeisterin von Zossen, Michaela Schreiber nehmen.
    Die hat das Gebäude für das neue Jobcenter mit der Zossener Wohnungsbaugesellschaft ZWG innerhalb eines Jahres fertiggestellt.
    Stattdessen droht hier bei uns das ehemalige Projektgeschäft Rathaus-Neubau zu einer der größten Korruptionsfälle im Kreis Teltow-Fläming zu werden.
    Übertrieben wohl auch die Behauptung „…ist Blankenfelde-Mahlow mit Ortwin Baier an der Spitze Vorreiter, was die Einbeziehung der Bewohner in Entscheidungen betrifft…“.
    Wie war das noch gleich mit der Einbeziehung der Bürger in Sachen „Busbahnhof“ am Brandenburger Platz oder der Anwohnerbeteiligung bei Straßenbaumaßnahmen, wie bei der größten wie wohl auch unnötigen Umbenennung von Straßen?
    Gemeint ist vielleicht der Bürgerhaushalt, schauen wir ´mal was nach dem dafür betriebenen Aufwand von den Vorschlägen der Bürger/innen übrigbleibt?!
    Ohne dass hierzu schon Beschlüsse gefallen sind, verkündet Baier fröhlich-lächelnd auch eine neue hochmoderne Zentralbibliothek in der ehemaligen Kita „Wirbelwind“.
    Er sollte sich besser ´mal in der Kommunalverfassung sachkundig machen, w e r den Haushaltsplan beschließt, worüber dieses ehrgeizige Projekt erst einmal finanziert werden muss! Das ist die Gemeindevertretung und die hat den HH-Plan 2014-2017 mit den dafür geschätzten (mir schwant schlimmes!) 3,5 Mio. € noch gar nicht beschlossen!
    Die Bilder mit ihm auf dem Spielplatz im Wohnblock Rembrandtstr. will ich besser nicht kommentieren, da wird´s einem nämlich schlecht. Das Projekt hat der Geschäftsführer unserer gemeindeeigenen Wohnungsbaugesellschaft wie so vieles hervorragend umgesetzt, den Baier mit Billigung seiner Koalitionsmehrheit a.m.S. grundlos vor die Tür gesetzt hat.
    Zurück zum Ursprungsartikel, diesem interessanten Fundstück:
    Das Bild könnte man auch anders interpretieren:
    Baier hat seine Koffer längst gepackt und ist über alle Berge…
    Wo ist er überhaupt?
    Mich sprechen die Bürger/innen immer öfter an und fragen:
    „Wo ist der Bürgermeister?“
    Ich kann ihnen diese Frage aber auch nicht beantworten, bekomme auf die Frage in den Sitzungen der Gemeindevertretungen selbst keine Antworten die mir glaubwürdig erscheinen.
    So bleibt es bei Spekulationen und Gerüchten im Ort die da lauten:
    Baier ist auf dem Weg in den vorzeitigen Ruhestand!
    Ich weiß es nicht, habe ihn m.E. nach selbst zuletzt im August in einer Sitzung getroffen.
    Was auch immer der Grund für seine nun schon eine gefühlte Ewigkeit dauernde Abwesenheit ist. Er ist nicht nur eine Person des öffentlichen Lebens wenn es um mehr oder weniger beweihräuchernde Bilder & Artikel in Zeitungen, Anzeigenblättern, Amtsblatt, Broschüren o.ä. geht. Bürger/innen und Gemeindevertretung (die schließlich sein Dienstherr ist) haben einen Anspruch darauf, zu erfahren, wenn der Bürgermeister bspw. aus gesundheitlichen Gründen eine längere Auszeit nehmen muss.
    Dies kann ja ´mal vorkommen und ist nicht kritikwürdig aber mitteilen kann man es doch.

    Für diesen Fall übermittle ich ihm abseits sonstiger inhaltlicher Differenzen und Kritik auf diesem Wege meine besten Genesungswünsche.

    • Magnus Muschiol
      11. Oktober 2013 at 10:54

      Lieber Herr Stefke, vielleicht haben Sie gerade einen meschlichen Zug an unserem armen Bürgermeister entdeckt. Seine Abwesenheit könnte bedeuten, dass Ortwin Baier einfach fürchterlich gekränkt darüber ist, dass er nur noch in der Reklamepostille der Gemeinde in gebührender Omnipotenz abgebildet wird.
      In der Lokalpresse hat er den Wettlauf um die meisten Erfolgsbilder mit mehreren Längen verloren – gegen Frank Gerhard. Sicher muss dass die Brandenburgische „Ehrenwerte Gesellschaft“ SPD unter sich klären, aber gönnen wir Baier doch seinen Schmollwinkel.

  2. Moritz
    8. November 2013 at 14:17

    Wenn Herr B schon so lange abwesend in unserer Gemeinde isr, von wem werden wir denn nun bevormundet, etwa von unseren Vorbestraften . Die sollten lieber das Weite suchen, wie alle die
    Schmutz an den Füßen hatten, oder sind sie unersetzbar, das kann ich doch nicht glauben.
    Hinweg mit ihnen, betrügen und alle hinter das Licht führen taugt nicht für eine Demokratie.
    Zum Rathaus würde ich den Umbau der Kaserne vorschlagen, ist vermutlich billiger, denn
    der Bau im Zentrum das kein Zentrum ist, Parkhaus, Grüne Passage (fast nur Musikschule)
    und ein verbauter einst einziger freier Platz der Gemeinde, sind doch nicht etwa Zentrum ???

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