Betrugskartell – oder: Hopfen und Malz, Gott erhalts!

10. Oktober 2013
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Ob die Gemeindevertretersitzung am 26. September als „denkwürdig“ zu bezeichnen ist, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall hatte Rechtsanwalt Dombert Berichten zufolge an diesem Tag einen weiteren „Auftritt“ zwecks Erhellung des Kommunalparlaments hinsichtlich des Ermittlungsstandes Rathaus-Pleite. Selbstverständlich, wie immer, im Rahmen der Grenzen seines Mandates. Welche wiederum „demokratisch“ eingefädelt wurden durch den Mitbeschuldigten, Verwaltungschef Baier selbst, und eine Mehrheit derjenigen Fraktionen (SPD, Linke, CDU), die gemeinsam mit ihm in diesen Schlamassel involviert sind.
WIR (Hervorhebung durch Red.) sind einem Betrugskartell zum Opfer gefallen“, soll Dombert erklärt haben. Ach  ja,  und –  dass bei „Müller Hopfen und Malz verloren ist„.
Nur bei Müller? Aus welchem Grund sind dann eigentlich u.a. auch Ermittlungen gegen Bürgermeister Baier (Verdachts Amtsmißbrauch/Untreue) anhängig oder gegen seinen Baudezernent und die Finanzausschussvorsitzende Bomke (CDU)?
Nein, sich außerdem noch über so „Unwesentliches“ auszulassen, wie zu der Frage – bei wem sonst noch „Hopfen und Malz“ verloren ist“ – dazu ist Herr Prof. Dombert  nicht mandatiert.
In einem Punkt sind sich die Fraktionen von SPD, Linken und CDU selbstverständlich einig mit dem von ihnen mehrheitlich bestellten, vorbefassten Rechtsanwalt Dombert:
Es geht ausschließlich um „externe“ Faktoren. Die offizielle Sprachregelung lautet: Das Böse ist von außen über „uns“ hereingebrochen, nur deswegen ging in die Hose, was rein passt. Die Verwaltungsspitze, das Kommunalparlament, die Bürger – wir alle sind „Opfer eines Betrugskartells“ geworden.
Interne Faktoren? Das Versagen von Verantwortlichen in der Verwaltung? Fehlanzeige!

Jörg Blunk

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