Unsere Beste?

9. November 2013
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Ausgerechnet unter der bemerkenswerten Überschrift „Unterstellungen und Verdrehungen“ meldete sich heute Konrad Bütow in der „Zossener Rundschau“ zu Wort – und zwar zum Maz-Beitrag „Strafbefehl gegen Sonntag und Bomke“ vom 05.11.2013.

Regina Bomke

Regina Bomke, Quelle: kb-Archiv

Die Aufmachung in der Maz würde seiner Ansicht nach  „juristisch festgestelltes, strafbares Handeln suggerieren“, obwohl ein Nachweis dafür keineswegs erbracht sei. Der inzwischen „eingestandene Fehler“ der Finanzausschuss-Vorsitzenden R. Bomke bestand für ihn „… offensichtlich darin, auf die Rechtschaffenheit eines Vertreters der Standesorganisation der Ingenieure vertraut zu haben.“ Die Entscheidung,  Hilfe von einer Institution, wie der Ingenieurkammer anzunehmen erscheint ihm eher sinnvoll und könne schwerlich in einen strafrechtlich relevanten Vorwurf münden.

Ein recht langer Text, aber lassen wir es dabei bewenden. Denn es handelt sich hier wohl eher um eine, als Leserbrief daher kommende, Ode – wie sie üblicherweise am Hofe Honnecker gesungen wurden. Ohne eine umfangreichere Analyse an dieser Stelle vorwegzunehmen – etwa mit der Frage:

Könnte es sich bei den Motiven und Beweggründen der Finanzausschuss-Vorsitzenden Bomke (CDU)  um eine verhängnisvolle Mischung aus dem Spinnen von Intrigen gegen den damaligen WOBAB-Geschäftsführer Bachmann, überzogenem Geltungsbewußtsein und fachlicher Dummheit gehandelt haben?

– der Legendenbildung, die Herr Bütow mit seinem Maz-Leserbrief betreibt, ist entgegenzuwirken. Denn:

Die Tatsache jedoch, dass Matthias Stefke(Fraktion BVBB-WG) im Zusammenhang mit der unappetitlichen Causa Bomke erneut den geplanten Rathaus-Standort infrage stellte, kritisiert K. Bütow aus Sicht des Unterzeichnenden zu recht.

Unabhängig davon, was eine Regina Bomke wusste, was sie glaubte, was sie zu wissen glaubte – es bleibt dabei: Das Versagen im Zusammenhang mit dem sog. „Projektgeschäft Rathaus-Neubau“ hat – vor dem Hintergrund des angerichteten Schadens – viele Namen. Nicht nur den eines gewissenlosen Bürgermeisters(SPD) samt Baudezernent, sondern auch den der Volksvertreterin und Finanzausschuss-Vorsitzenden Regina Bomke.

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7 Responses to Unsere Beste?

  1. Matthias Stefke
    10. November 2013 at 11:28

    Dieser Leserbrief ist a.m.S. der dreiste Versuch, eine Korruptionsaffäre ungeahnten Ausmaßes zu verniedlichen!!!

    Herr Konrad Bütow, als dessen Unterzeichner, „verkauft“ sich als „normaler“ Bürger.

    Tatsächlich ist Herr Bütow ein enger CDU-Parteifreund von Regina Bomke, ist oder war zumindest auch Mitglied im Vorstand des hiesigen CDU-Ortsverbandes Hoher Teltow, die jetzt versucht ihre Multi-Funktionärin „aus der Brenne“ zu holen.

    Herr Bütow sollte Frau Bomke nicht in Schutz nehmen, sondern ihr stattdessen raten, sich unverzüglich von allen Ämtern zurückzuziehen, wie es „normalerweise“ üblich ist!!!

    Das der Parteivorstand Bomke das „volle und uneingeschränkte Vertrauen“ ausgesprochen hat ist nicht nachvollziehbar, lässt sich nur damit erklären, dass sie ihren Parteifreunden offenbar eine Story serviert hat, die nichts aber auch gar nichts mit den tatsächlichen Abläufen dieser Korruptionsaffäre zu tun hat.

    Nach Lage der Dinge scheint dies in der CDU aber auch keine(r) wirklich wissen zu wollen.

    Es bleibt abzuwarten, ob Regina Bomke, die nun als vorbestraft gilt, auch noch Spitzenkandidatin der CDU bei der kommenden Kommunalwahl werden kann?

    Falls ja muss man sich fragen, wie tief ist die CDU eigentlich gesunken?

  2. Hannelore Pappschik
    10. November 2013 at 15:55

    „… Unsere Gemeinde braucht eine junge, dynamische, offene und ehrliche Bürgermeisterin mit kommunaler Erfahrung“. Ja, lieber Konrad Bütow, dass waren Ihre Worte zu: „Ich ünterstütze Regina Bomke, weil…“. Regina Bomke hat es nicht geschafft, Bürgermeisterin zu werden (was mir ehrlich gesagt lieber gewesen wäre als Ortwin Baier). Na gut, wir müssen es so hinnehmen.

    Was wäre anders geworden, wenn…? Anders, meine ich, hauptsächlich in Sachen Rathaus-Neubau? Wäre zu dieser Zeit noch die Chance da gewesen, sauber aus der „gemeinsamen“ Sache rauszukommen? Die Möglichkeit hätte sicher noch bestanden, aber ich bezweifle es, dass es so gewollt gewesen wäre.

    Thomas Bachmann, damaliger Geschäftsführer der WOBAB – gab das Projekt zurück? Warum? Weil er überfordert war, wie nach außen hin berichtet wurde?
    Nein, er gab es deswegen zurück, weil er in Sachen Beratervertrag ein Verstoß gesehen hat, welcher nicht gesetzlich durchsetzbar war. In einfachen Worten gesagt, Herr Bachmann wehrte sich gegen auferlegte, nicht gerechtfertigte Auflagen. Hier begann auch der Zeitpunkt, wo an Thomas Bachmanns Stuhl „gesägt“ wurde.

    Wie, was dann alles inszeniert wurde,um das Projekt trotzdem so durchzuboxen, ist allen weitläufig bekannt.
    Nun frage ich Konrad Bütow, hat er das alles nicht mitbekommen? War er einige Jahre nicht anwesend und ist nun „erschrocken“, was man seiner Parteifreundin unterstellt? Schlimm? Ja, schlimm was weiterhin geschehen ist. Wir wissen nicht, in welcher Höhe der Strafbefehl ausgestellt wurde, den Frau Bomke angenommen hat. Wir wissen auch noch nicht, in welcher Höhe Regina Bomke somit der Gemeinde, also den Steuerzahler Schaden zugefügt hat. Wissen Sie es, Herr Bütow?

    Was mich zum nachdenken anregt ist die Tatsache, wo hört Ihr Mitgefühl auf, wo fängt es an? Wo hört das Mitgefühl von Regina Bomke an und wo hört es auf? Sie wissen was ich meine? Ich rede hier einzig und allein vom ehemaligen Geschäftsführer der WOBAB. Klare Worte, auch von Frau Bomke, dass er gehen mußte, obwohl ihm gute Arbeit bestätigt wurde, von allen, soweit mir bekannt ist. Warum nun mußte er gehen? Weil er nicht dieses „Spielchen“ mit dem Beratervertrag mitgespielt hat? Weil er sich dessen bewußt war und das auch immer wieder laut und auch am richtigen Ort sagte? Ja, so war es wohl. Nun schönreden, wo es nichts schözureden gibt? So sollte es doch sein, oder?
    Nun sind wir an dem Punkt angelangt, wo wir schon einmal waren und wir müssen nicht nocheinmal alles wiederholen.
    Was ich bisher vermisst habe ist die Tatsache, dass auch Regine Bomke nicht den Mut oder die Courage aufbringt, trotz Strafbefehl (oder sollte sich da die Staatsanwaltschft geirrt haben) ein paar Worte der Entschuldigung zu sagen. Thomas Bachmann gegenüber, wenigstens das. Es würde Ihr gut zu Gesicht stehen und ich würde nicht triumphieren, nein, ich würde es als anständig bezeichnen und auch erwarten.
    Wie haben Sie doch geschrieben: „…offene und ehrliche Bürgermeistern“.
    Na ja, Bürgermeisterin wurde ja nichts draus. Ehrlichkeit erwarte ich trotzdem, wenigstens das.

  3. Matthias Stefke
    10. November 2013 at 17:45

    Ich habe mir heute noch einmal die BSV I/B/52012 „Personalangelegenheit MEG/GZB/WOBAB“ zu Gemüte geführt, mit der Baier die Nichtverlängerung des Arbeitsvertrages von WOBAB-Geschäftsführer Thomas B. begründete.

    Die, wie ich schon zur GV am 20. September 2012 betonte, aus meiner Sicht vorgeschobenen Gründe sind aus heutiger Sicht nahezu vollständig in sich zusammengebrochen.

    Ich bleibe dabei, dass vordringlich Rache das Motiv gewesen sein dürfte, dass Baier bewegt hat, diese Vorlage einzubringen.

    Unvergessen bleibt, wie Dr. Kalinka Herrn Bachmann das Wort abgeschnitten hatte, ihn so nicht ´mal
    ausreden ließ, um seine Sicht der Dinge vorzutragen.

    Nun stellt sich die Frage, ob auch Kalinka Grund zur Rache hatte. Zweimal fragte ich ihn, ob auch gegen ihn staatsanwaltlich ermittelt wird. Bisher ist er mir ausgewichen und eine konkrete Antwort darauf schuldig geblieben.

    Warten wir´s ab, es kommt nach meiner festen Überzeugung alles irgendwann heraus, es ist nur eine Frage der Zeit.

    Alle Gemeindevertreter/innen, die sich diesem hinterhältigen Vorgehen von Baier nicht in den Weg gestellt haben, haben sich für diese Aufgabe disqualifiziert.

    Es wird Zeit für eine Aktion „Saubere Hände“!

  4. Gerd Weinberger
    11. November 2013 at 10:26

    Herr Bütow kennt das Strafgesetzbuch wahrscheinlich nicht. Muss er auch nicht. Allerdings sollte er dann mit Mitleidsbekundungen und Vertrauensvorschüssen vorsichtiger umgehen. Hier werden schon wieder Tatsachen verdreht.
    Wenn die Staatsanwaltschaft zum Ergebnis kommt, dass man einen Deal macht und einen Strafbefehl ergehen lässt, heißt das, dass eine Straftat vorliegt.
    Wenn Frau Bomke unschuldig wäre, hätte sie den Strafbefehl nicht akzeptiert und rechtskräftig werden lassen. Entweder ist man unschuldig und dann kämpft man darum, dies zu beweisen, oder man ist es nicht. Da gibt es meiner Meinung nach keine Alternativen.
    Und es ist nicht zu akzeptieren, dass sie weiter den Finanzausschuss führt, denn dieser stellt wichtige Weichen bei der Umsetzung von Projekten. Man kann doch nicht jemanden, der rechtswidrig in Wettbewerbsregularien eingegriffen hat, dies weiter tun lassen. Sie hat Entscheidungen zu Lasten der Gemeinde mit zu verantworten. Soll sie das weiter tun können? Gemeinsam mit dem vorbestraften stellvertretenden Bürgermeister und Bauamtsleiter?
    Dann sollten wir konsequent sein und Blankenfelde- Mahlow am besten gleich zu einer rechtsfreien Zone erklären!

  5. D.u.Chr.Schoechert
    11. November 2013 at 23:37

    Wir haben lange nichts von uns hören lassen, trotzdem sind wir interessierte Bürger von Blankenfelde.
    Wir freuen uns riesig, dass für uns sichtbare Bewegung in die gesamte Park-und Rathausaffäre kommt, nicht so, wie sich die Beschuldigten es gewünscht haben.
    Aber wir sind hier nicht bei wünsch dir was, sondern es gelten Fakten. Diese müssen so schwerwiegend sein, dass Frau Bomke und Herrn Sonntag dem nichts zuzufügen hatten. Denn wenn sie unschuldig wären, Herr Sonntag,dann hätten sie auch noch die winzigen Euro auftreiben können um ihre Unschuld zu beweisen.
    Leider ist dem nicht so, also sind sie v o r b e s t r a f t.
    Genauso Frau Bomke, Sie meinen, Sie sind nur Hausfrau und Mutter – aber mit abgeschlossenen Jurastudium. Also wissen sie am besten was jetzt ihre Pflicht ist, um mit Anstand aus dieser Sache herauszukommen.
    Haben sie den Anstand und treten sie beide zurück! Denn wirkliches Vertrauen basiert auf Ehrlichkeit und die ist schon lange nicht mehr gegeben. Mit diesem Hintergrund können Sie Ihren Ämtern nicht mehr gerecht werden.

  6. hammerhai
    12. November 2013 at 19:37

    Die Mehrheit der Bevölkerung lebt laut jüngster Erkenntnisse der Gehirnforschung in einer Fantasiewelt, die auch als „unrealistischer Optimismus“ bezeichnet wird. Kurzum: Der Stirnlappen (präfrontaler Cortex) wird einfach heruntergefahren, wenn Meldungen herein flattern, die sich nicht mit ihrer Wohlfühlwelt vereinbaren lassen.

  7. Matthias Stefke
    12. November 2013 at 20:36

    Ich habe diese Larmoyanz von Leuten so satt, die zu Tränen gerührt Strafbefehle mit der Begründung akzeptieren „mir fehlt die gesundheitliche und finanzielle Kraft, um in einem Prozess um meine Ehrenrettung und meine Zukunft und die meiner Familie schlechthin zu kämpfen“.

    Es geht doch nicht um irgendetwas, sondern neben Ruf & Ehre auch um verdammt viel Geld, wenn es zudem noch zu Schadenersatzansprüchen der Gemeinde kommen sollte und diese erfolgreich durchgesetzt werden können.

    Ich bin bestimmt kein Fan des zurückgetretenen Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff. Der aber ist zumindest der Meinung, dass er sich nichts hat zu Schulden kommen lassen und hat einen Strafbefehl abgelehnt und kämpft das in einem Prozess durch.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article121771812/Christian-Wulff-hat-Angst-vor-dem-ersten-Prozesstag.html

    Er steht dabei im Rampenlicht der breiten Öffentlichkeit und hat schwere Verhandlungstage schon deshalb durchzustehen. Im Geld dürfte er bei den Kosten für die Spitzenanwälte aus dem letzten Jahr und für diesen Prozess sowie wegen der lfd. Unterhaltszahlungen auch nicht schwimmen.

    Warum sind der stellv. Bürgermeister und Baudezernent Jörg Sonntag und die
    CDU-Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Finanz-und Wirtschaftsausschusses Regina Bomke aus einer 25.000-Einwohnergemeinde eigentlich dazu nicht bereit?

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